Musik und Gedächtnis

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Vermutlich kennt das jeder, auch jemand der selbst keine Musik macht. Musik kann Erinnerungen wecken und sogar die Gefühle, die man mal in einer Situation hatte. Ich habe das in letzter Zeit ziemlich häufig in den verschiedensten Zusammenhängen wieder erlebt.

Als kürzlich Whitney Houston starb und schon morgens der Radiowecker ihre Lieder spielte, da bekam ich so ein eigenartiges Gefühl. Das ist die Musik meiner Teenager-Tage, sie wieder zu hören hat ein bisschen meines damaligen Selbstgefühls wieder hochgeholt. Das war eigenartig, aber auch schön.

Heute hatte ich ein ähnliches Gefühl, nur für die Zeit als ich in den zwanzigern war. Heute habe ich mir nämlich eine Aufnahme des Shea Stadion Konzertes von Billy Joel auf Video angesehen. Das ist meine Musik, wenn ich mich von irgendeinem Musiker als “Fan” bezeichnen würde, dann von ihm. Diesmal kam zu diesem Erinnerungsschwall noch dazu, dass er inzwischen ganz gut gealtert ist. Da sass also ein fast zwanzig Jahre älterer Mann und spielte die Musik von “damals”. Da konnte ich aber sehr deutlich merken, wie viel Zeit seit damals vergangen ist. Ich habe mir fest vorgenommen, die Platten wieder rauszuholen…. schön.

Noch etwas viel besondereres ist aber Musik, die man selbst gespielt hat. Wir haben heute Flute en vacances von Casterede gespielt. Ein wunderschönes Stück. Wir haben das an der Musikschule im Quartett gespielt. Da war ich so zwischen 15 und 17 Jahre alt, ich weiß es nicht mehr so genau. Dann, ca. 10 Jahre später habe ich das wieder in einem Quartett gespielt, in Sankt Augustin. Beim ersten Mal an der Musikschule habe ich die erste Stimme gespielt. Das war damals ganz schön schwierig für mich und ich habe ordentlich geübt, vor allem am vierten Satz. Welche Stimme ich 10 Jahre später gespielt habe, das weiß ich gar nicht mehr. Naja und nun spielen wir es wieder, diesmal im Trio (die vierte Stimme ist sowieso ad libitum). Wir haben uns erst mal alle Stimmen angesehen, um dann heute zu entscheiden, wer welche übernimmt. Was soll ich sagen, die erste lief einfach noch immer. Beinahe ohne Probleme. Alle anderen Stimmen waren mir sehr fremd, obwohl ich definitiv in den 90ern nicht die erste hatte. Aber ich habe keine andere wiedererkannt.  Daran habe ich gemerkt, dass ich damals an der Musikschule wohl wirklich gut geübt habe. Und das hat gehalten, bis heute. Beim Proben kam heute dann so vieles wieder hoch. Ich habe die Gesichter meiner Mitmusiker an der Musikschule wieder vor mir gesehen. Ich konnte mich an den Proberaum erinnern und sogar an meine Haltung den anderen gegenüber, wie die Atmosphäre war bei den Proben und all das. Einfach alles war wieder da…. was Musik so alles bewegt. Und außerdem: wie lohnend wahres Üben doch ist, das hält eine Ewigkeit. Ist das nicht eine wunderbare Motivation?

Und je länger man musiziert, desto mehr akustische Erinnerungen sammeln sich an. Ich habe so oft Besuch von meiner Vergangenheit, wenn ich Pretty Woman im Radio höre oder den Radetzky Marsch oder die Sportpalast-Polka oder Billy Jean von Michael Jackson oder den Dritten Mann aus Harry Lime oder Words oder Africa von Toto oder In the Mood oder Just a Gigolo, oder, oder, oder…. so ist das, wenn man Blasmusik gemacht hat und Tanzmusik und Big Band und Orchester und Kammermusik. Natürlich (und glücklicherweise) sind nicht alle Erinnerungen mit viel Emotion verbunden und manchmal weiß ich auch nur: “das hab ich schon mal gespielt, was ist das bloß?”

Altern mit Musik. Vielleicht nicht immer schön, aber auf jeden fall VIEEEEEEEEEEELLLLLL besser als ohne…..

Schmerzen

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Uff….. irgendwann vor Wochen habe ich  auf 3sat aus der Reihe Giganten eine Folge über Beethoven aufgenommen. Mir war die Serie an sich nicht bekannt und ich habe auch in der Beschreibung gelesen, dass Beethoven von Uwe Ochsenknecht gespielt wird. Und dennoch konnte mich nichts auf diesen Schreck vorbereiten….. für mich geht das gar nicht. Ochsenknecht als Beethoven. Passt nicht, geht nicht, überzeugt nicht…… aua…..

Ich finde generell diese Architektur von Sendungen, in denen Filmbeiträge von Meinungen irgendwelcher Promis unterbrochen werden eher fragwürdig und oft nervig. In diesem Fall sprechen die Mutter, Masur, ein Pharmakologe (Namen vergessen, sprach über Schriftbild Beethovens) und Klaus Maria Brandauer? Warum denn der? Fachleute mag ich schon hören, aber was macht Brandauer zum Beethoven-Fachmann?

Und Ochsenknecht nimmt man einfach die Granteligkeit nicht ab, den Unmut, die Schwere, das Leid, das Außenseitertum. Schlechtes Casting…..

