Biographie von Peter I. Tschaikowsky (1840-1893)

Porträt von Nikolai Kuznetsov (Tretyakov Gallerie Moskau)
Porträt von Nikolai Kuznetsov (Tretyakov Gallerie Moskau)
07.05.1840
Geboren in Kamsko-Wotkinski Sawod
1845
Erster Klavierunterricht
1848
Umzug der ganzen Familie nach Moskau und von dort nach St. Petersburg.
1852
Jurastudium
1854
Tod der Mutter, fĂĽr Tschaikowsky traumatisch
1855
Klavierunterricht bei Rudolf KĂĽndinger
1862
Eintritt ins neu gegründete Petersburger Konservatorium. Zu seinen Lehrern gehörte Rubinstein. Bekanntschaft mit dem späteren Musikkritiker und lebenslangen Freund Hermann Laroche.
1859
Abschluss der juristischen Schule und Anstellung am Justizministerium
Spielte im Orchester des Konservatoriums Flöte und spielte mit seinen Kollegen Clara Schumann ein Kuhlau-Quartett vor. Er hatte ins gesamt 2 Jahre lang Flötenunterricht bei Ciardi.
1863
Aufgabe der Anstellung am Justizministerium.
1865
Abschluss des Studiums am Konservatorium im Dezember
1866
Theorielehrer am Moskauer Konservatorium und Scheitern einer "Tarnehe" des homosexuellen Komponisten nach nur einem Monat.
1868
Musikkritiker. In diesem Jahr auch erstes öffentliches Auftreten als Dirigent in einem Konzert eigener Werke in St. Petersburg (mit furchtbarem Lampenfieber)
1870
Reise nach Paris, Mannheim und in die Schweiz
1872
Die Harmonielehre erscheint
1874
Erstes Zusammentreffen mit Rimskij-Korsakow
18.07.1877
Heirat mit seiner ehemaligen Studentin Antonina Miljukowa um seine Homosexualität zu verschleiern. Nach wenigen Monaten Flucht aus der Ehe.
1878
Die Gönnerin Nadeschda von Meck setzt Tschaikowsky eine üppige Leibrente aus. Beide führen einen regen Briefwechsel, begegnen sich lebenslang aber nur ein einziges Mal zufällig. Zu dem Zeitpunkt (1890) als sie ihm die Zahlungen ohne Grund streicht, verfügt er bereits über ausreichendes Vermögen. Er kündigt die Anstellung am Konservatorium.
1879
UrauffĂĽhrung des Eugen Onegin am Konservatorium in Moskau
1881
Er lehnt die ihm nach dem Tod von Nikolaj Rubinstein angebotene Leitung des Moskauer Konservatoriums ab.
1885
Im Februar Umzug nach Maidanowo
1888
Bekanntschaft Brahms´ und Griegs in Leipzig, der Zar setzt ihm eine Leibrente aus. Erster Auftritt als Dirigent in Paris (Grieg ist im Publikum). Bekanntschaft mit Dvorak in Prag. Im gleichen Jahr Umzug nach Frolowskoje.
1891
Sehr erfolgreiche dreiwöchige Amerika-Reise anlässlich einer Einladung zur Einweihung der Carnegie Hall und im gleichen Jahr Rückkehr nach Maidanowo
1892
Entstehungsjahr des Nussknackers, Besuch einer AuffĂĽhrung von Eugen Onegin in Hamburg unter der Leitung Gustav Mahlers
06.11.1893
Verstirbt in Moskau im Haus seines Bruders, angeblich an Cholera. Heute wird angenommen, dass er in Wahrheit Selbstmord begangen hat und dies vermutlich bereits am 5. November, aufgrund des Urteils eines Ehrengerichts ehemaliger Mitschüler der Schule für Jurisprudenz aufgrund seiner Homosexualität.
1909
Der Nussknacker wird als eines der ersten symphonischen Werke auf eine Schallplatte aufgenommen.
Er wird als erster BĂĽrgerlicher in Russland auf Staatskosten beigesetzt. Ăśber 60.000 stellten Antrag auf Teilnahme am Beisetzungsgottesdienst.

