Die Pflege der Querflöte

Nach dem Spielen sollte man die Flöte immer mit einem saugfähigen möglichst fusselfreien Tuch auswischen. In der Regel liegt jedem Instrument zu diesem Zweck ein Putzstab bei. Das Tuch wird durch den Schlitz am Ende des Stabes gezogen und dann um die Stange gelegt. Die Dicke und Größe des Tuches ist so zu wählen, dass die Stange mit Tuch ohne großen Kraftaufwand durch die Flöte gezogen werden kann, das Tuch aber dennoch rundherum Kontakt zur inneren Wand des Flötenrohrs hat.

Das Auswischen beginnt am Fuss, da hier die geringste Menge Kondenswasser zu erwarten ist. Würde man dagegen zuerst den Kopf auswischen, würde viel Feuchtigkeit von dem Tuch in der Flöte und an den Polstern der Klappen verteilt. Man beginnt also am Fuss und arbeitet sich über das Mittelstück zum Kopf vor. Beim Putzen des Kopfes wird das Tuch über die Spitze des Stabs gelegt, um beim Anstossen am Stimmkork nicht unnötig Kratzer oder ähnliches zu verursachen. Den Kopf nicht zu schwungvoll auswischen, ein Stimmkork kann auf diese Art auch verschoben werden, das führt zu Intonationsfehlern innerhalb der Skala.

Die Position des Stimmkorkes kann bei auftretenden Intonationsproblemen geprüft werden, indem das untere Ende des Putzstabs in den Kopf eingeführt wird. Die meisten Putzstäbe weisen am unteren Ende eine Rille auf, die bei korrektem Sitz des Stimmkorks exakt in der Mitte des Mundlochs sichtbar wird.

Eine Flöte sollte niemals auf Sitzgelegenheiten wie Sofas, Stühlen oder Bänken liegen gelassen werden, garantiert setzt sich dann auch irgendwann jemand darauf. Beim Hinlegen darauf achten, dass das Instrument nicht auf den Klappen zum Liegen kommt. Beim Halten der Flöte ist der sicherste Griff der oberhalb der obersten Klappe am Mittelstück. Der Kopf oder Fuss kann sich unvermittelt vom Rest des Instruments lösen wenn das gesamt Gewicht des Instruments daran zieht.

Bei hoher Luftfeuchtigkeit oder nach längerem Spielen kann es passieren, dass die Klappen der Flöte schmatzende Geräusche erzeugen. Das einfachste Mittel gegen diese Störung ist Zigarettenpapier. Man entfernt den Klebestreifen, legt das Papier unter die "laute" Klappe, schließt diese mit wenig Druck und zieht das Papier bei geschlossener Klappe heraus.

Die Anwendungsweise ist mit Yamaha Powder Paper die gleiche. Durch das Puder wird die Feuchtigkeit schneller gebunden. Für den Fall, dass sich sichtbare Nässe unter einer Klappe sammelt (Blasenbildung), kann man das ungepuderte Cleaning Paper von Yamaha verwenden.

Neuerdings gibt es außerdem von BG France spezielle Polstertrockner aus einer Art Mikrofasertuch und einen flüssigen Reiniger "Pad Juice" für Verschmutzungen der Polster

Autor: Claudia Haider; Stand 10.04.2013