Widersprecht mir, wenn Ihr es gesehen und es Euch gefallen hat…. ich bin verwundert. Besser ein unbekanntes Gesicht für so eine Rolle.

Überraschungen

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Wie jeder Besucher im Impressum von Flutepage sehen kann, nutze ich Google Analytics. Das ist ein kleiner Softwareschnipsel, mit dessen Hilfe man nicht nur sehen kann, wie viele Menschen auf der Website waren, wie viele Seiten Sie aufgerufen und wie lange Sie geblieben sind, sondern auch, wie Sie da hin kamen, aus welchen Ländern und mit welchen Browsern Sie unterwegs waren und auch, wenn Sie die Sitesuche benutzt haben, was Sie so gesucht haben.

Das ist oft sehr informativ und hat mir auch geholfen, manche Seiten zu verbessern, Inhalte zu erweitern und manches mehr. Aber es gibt auch manches, was mich da immer wieder überrascht. Die vielleicht größte Überraschung für mich ist, dass der häufigste Suchbegriff für die Suche innerhalb der Seite (also das kleine Suchfeld oben links auf jeder Seite), das häufigste Suchwort also ist “querflöte”. Was fängt man nun mit so einer Information an? Was sucht jemand, der auf eine Webseite über Querflöten geht und dann auf einer Seite, wo es eigentlich um nix anderes geht als um diese Querflöten, “Querflöte” sucht. Ich würde den Leuten ja gerne helfen, aber da habe ich keine Idee zu.

Hat vielleicht jemand einen Vorschlag? Ich meine, ganz oben in der Navigation steht “Instrument”. Da geht es also um die Flöte selbst, ist das nicht verständlich? Ist da vielleicht jemand, der auch schon mal hier auf der Seite nach “Querflöte” gesucht hat und das hier jetzt liest? Wenn ja, bitte unbedingt melden. Ich möchte das verstehen und ich möchte ja auch gerne die Seite so machen, dass keiner was suchen muss, sondern alle alles nur finden.

Interessant ist auch, dass bei den Besuchern der englischen Seiten nur knapp 0,5% überhaupt suchen, bei den Besuchern der deutschen Seiten aber etwas mehr als 2 %. Auch irgendwie interessant.

Die beliebtesten Seiten sind übrigens die mit den Griffen bei den deutschen Besuchern, bei den Besuchern der englischen Seiten sind es die Seiten zur Geschichte der Flöte. Die werden anscheinend nicht mehr so oft von deutschsprachigen Besuchern aufgerufen.  Ich fürchte ja, dass das am relativ neuen Design mit den Bildern liegt. Daher gibt es neuestens einen einleitenden Text.

Ja, so funktioniert das mit der Statistik. Sie ist das Hauptkommunikationsmittel, über das sich mir die Besucher mitteilen. Außer den Kommentaren hier und gelegentlichen Mails, über die ich mich immer sehr, sehr freue. Es gibt übrigens auch viele Besucher im Forum, nur schreibt keiner was. Und offen gestanden, geht mir die Luft beim Monologisieren da auch allmählich aus.

Ja, so ist das. Vielleicht sollte ich mal eine Abstimmung über die Sinnhaftigkeit des Forums starten und dann einfach das Forum wieder einstampfen, wenn das eh keiner mag. Schade irgendwie…..

Und los geht es gleich morgen. Irish Folk mit Holz-Querflöte. Das gibt es um 20.30 Uhr im Kaffeehaus Ommersheim. Die Band heißt Itchy Fingers. Eintrittspreise sind mir leider nicht bekannt.

Im Orchesterhaus in Salzburg spielt Samstag, den 11.2. ab 19.30 Uhr die Musik: Flöte, Viola und Harfe unter anderem mit Werken von Ibert und Saint-Saens.

Am Samstag wird um 20 Uhr das Kulturfestival des Bodenseekreises eröffnet. Die Gala startet in der Waldorfschule in Rengoldshausen. Einer der Solisten ist der Flötist Jos Rinck.

Direkt nach dem Wochenende, Montag den 13. Februar kann man in Wien die wunderbare Kombination Flöte und Orgel hören. Um 19.30 Uhr spielen gegen Spenden Iva Kovac (Flöte) und Katarina Javora (Orgel) in der Lutherischen Stadtkirche.

Für alle, die lieber ein bisschen vorausplanen hier eine Empfehlung für Sonntag den 4. März. Um 19.30 Uhr spielen die Bläser des SWR in Stuttgart Sextett (Bläserquintett+Bassklarinette) im Kursaal in Bad Säckingen. Auch hier habe ich keine Informationen, ob und was das Vergnügen kosten wird.

Und jetzt noch ein Meisterkurs für den Sommer: Vom 1.-5. August findet in Liebenberg ein Meisterkurs mit Michael Martin Kofler statt. Kurs inklusive Vollpension gibt es für 550 €. Anmeldeschluss ist am 30. Juni. Alle Informationen gibt es beim Veranstalter, der DKB  Stiftung.

Und dann möchte ich noch ein wenig fachfremde Werbung machen. In meiner Heimatstadt Vaihingen/Enz finden dieses Jahr zum ersten Mal Gitarrentage statt. Möge es eine Tradition werden! Viel Erfolg wünsche ich.

Zwei Konzerte mehr

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Kommenden Mittwoch gibt das Universitätsorchester Bayreuth ein Jubiläumskonzert zum 20-jährigen Bestehen. Für Flötisten gibt es als Bonbon das Andante in C-Dur von Mozart. Los geht es um 20 Uhr im Europasaal des ZENTRUM, der Eintritt kostet 8 Euro, ermässigt 5 Euro.