Noten für Flöte:

Chanson Triste (d-moll) (Bearbeitung)
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(4 Flöten)
Rubank Inc., HL04479505
Bewertung: leicht
  1. Allegro non troppo
Nur Stimmen, keine Partitur


Chant sans paroles op. 2, No. 3 (A-Dur)
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(Flöte, Violine, Bratsche, Cello)
Bewertung: leicht
  1. Allegretto grazioso e cantabile
Nur Stimmen, jede eine Seite lang.


Der Nussknacker op. 71a
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(Flöte, Oboe, Klarinette in B (bzw. A), Fagott, Horn in F)
Bewertung: mittel-schwer
  1. Kleine OuvertĂĽre (Allegro giusto)
  2. Charakteristische Tänze - Marsch (Tempo di marcia viva)
  3. Tanz der Zuckerfee (Andante non troppo)
  4. Trepak (Russischer Tanz) (Tempo di trepak, molto vivace)
  5. Arabische Tanz (Allegretto)
  6. Chinesischer Tanz (Allegro moderato)
  7. Tanz der Rohrflöten (Moderato assai)
  8. Blumenwalzer (Tempo di Valse)
Partitur und Stimmen. Die Klarinette kann bei einigen Sätzen zwischen A oder B wählen, beide Stimmen sind enthalten.
Ganz gut gesetzt. Die Dominanz der Bläser im Orchestersatz kommt dem entgegen. Teilweise ist die Lage etwas überraschend (sehr tief oder sehr hoch). Am schönsten klingt aus dem Stand der Blumenwalzer.


Im Herbst op. 37, 10 (d-moll)
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(Flöte, Violine, Bratsche, Cello)
Bewertung: mittel-schwer
  1. Andante doloroso e molto cantabile
Nur Stimmen, jeder Part nur eine Seite. Für die Flöte geht's hoch bis zum b3.


Largo und Allegro (D-Dur)
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(Flöte, Streichorchester)
Bewertung: mittel-schwer
  1. Largo
  2. Allegro
Die Ausgabe umfasst eine Partitur und je eine Stimme für die Soloflöte, Violine I, Violine II, Bratsche, Cello und Kontrabass.
Dies ist die Erstausgabe eines Frühwerks, das erst 1967 zugänglich wurde. Im Original war noch eine zweite Flöte besetz, die jedoch nur im Mittelteil die erste Flöte eine Oktav tiefer doppelte.


Melancolie op. 40, Br, 2 (g-moll)
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(Flöte, Violine, Bratsche, Cello)
Bewertung: leicht
  1. Andantino
Nur Stimmen, jede eine DIN A 4 Seite.


Three Songs
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(Flöte, Klarinette in B, Klavier)
Western International Music, WJM 615
Bewertung: leicht
  1. Summer Evening
  2. Night
  3. 'Tis Painful, 'Tis Sweet
Nicht besonders gut gesetzt. Die Klavierstimme ist eine Zumutung an Monotonie, die Bläser teilen sich quasi eine Solostimme mal durch Unisonospiel, mal durch Abwechseln. Das kann man sich getrost sparen.


Zwei Tänze aus der Nussknacker-Suite op. 71a (Bearbeitung)
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(4 Flöten)
Zimmermann, ZM 28470
Bewertung: mittel-schwer
  1. Tanz der Rohrpfeifen (D-Dur)
  2. Tanz der Zuckerfee (d-moll)
Partitur und Stimmen.


