Die Partialtonreihe (oder Obertonreihe)
Die folgende Abbildung zeigt die Partialtonreihe des C1 im Bereich des Flötenumfangs:
Die Obertonreihe ergibt sich aus der Partialtonreihe, wenn man den Grundton wegläßt. Beim aktiven Flötenspiel findet man die Obertöne beim Überblasen wieder. Das sogenannte Oktavieren, bei dem durch die Änderung des Ansatzes die höhere Oktave erreicht wird, wobei zunächst häufig keine zusätzlichen Griffe erforderlich sind, führt zur Verdoppelung der Frequenz, wobei der erste Oberton oder auch zweite Partialton erzeugt wird.
Bei einigen Tönen der zweiten Oktave (d und dis) dient das Öffnen einer Klappe der besseren Ansprache, wobei die geöffnete Klappe ein sogenanntes Überblasloch schafft (vergleichbar einer Oktavklappe bei anderen Instrumenten).
Die in der dritten Oktave häufigen Gabelgriffe ergeben sich daraus, daß ein offenes Loch statt zum Verkürzen der schwingenden Luftsäule auch als sogenanntes Schalloch dienen kann. Diese Schallöcher müssen nahe der Stelle liegen, an der sich durch die Frequenzerhöhung beim Überblasen ein zusätzlicher Druckknoten bilden soll.
Das F3 ergibt sich beispielsweise wahlweise durch dreifaches Überblasen des F1 oder durch zweifaches Überblasen des B1. Der Gabelgriff auf der Flöte kombiniert also den Griff für F1 mit dem geöffneten Schalloch an der Stelle, wo für das B1 das Endloch liegt.