Am 11. Februar werden die Havelländischen Musikfestspiele eröffnet. Am 21. Oktober findet ein Konzert des Festivals im Schloss Reckahn statt. Dort spielt Claudio Ferrarini mit Frank Wasser Sonaten von Quantz und seinem Schüler.

Vor einiger Zeit habe ich relativ ausführlich über verschiedene Onlineshops für Noten berichtet. Unter anderem auch, dass ich bei Zerluth viel zu viel für eine Ausgabe bezahlt habe.  Heute möchte ich als gerechten Ausgleich mal von meiner letzten Notensuche berichten.

Man suche Noten für eine Besetzung mit Altquerflöte und verzweifle. Es gibt Trios, Duos, Quartette, Quintette, in denen auch mal einer auf Alt wechseln muss (oder auch mal ne Oboe auf Englischhorn). So was kann man aber in keinem Notenshop finden, weil da dann nur steht 3 Flöten oder Bläser-Quintett. Keine Details, keine Hinweise auf Instrumentenwechsel. Zerluth ist da die positive Ausnahme. Unter Flötentrios ist jedes, in dem auch Alt besetzt ist ausgewiesen. Das nenne ich mal wirklich sinnvoll und durchdacht. Ich habe übrigens auch eine ausländische Ausgabe gefunden, die 50 Cent billiger war als bei der Konkurrenz. Und außerdem eine Handvoll, die gab es bei der Konkurrenz gar nicht. Man sieht mal wieder: der Preis ist nicht alles. Außerdem lohnt es sich immer zu vergleichen (gilt auch für vergriffene Buchausgaben, die man antiquarisch kaufen möchte)

Freizeitplanung

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Keine große Überraschung, es gibt weitere Konzert- und Kurstermine:

Am 7. und 8. Februar findet in Berlin an der Hochschule für Musik Hanns-Eisler ein Meisterkurs auf historischen Instrumenten mit Konrad Hünteler statt. Der Kurs beginnt an beiden Tagen um 10 Uhr und endet um 18 Uhr, Mittagspause ist von 13 bis 15 Uhr. Für Zuhörer ist der Kurs frei besuchbar. Das ganze findet statt im Galakutschen-Saal II. Zu einer möglichen Teilnahme ist mir leider nichts bekannt.

Das erste von sechs Konzerten zu Ehren Friedrich des Großen findet am 12. Februar im Schloss Nennhausen statt. Zu hören sind Texte von Theodor Fontane und Musik vom alten Fritz für Flöte und Spinett. Alle Informationen zur gesamten Konzertreihe finden sich bei den Havelländischen Festspielen.

Ebenfalls am 12. Februar gibt es um 18 Uhr in Frankfurt im Foyer des hr-Sendesaals Sextette in verschiedenen Besetzungen von Dvorak, Francaix, Bumcke und Büsing. Karten kosten 16 Euro, für Studenten und Schüler nur die Hälfte.

Am Sonntag den 18. März gibt es um 17 Uhr Musik für Bläserquintett, gespielt von den Bläsern der Gothaer Philharmonie im Treppenhaus im Schloss Friedrichsthal. Zugunsten des “Deutschen Versicherungsmuseums Ernst Wilhelm Arnoldi” erklingen Werke von Farkas, Ibert, Bach und Klughardt. Der Eintritt kostet 5 Euro und Karten sind ausschließlich im Vorverkauf erhältlich.

In der Reihe “Konzerte in der kleinen Residenz Wadern” ist dieses Jahr gleich zweimal Flöte zu hören. Am 15. September gibt es ab 20 Uhr Musik aus Ligurien von “I Liguriani” in der Besetzung Gesang, Violine, Gitarre, Dudelsack, Mandoline, Akkordeon und Holzflöte. Veranstaltungsort ist der katholische Pfarrsaal in Wadern. Der Eintritt kostet regulär 12 Euro, für Schüler ist er frei. Fast genau einen Monat später, am 12. Oktober ebenfalls um 20 Uhr spielt die Formation Baroque and Blue im Hochwaldgymnasium in Wadern Jazz von Bolling und Weinberg bis zu Versionen von Werken Händels. Die Besetzung ist Flöte, Klavier, Bass und Schlagzeug. Der Eintritt kostet auch hier 12 Euro und ist für Schüler frei.

Gestern war der 300. Geburtstag von Friedrich dem Großen. Und gestern war Pahud in der Kölner Philharmonie und zwar zusammen mit der Kammerakademie Potsdam und Trevor Pinnock. Das ist exakt die Besetzung, die auf der aktuell so heftig beworbenen neuen CD Flötenkönig zu hören ist.

Das Programm des Abends war denn auch eine Hommage an den musikalischen Hof Friedrichs, zu hören waren Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Franz Benda und Johann Joachim Quantz. Eingerahmt wurde dieses Sanssouci-Programm durch zwei Werke von Haydn.

Die Stückauswahl hatte uns ein bisschen verwundert, hätte es doch nahe gelegen, an seinem Ehrentag auch ein Werk des Königs erklingen zu lassen. Aber schließlich kam es auch so, denn die Zugabe Pahuds war der dritte Satz aus Friedrichs C-Dur-Konzert.