CDs von/mit Peter I. Tschaikowsky

Philippe Bernold, Phlippe Berrod, Jean-Louis Capezzali, Benoît de Barsony, Ariane Jacob, Laurent Lefèvre
Caprice (2 CD) (2008)
Taffanel, Saint-Saens, Fauré - Oeuvres pour flûte et piano
jpc
  1. Paul Taffanel: Andante pastoral (03:39:00)
  2. Paul Taffanel: Scherzettino (01:56:00)
  3. Camille Saint-SaĂ«ns: Le DĂ©luge - PrĂ©lude pour flĂ»te et piano op. 45 (03:40:00)
  4. Paul Taffanel: Fantaisie sur Le FreischĂĽtz de C. Maria von Weber (11:13:00)
  5. Paul Taffanel: Fantaisie-transcription sur Les Indes Galantes de J. P. Rameau (07:37:00)
  6. Peter I. Tschaikowsky: Arioso ext. de Eugen Onegin (03:10:00)
  7. Paul Taffanel: Grande Fantaisie sur Francoise de Rimini d´Ambroise Thomas (20:06:00)
  8. Camille Saint-SaĂ«ns: Tarantelle pour flĂ»te, clarinette et piano op. 6 (06:44:00)
  9. Camille Saint-SaĂ«ns: Caprice sur des airs danois et russes op. 79 (10:26:00)
  10. Gabriel FaurĂ©: Les Joueuses de flĂ»te ext de PĂ©nĂ©lope (03:49:00)
  11. Paul Taffanel: Sicilienne Etude op. 7 (03:55:00)
  12. Gabriel FaurĂ©: Fantasie op. 79 (05:03:00)
  13. Paul Taffanel: Grande Fantaisie sur Mignon d´Ambroise Thomas (12:07:00)
  14. Paul Taffanel: Allegretto grazioso (01:09:00)
  15. Paul Taffanel: Allegretto scherzando (01:19:00)
  16. Paul Taffanel: Fantaisie sur Jean de Nvelle de Leo Delibes (08:12:00)
  17. Paul Taffanel: Quintette en sol mineur pour instruments Ă  vent:
  18. Allegro (09:32:00)
  19. Andante (06:11:00)
  20. Vivace (06:09:00)
  21. Camille Saint-SaĂ«ns: Romance op. 37 (05:31:00)
János Bálint, Nóra Mercz
Romantic Music for Flute and Harp (1993)
Bizet - Tchaikovsky - Gluck - Debussy - Ravel - Chopin
jpc
  1. Georges Bizet: Intermezzo from the Opera Carmen (02:32:00)
  2. Jules Massenet: Meditation from the Opera Thais (04:30:00)
  3. Auguste Durand: Premiere Valse in E Flat Major, Op. 83 (05:32:00)
  4. Georges Bizet: Menuet in E Flat Major (04:20:00)
  5. Claude Debussy: Petite Suite No. 1 - En bateau (04:09:00)
  6. Maurice Ravel: Vocalise-Ă©tude en forme de habanera (02:40:00)
  7. Auguste Durand: Chaconne in A Flat Minor (04:00:00)
  8. Christoph Willibald Gluck: Ballet in D minor (Dance of the Blessed Spirits) from the Opera Orfeo ed Euridice (07:27:00)
  9. Wolfgang Amadeus Mozart: Andante in C Major, KV 315 (06:18:00)
  10. Frederick Chopin: Variations in E Major on the Theme Non piu mesta from Rossini's Opera La Cenerentola (05:06:00)
  11. Edmund SchuĂ«cker: Mazurka in E Flat Minor, op. 12 (05:10:00)
  12. Nikolai Rimskij-Korsakow: Hindu Song from the Opera Sadko (03:26:00)
  13. Peter I. Tschaikowsky: Valse sentimentale in F Minor (02:45:00)
  14. Johann StrauĂź: Tritsch-Tratsch-Polka, Op. 214 (01:37:00)
Wurde im Studio aufgenommen, klingt aber nach einem Hallraum wie in der Kirche. Seltsamerweise kommt die Flöte dabei ganz aus der Ferne. Irritiert mich beim Hören. "Romantisch" im Titel ist wohl nicht musikhistorisch gemeint, sonst hätten Gluck und Mozart da nix verloren.

Literatur von/über Peter I. Tschaikowsky

Stand 29.03.2016