Die Philharmonie war, wie nicht anders zu erwarten, recht gut gefüllt. Das Publikum war eine interessante Mischung des üblichen dem Rentenalter nahen Konzertpublikums, einiger Schulklassen (vermute ich) und nach meiner Einschätzung einer nennenswerten Anzahl Flöte spielender Teenager, Frauen, Kinder, Männer.  Spürbar wurde die Mischung mit offensichtlich größeren Anteilen wenig Konzert erfahrener Besucher, als bei beinahe jedem Werk zwischen den Sätzen geklatscht wurde.

Nun kenne ich von anderen die Meinung, dass es doch egal sei, dass man klatschen soll, wenn einem etwas gefällt.  Ich bin da anderer Ansicht und zwar deswegen, weil man deutlich spüren kann, wie sehr das Klatschen zwischen den Sätzen die Musiker irritiert, es unterbricht den Fluss der Musik, den Spannungsbogen zwischen den Sätzen. Die Sätze sind schließlich durch einen inneren Zusammenhang verbunden. Es wäre also wirklich schön, wenn das Publikum dieses Konzentrationsbedürfnis, die Empfindung der Musiker, ein zusammengehörendes Werk aufzuführen, berücksichtigen würde. Mehr noch, als Hörer sollte man sich selbst darauf einlassen. Das kennt jeder, der öfter klassische Musik hört. Am Ende eines Satzes erwartet man bereits den Klang des Anfangs des nächsten. Ich möchte das mal mit einem guten Essen vergleichen. Ein gutes Gericht ergibt sich aus der Mischung der einzelnen Geschmacksrichtungen. Ein leckeres Stück Fleisch, etwas Gemüse, eine Soße. Man schiebt alles nacheinander in den Mund und genießt den Geschmack jedes einzelnen, woraus sich ein wunderbares Ganzes entwickelt. So ist es auch bei mehrsätzigen Werken, bei denen beispielsweise ein fröhlicher erster Satz in schnellem Tempo auf einen melancholischen langsamen folgt und dann vielleicht von einem furiosen Finale gefolgt wird. So stellt sich ein Gleichgewicht ein, die verschiedensten Bedürfnisse werden befriedigt, verschiedene Gefühle angesprochen. Der Applaus dazwischen kann den Genuss nur reduzieren. Was er im übrigen auch gestern tat, leider.

Zurück zum gestrigen Abend. Das Orchester spielte im Stehen. Ein zunächst sehr ungewohnter Anblick. Der Abend zeigte aber, wie viel Dynamik sich aus dem stehend Spielen ergab. Wenn ich recht gezählt habe, standen da 10 Geiger, drei Bratschen, zwei Kontrabassisten und je nach Werk zwei Flötistinnen, zwei Oboisten,  zwei Fagottisten, zwei Trompeter und zwei Hornisten. Und je nach Charaktertyp  und Musik standen sie eben nicht, sondern tanzten beinahe. Insbesondere der junge Konzertmeister lebte diese Musik, er animierte seine Mitmusiker, sprang sie teilweise geradezu an.

Ein frappierendes Beispiel waren die Synkopen der ersten Geige gleich zu Beginn des ersten Satzes der Sinfonia von Carl Philipp Emanuel Bach. Die Synkopen waren eine Provokation an den Rest des Orchesters. Und der Konzertmeister trat auf die anderen zu wie ein Grundschulkind, das immer wieder einen Schritt nach vorne tut, um den anderen ein “Ätschbätsch” zu zu werfen. Foppen nennt man so etwas. Es war eine wahre Freude ihm zuzusehen und zuzuhören. Das Zusammenspiel profitierte ungemein von diesem stehend Spielen, das ein ganz eigenes Schwingen erzeugte.

Bemerkenswert war auch der Einsatz von Naturhörnern und -trompeten. Ein sehr feiner Klang. Ich habe nicht ganz verstanden, warum das Blech auf solchen “alten” Instrumenten spielte, das Holz aber auf modernen.

Vor dem Orchester stand Trevor Pinnock am Cembalo. Im Programm wurde er als Dirigent bezeichnet. Dirigiert hat er aber ausgesprochen wenig. Er hat musiziert und wenn das Cembalo nichts zu tun hatte, legte er seine Hände links und rechts auf dem Cembalo ab. Er war mehr wie ein weiterer Kristallisationspunkt für die anderen, neben dem des Konzertmeisters (der in der Tat manchmal mehr Einfluss zu haben schien als Pinnock).

Nun zum erwarteten Hauptakteur des Abends, Emmanuel Pahud. Auftritt im Smoking (Jacke und Hose) mit schwarzem T-Shirt. Der gewohnt federnde Schritt auf die Bühne, Spiel von Noten und auch hier, das mir von ihm schon wohl bekannte Tänzeln. Weniger bekannt war mir aus anderen Konzerten das “Taktschlagen” mit dem Fuss, das vielleicht gar keines war. Es ergab sich teils aus den “Tanzschritten”, teils wirkte es wie ein ungeduldiges Anmahnen, schneller zu spielen.  Jede lange Phrase war frühzeitig am Atemholen mit weit geöffnetem Mund zu erkennen. Insgesamt zeichnet sich Pahuds Spiel immer wieder durch eine ausgeprägte Körperlichkeit, ein Spiel mit dem ganzen Körper, unter vollem Einsatz und mit einer sichtbaren elastischen Körperspannung, der eines Balletttänzers vergleichbar, aus.

Gleich der Beginn des ersten Flötenkonzertes, Quantz G-Dur, offenbarte den unglaublichen Ton in der Tiefe. Ein eindrucksvoller Einstieg des Solisten. Dieses Konzert war eines der ersten, die ich auf Schallplatte hatte (die LP hieß: Flötenkonzert auf Sanssouci) und zu dem ich mir auch die Noten besorgte und versuchte, mit der Aufnahme mitzuspielen. Im gestrigen Konzert wurde mir erst bewusst, wie tief sich diese Musik in mein Gedächtnis eingegraben hatte. Jede zusätzliche Verzierung Pahuds liess mich aufschrecken. Gleichzeitig erschien mir aus dem Gedächtnis die Musik gestern viel leichtfüssiger, tänzerischer und eleganter.

Pinnock schien den ganzen Abend über die Intention und Agogik des Solisten geradezu zu wittern. Pahud flirtete mit dem Orchester, man beflügelte sich wechselseitig, kurz: es war ein Genuss.

“Empfindsamer Stil”. Das war zu sehen und zu hören. Lebendige Musik, vielleicht beschreibt das den Abend am besten. Ein Genuss, der nur durch meine hartnäckige Erkältung und die Notwendigkeit unablässig Hustenbonbons zu lutschen und das wie oft in Köln nach der Uhr aufbrechende Publikum, das bereits zehn Minuten nach zehn mitten im Konzert in Scharen den Saal zu verlassen begann, getrübt wurde. Anschließend dann mit wund gelutschter Zunge nach Hause.

Die 46. Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt finden vom 14. bis 18.7. statt. Dozentin für Flöte ist Eva Furrer. Anmeldung ist bis Ende April möglich. Alle Informationen gibt es beim Internationalen Musikinstitut in Darmstadt.

Vom 29.07.-04.08. gibt es einen Kurs auf der Marienburg an der Mosel. Die Dozentin ist Natalia Gerakis, Klavierbegleitung  Alexander Puliaev. Teilnehmen kann vom Laien bis zum Studierenden jeder. Gearbeitet wird an Solo-Literatur (mit oder ohne Klavier), es gibt Einzel- und Gruppenunterricht, eventuell auch Ensemble (Flöten unter sich oder mit Teilnehmern der parallel verlaufenden Kurse für Gitarre, Blockflöte und Cembalo). Der Kurs kostet ohne Unterkunft 300 Euro (für Studenten 240 Euro), bzw. für Gasthörer 80 Euro. Alle Infos gibt es bei Kammermusikkurse im Kloster.

Die gleiche Zielgruppe, ein ähnliches Kursprogramm, allerdings mit Schwerpunkt auf Werken von Debussy und  Minas Borboudakis, die gleiche Dozentin, diesmal aber mitten in Athen. Das ganze findet statt vom 14.-21. September.  Teilnahmekosten: 250 Euro (Gast wiederum 80 Euro). Anmeldung und weitere Infos bei www.camerata.eu.

Hier noch ein paar Konzerte:

  • 26. Januar, 19.30 Uhr, Kaisersaal der Comburg in Schwäbisch Hall: Jazz mit Klavier, Kontrabass, Drums und Jochen Volle, der Saxophon, Klarinette und Flöte abwechselnd bedient
  • 29. Januar, 11 Uhr, Florentinersaal der Spielbank Baden-Baden: Regula Konrad (Sopran) und Solisten der Philharmonie Baden-Baden (Flöte, Klarinette, Cello, Harfe und Percussion) präsentieren Werke von Dowland, Ginastera, Goossens, Crumb und Berio
  • 29. Januar, 16 Uhr, Gemeindehaus Wittenberge: Flöte und Orgel (Sonaten von Friedrich dem Großen), gespielt von Kai Nerger (Flöte) und Johannes Wauer (Orgel)

Vielleicht eine der berühmtesten Arien überhaupt. Wir haben diese wunderbare Melodie aus dem Don Giovanni schon in der Grundschule in Musik behandelt (was sich mir bis heute eingeprägt hat). Die Variationen aus Beethovens Feder über diese Arie gibt es in zahlreichen Besetzungen unter Flötenbeteiligung (drei Flöten, Flöte – Klarinette – Fagott, Flöte – Violine – Bratsche und sicher noch in manch anderer Bearbeitung). Und nun habe ich einen Roman gelesen, in dem auch gerade diese Arie eine zentrale Rolle spielt.

Mal wieder ein Buch von dem von mir so gerne gelesenen Hanns-Josef Ortheil: Die Nacht des Don Juan. Es dreht sich, wie man aus dem Titel schon erahnen kann, um die Entstehung der Oper Don Giovanni. Die Geschichte handelt in Prag (logisch, da wurde Don Giovanni uraufgeführt). Neben den zu erwartenden Figuren Mozarts und seiner Frau sowie des Librettisten da Ponte, stehen Casanova und der Haushalt seines Gastgebers, des Grafen Pachta, im Zentrum der Geschichte.

Meines Wissens vermutet man, dass Casanova sich tatsächlich in Prag aufhielt zur Premiere von Don Giovanni, die Geschichte, die ihm eine Mitwirkung am Zustandekommen der Premiere unterstellt, stimmt vermutlich so aber nicht. Das tut dem Lesegenuss aber keinen Abbruch.

Das Buch beschreibt ein sehr sympathisches Paar Wolfgang Amadeus – Constanze, es handelt von Musik, Liebe und Genuss (wie oft und gerne bei Ortheil) und wählt eine Sprache, die einem das Prag des 18. Jahrhunderts und die Figuren sehr nahe kommen lässt. Es ist unverkennbar, dass Ortheil Mozart liebt. Er schafft es, in Worten die Musik so zu beschreiben, dass man den Wunsch hat, eine Don Giovanni-Aufführung zu besuchen (am liebsten sofort).

Kurz, es ist ein Buch, das mir warm ums Herz gemacht hat. Ein Buch für Musikliebhaber und auch für diejenigen, die gerne historische Romane lesen.

Dem kann abgeholfen werden. Mal wieder weitere Termine:

Das Konzert von Pahud in Sanssouci kommt am 22. Januar 2012 um 18.3o Uhr auf Arte! Wiederholungen für Frühausteher gibt es am 27.01. und 02.02. jeweils morgens um 6.00 Uhr. Alle Infos bei Arte

Gestern fand um 19 Uhr im großen Partika-Saal der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorfdas Klassenvorspiel von Prof.  Michael Faust statt. Ein wahres XXL-Ereignis, das letzte Werk war ungefähr um 23 Uhr verklungen, und das obwohl es zahlreiche Programmkürzungen gab, da ein Klavierbegleiter, der eigentlich für sechs auch teilweise längere Programmpunkte eingeplant war, kurzfristig schwer erkankte. An Herrn Faltermeier von hier aus unbekannterweise herzliche Genesungswünsche! Sicherlich hätte das Konzert ohne diese Kürzungen die Datumsgrenze zum Sonntag hin durchschlagen.

Für Herrn Faltermeier sprang in einigen Programmpunkten seine Kollegin Frau Wiemann ganz spontan und sehr souverän ein. Toll, wenn so etwas funktioniert.

Die Ankündigung lautete “Flötenmusik durch vier Jahrhunderte”, was beginnend bei Marais und endend bei Höller auch erfüllt wurde.  Aber eigentlich wurde das sogar noch übertroffen, da neben Flötentönen auch Kammermusikbesetzungen zu hören waren.

Aber jetzt erst mal der Reihe nach. Eröffnet wurde das Programm mit Mozart G-Dur-Konzert.  Aufgrund der Klavier-Situation jedoch nur der erste Satz, das Rondo entfiel, ebenso wie die Martin-Ballade (leicht verständlich, dass man das nicht eben mal vertretungsmässig übernimmt als Pianist). Für Flöte und Klavier erklangen außerdem La Merle Noir von Messiaen, einzelne Sätze aus der Undine-Sonate, der e-moll-Sonate von Bach sowie den Joueurs de Flûte von Roussel. Komplett dargeboten wurden die Franck-Sonate, Miniature I (wirklich eine Miniatur und mir vorher unbekannt) von Ferneyhough sowie die Sonatine von Dutilleux.

Unbeeinträchtigt von Krankheitsfällen standen die Werke für Flöte solo: (é)cri(t) von Holliger, die Carl Philipp Emanuel Bach Solo-Sonate, Scan von Höller (gleich zweifach) und und die Incantations von Jolivet, dargeboten von zwei verschiedenen Studenten (jeder spielte andere Sätze, so dass insgesamt einmal das Gesamtwerk erklang).

Die h-moll-Sonate von Bach erklang mit Cembalo, für die E-Dur Sonate wurde noch ein Cello dazu genommen, ebenso wie bei der dargebotenen Version de Folies d’Espagne von Marais.

Als größere kammermusikalische Besetzungen erklangen zwei Sätze aus dem Musikalischen Opfer in der Besetzung Flöte, Violine, Fagott und Cembalo sowie zwei Sätze aus dem wunderschönen Nielsen-Quintett.

Diese längliche Inhaltsangabe zeigt schon, dass es etwas Sitzfleisch brauchte, um das Ende in Form der Franck-Sonate zu erleben. Das führte dazu, dass in der Tat der Applaus im Verlauf der Veranstaltung mangels Publikum leiser wurde, was nichts mit der Leistung der Interpreten zu tun hatte. Zwei Pausen im Ablauf erlaubten das unauffällige Verschwinden, das aber auch durchaus zulässig war.

Die musizierenden Studenten aus der Klasse Faust, Maria Busch, Sayaka Ota, Miho Shirai, Jana Cuske, Vanessa Hepers, Claudia Tiller, Nathan Lange (der Quoten-Mann, sozusagen), Anna Hendriksen  und Svenja Kips sowie Antje Thiele (Privatschülerin)  boten Flötenspiel auf höchstem Niveau (was zu erwarten war).

Es gibt so viele Klischeebilder von Flötisten und Flötistinnen, ein solcher Abend zeigt, dass sie alle nicht wahr sind. Jede der Musikerinnen und natürlich erst recht der einzige Herr in der Runde, zeigten eine vollkommen eigene Persönlichkeit, in der Musik und auch in der Art und Weise der Darbietung. Spannend fand ich auch, zu sehen, ob und wie jeweils der Blick des Lehrers auf dem Weg aus dem Saal gesucht oder vermieden wurde. Als Nicht-studierter Musiker kann man bestenfalls ahnen, was so ein Klassenvorspiel jedem einzelnen bedeutet, schon gar, wenn es die letzte Feuerprobe vor dem Abschlusskonzert ist.

Insgesamt war die Atmosphäre aber eher angenehm entspannt, Moderation im freundschaftlichen Umgangston und Bühnenauf- und -abbau durch den Chef höchstpersönlich. Eigentlich ein Rahmen, der relativ wenig Stress aufkommen lassen sollte (auch durch die wenigen Zuschauer, die nicht zur Klasse gehörten), aber dennoch bleibt es natürlich ein Teil des Wegs zum (Traum-)beruf. Das lässt sich auch durch Kuschelatmosphäre nicht verhehlen.

Eine musikalische Bewertung möchte ich gar nicht vornehmen. Nur ein paar Auffälligkeiten, die mir persönlich besonders in Auge sprangen und die ich trotz der Menge der Eindrücke behalten habe. Die Klavierbegleiter fand ich alle ausgesprochen beeindruckend. Da hab ich in vergleichbarem Rahmen schon schlechteres gehört. Insbesonders beeindruckt hat mich der junge Dominic Chamot, der Antje Thiele sehr gefühlvoll und musikalisch begleitet hat. Auch die nur für die Franck-Sonate erschienene Frederike Möller bildete mit Jana Cuske eine eindrucksvolle Einheit (wobei ich  auch feststellte, dass das auch optisch sehr ausdrucksvolle Spiel der Pianistin mich etwas von der relativ wenig agierenden Flötistin ablenkte). Die letzte (nur in dieser Aufzählung) der Pianistinnen, Frau Wiemann, war ebenfalls die perfekte Begleiterin sowohl für die geplanten als auch für die aushilfsweise übernommenen Stücke. Toll.

Das Trio Flöte, hier Jana Cuske, Cembalo und Cello wirkte leider im Zusammenspiel ein wenig unsicher und wackelig, vielleicht eine Folge von zu wenig Probengelegenheiten? So was nimmt dann auch ein Stück weit Gestaltungsmöglichkeiten und bindet viel Konzentration.

Im Quartett Flöte (Claudia Tiller), Violine, Fagott und Cembalo entwickelte sich eine sehr musikalische Eigendynamik, vor allem zwischen Geige und Flöte. Der Fagottist (vielleicht gerade, weil er ein Mann war?), blieb dabei irgendwie ein wenig außen vor, was sich auch an (fehlenden) Blickkontakten und seinem etwas weiter abseits Stehen zeigte.

Das Quintett schließlich erschien mir als die musikalisch geschlossenste Gruppe. Hier konnte man jeweils die wechselnden Blickkontakte zwischen parallel laufenden Stimmen beobachten. Die Körpersprache harmonierte perfekt mit diesem gar nicht flötenlastigen Stück und es ergab sich ein homogener Gesamtklang, in dem aber jeder auch dann die Führung übernahm (und bekam), der gerade das Sagen hatte. Sehr gelungen. Rein optisch könnte man vielleicht sagen, hielt sich der Hornist noch am ehesten aus der visuellen Kommunikation heraus.

Bei den Solostücken konnte man die Eigenständigkeit und Verschiedenheit der Ausführenden (Maria Busch – Holliger, Sayaka Ota – CPE Bach, Claudia Tiller – Höller, Nathan Lange – Jolivet, Svenja Borgstädt – Höller und Jana Cuske – Jolivet) vielleicht am deutlichsten erkennen. Gerade auch im Falle des zweifach gespielten Scan oder der sich ergänzenden Darbietungen der Incantations. Einen “Faust”-Klang jedenfalls konnte ich nicht identifizieren. Ich könnte mir vorstellen, dass man bei einer so großen Zahl von Studierenden ohne Anwendung eines “Schemas” und “Einheitsziels” ganz schön Arbeit hat als Lehrer.

Was ist mir geblieben? Ich habe gelernt, dass für mich beim Hören auch der optische Eindruck eine Rolle spielt, die größer ist, als ich erwartet hatte. Das heißt, dass es mich irritiert, wenn Flötisten sehr “statisch” spielen. Ich selbst habe irgendwann angefangen, mich relativ viel zu bewegen beim Spiel, irgendwie ist das eine Art Reflex geworden, als Teil des musikalischen Empfindens und/oder Ausdrucks und auch für eine flexible Ein- und Ausatmung. Natürlich ist der Schluss, wer sich nicht bewegt, gibt nicht alles oder empfindet die Musik nicht, nicht richtig. Dennoch habe ich festgestellt, dass mir die “bewegten” Interpretationen einfach näher stehen und mich auch vollständiger erfassen (ich kann das nicht gut erklären). Manchmal glaubte ich auch tatsächlich, das eher “statische” Spielen auch im Musizieren wiedererkannt zu haben. Wie gesagt, ich bin aber kein Fachmann.

Ich fand, die spät auftretenden hatten einen wirklich schweren Job. Sich so spät noch zu konzentrieren, die Spannung so lange zu halten, das ist wahrlich nicht einfach. Chapeau!

Aus der Anzahl der jeweils gespielten Werke würde ich mal schließen, dass Maria Busch, Claudia Tiller und Jana Cuske in Kürze ihren Abschluss machen. Sollte das so stimmen, wünsche ich viel Erfolg dafür und natürlich für den mindestens ebenso schwierigen Teil der Berufsfindung, der dann folgt. Danke für einen langen aber sehr schönen Abend!

Es gibt noch mehr Termine vorzumerken:

  • 15. Januar 2012, 17 Uhr in der Fachakademie für Sozialpädagogik in Krumbach
    Konzert für Flöte und Gitarre
    Der Eintritt kostet was, wieviel weiß ich nicht
    Zu hören sind Werke von Giuliani, Villa-Lobos, Debussy und anderen
  • 15. Januar 2012, 19 Uhr im Kirchencafe Falkenberg in Norderstedt
    Kleinkunstabend mit demDuo per Tutti(Flöte und Klavier)
    Der Eintritt beträgt 9 Euro
    Zu hören sind Werke von Vivaldi, Tomasi, Köhler und anderen
  • 29. Januar 2012, 11 Uhr in der Allerheiligen Hofkirche in München
    Benefizkonzert mit Andras Adorjan für einen nach einem Sportunfall querschnittsgelähmten jungen Mann
    Eintrittspreise zwischen 23 und 39 Euro, davon gehen 100% an den Kranken
    Gespielt werden Werke von Mozart, Dvorak und Schulhoff
  • 24. Februar 2012, Uhrzeit nicht bekannt, im Kommandantenhaus auf dem Dilsberg
    nochmal Flöte und Gitarre, mit dem Duo Bozza
    Eintrittspreise sind mir nicht bekannt
  • 11. März 2012, 18 Uhr im Stubenhaus Staufen
    Konzert Flöte und Harfe
    Eintrittspreise von 7,50 Euro (ermässigt) und 15 Euro
    Auf dem Programm stehen Werke von Saint-Saens, Fauré, Debussy und anderen
  • 18. März 2012, 18 Uhr in der Gaststätte Hauser in Schaephuysen
    “Jazz geht’s los”
    mit dem “JazzExpress” aus Bottrop
    Eintrittspreise, ob und wieviel, sind mir leider nicht bekannt
  • 25. März 2012, Uhrzeit nicht bekannt, in der Lindheimer Kirche
    „Principe und Principessa“
    mit dem Duo Mignarda (Flöte und Laute am Berliner und Bayreuther Hof)
    Der Eintritt kostet regulär 10 Euro, für Mitglieder der Altenstädter Gesellschaft 8 Euro
  • 19. Mai 2012, 20.30 Uhr im Schloss Wolfsburg
    Uraufführung “Der Trommler”
    für Schlagwerk, Klavier, Klarinette, Flöte, Cello und Harfe von Birke Bertelsmeier  im Rahmen des Festivals movimentos
    Der Eintritt kostet 20 Euro
  • 25. Mai 2012, 17 Uhr im Gewehrsaal des alten Schlosses Ettersburg
    Eröffnungskonzerts des Festivals mit Wally Hase und Thomas Wellen
    Der Eintritt kostet 16 Euro
    Gespielt wird wieder Schulhoff, diesmal zusammen mit Bach
  • 28. Oktober 2012, Uhrzeit nicht bekannt, im Schloss Herten
    Musik für Flöte und Gitarre mit dem Duo SyrinxX
    Eintrittspreise sind mir nicht bekannt 
  • 10. November 2012, Uhrzeit nicht bekannt, Stiftskirche Sunnisheim in Sinsheim
    Bläserquintett Caterva
    in der Konzertreihe der Kulturstiftung Rhein-Neckar-Kreis 

Lexikon der Flöte

1 Kommentar

Aktuell habe ich mich bis zum Buchstaben L durchgearbeitet. Da das beinahe die Hälfte ist, denke ich, kann ich schon mal ein paar meiner Eindrücke hier von mir geben.

Das Lexikon erweckt den Eindruck, einen Spagat zwischen Nachschlagewerk und “interessanter Lektüre” versuchen zu wollen. Leider gelingt das nicht so gut, finde ich. Die Artikel sind in Stil und Länge sehr unterschiedlich. Gerade bei den Biographien, von denen ich am meisten gelesen habe, wird häufig sehr viel Information außen herum mit in die Artikel hineingepackt. Leider sind auch viele biographische Daten nicht korrekt (verglichen mit diversen Quellen im Internet). Viele Texte gleiten in eine sehr subjektiv erscheinende Darstellung ab. Auch die Auswahl der aufgenommenen Personen ist für mich in vielen Einzelfällen nicht ganz nachvollziehbar.

Toll ist die große Ansammlung von Informationen zum Repertoire der Flöte. Da gibt es vieles rund um die Werke und auch einfache Listen von Werken mit Flöte am Ende von biographischen Artikeln. Der Versuch, flötistische Inhalte (soll heißen Anleitungen zu Spieltechnik) in ein Lexikon zu packen, war mutig, konnte aber eigentlich nicht wirklich klappen, denke ich. Vieles ist hier ja auch sehr subjektiv und ich erwarte von einem Lexikon eine mehr sachliche, objektive Darstellung. Kurz, man würde sich häufig eher trocknere, sachliche oder gar wissenschaftliche Definitionen wünschen und findet stattdessen eher persönliche Ansichten oder auf andere Art nicht sehr sachlich wirkende Prosa (kann ich schwer in Worte fassen).

Bei den Artikeln zu Personen würde ich mir unterhalb des Namens neben den Lebensdaten noch jeweils ein Stichwort zur Einordnung wünschen (Flötist, Blockflötist, Komponist oder ähnliches). Das ist vermutlich für jemand, der gezielt nach jemandem sucht nicht so wichtig, aber durch die teils sehr ausführlichen Artikel und den Schreibstil ist das Lexikon sowieso nur bedingt als Nachschlagewerk anzusehen.

Kurz, für weitere Auflagen ist auf umfangreichen Feinschliff zu hoffen. Das ganze ist ja auch ein echtes Mammutwerk mit über 900 Seiten.

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