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2 Jobs und 3 Konzerte

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Der NDR sucht eine koord. 1. Solo-Flöte. Vorspieltermin ist am 24. Februar 2015. Alle weiteren Informationen für eine Bewerbung finden sich auf der Website des Senders.

Ebenfalls im Norden, am Theater Kiel wird ab dem 1. November für die Spielzeit 2014/2015 eine 2. Flöte für das Philharmonische Orchester Kiel gesucht. Alle Infos online.

In der St. Antonius Kirche in Fintel spielen am 26. September 2014 um 19 Uhr Martina Kunkel (Quer- und Blockflöte) und Harald Wießner (Orgel und Klavier) Werke der Kirchenmusiker Michael Schütz und Hans-André Stamm. Der Eintritt ist frei.

Am 26. September 2014 um 21 Uhr findet im Jazzclub Ludwigsburg ein besonderes Konzert statt:  „Stephanie Wagners Quinsch„, ein Quintett in der Besetzung Querflöte, Saxofon, Klavier, Kontrabass und Schlagzeug.

Am 27. September 2014 um 15 Uhr spielen Annegret Rutenberg und Sabine Chmura mit Flöte und Klavier im Teezimmer im Kartausgarten in Eisenach unter dem Motto „Tête à Tee mit Flöte“. Zur Musik wird Tee nach russischer Art serviert.

Passend zum Urlaub hier eine Menge internationaler Kurse und Konzerte. Dafür also ist Facebook wirklich ganz gut zu gebrauchen:

  • Am 5. Juli 2014um 17.30 Uhr  feiert das Trio d’Argent (3 Querflöten: François Daudin Clavaud, Michel Boizot und Xavier Saint-Bonne) im Le Triton in Les Lilas sein 30-jähriges Bestehen. Der Eintritt kostet zwischen 8 und 20 Euro.
  • In San Gemini (Terni) findet am 14. Juli 2014 ein Meisterkurs mit der Dozentin Monica Finco statt. Das Flötenorchester wird von Katalin Gajdos geleitet. Alle Informationen sind auf www.acart.it zu finden.
  • Ebenfalls in Italien, diesmal in Masera steigt vom 18.-20. Juli zum sechsten Mal der Jazz Flute Summer Workshop. Die Dozenten sind Michele Gori und Stefano Benini. Eine Teilnahme an allen drei Tagen kostet 150 Euro, es sind auch kürzere Dauern buchbar. Alle Infos sowie die Anmeldung unter info@jazzflutemusic.net.
  • Ein spezielles Piccolo Camp kann man in Italien auch besuchen. Vom 22. bis 24. Juli 2014 lehren Nicola Mazzanti & Matjaz Debeljak in Grado. Infos und/oder Buchung unter ottavinopiccolo20@hotmail.com.
  • Vom 25. Juli bis 3. August 2014 findet in in Diekirch (Luxemburg) das 26. Forum für Flöte und Klavier statt. Organisiert wird das Ganze von Carlo Jans, der auch unterrichtet. Weitere Mitwirkende sind die Flötisten Davide Formisano, Gaby Pas-Van Riet, Wally Hase, Alan Weiss, Qiling Chen, Sanqing Chen, Sergej Tikhonov und Piccolist Peter Verhoyen, am Cembalo Ewa Rzetecka, die Klavierbegleiter Cordula Hacke, Katrin Reifenrath, Michael Zieschang und Klavier-Professor Daniel Blumenthal. Als Aussteller werden Adams European Flute Centre, Mancke Flutes, Haynes Flutes und Parmenon Flutes vor Ort sein. Anmeldungen sind noch die nächsten 20 Tage im Internet möglich.

Die ungewöhnliche Besetzung Querflöte, Cello und Gitarre ist heute, am 16. Mai 2014 in der Laurentiuskirche in Usingen zu hören. Um 21 Uhr beginnt das Nachtkonzert des Lenz-Trios. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Das hochkarätige Duo Emmanuel Pahud und Khatia Buniatishvili tritt am 21. Mai 2014 um 20 Uhr im Trifolion Echternach auf. Gespielt werden Schubert, Schumann und Faure (Bearbeitung der Violinsonate).

Das Musikhaus Knopp in Saarbrücken bietet am 24. Mai 2014 einen Workshop für Flöte und Gitarre an. Für 25 Euro kann man nach Voranmeldung mitmachen. Die Dozenten sind Burdette Becks (Flöte) und Bo Gebhardts (Gitarre).

Am 15. Dezember 2014 um 20 Uhr spielt in Luxemburg in der Philharmonie Emmanuel Pahud mit „Les vents francais“ ein Quintett-Konzert in der Reihe „Soirées de Luxembourg“.

Dieses Wochenende, 10. und 11. Mai 2014 finden an der Musikhochschule Würzburg die Flute Days 2014 statt. Geboten werden Meisterklassen, Konzerte, Workshops und ein Flötenorchester. Veranstalter sind die Deutsche Gesellschaft für Flöte e.V. und die Musikhochschule Würzburg.

An der Musikhochschule Rostock gibt es am Montag Abend, 12. Mai 2014, ab 17 Uhr ein Flötenvorspiel. Der Eintritt ist frei.

Im Konzertsaal der Hochschule für Musik in Saarbrücken spielen am 18. Mai 2014 um 18 Uhr Grigory Mordashov (Flöte) und Grigor Asmaryan (Klavier) Werke von C. Ph. E. Bach, Sancan, Taffanel und Prokofiew.

Flutissimo und Hochschule für Musik in Mainz veranstalten am 11. und 12. Oktober 2014 das erste Mainzer Flötenfestival. Auch hier gibt es Meisterkurse, Konzerte und Workshops, dazu aber auch Kinderkurse und eine große Instrumenten- und Notenausstellung.

  • Sonntag den 27. April 2014 bringt Arte von 16:45 bis 18.05 Uhr in 3 Folgen eine Dokumentation, die ein Jahr verschiedene Studenten der Juilliard School in New York begleitet hat: Tänzer, Musiker und Schauspieler.
  • Ebenfalls auf Arte, direkt im Anschluss 18.05 Uhr bis 19.15 Uhr eine Aufnahme der Berliner Philharmoniker unter Rattle von den zwei letzten Mozart-Symphonien, aufgenommen in Luzern 2013
  • Wiederum auf Arte kommt am Montag den 28. April 2014 um 0.00 Uhr ein fast einstündiges Portrait des Komponisten Isang Yun, gleichzeitig ein Dokument der Spaltung Koreas.
  • Am ersten Mai 2014 überträgt die ARD von 11 bis 13 Uhr das Europakonzert der Berliner Philharmoniker
  • 9.-11. Mai 2014, Forum Artium in Georgsmarienhütte: Flöte und Traversflöte mit Klaus Holsten (220 Euro, Studenten 180 Euro, passive Teilnahme 100 Euro, Unterkunft 130 Euro)
  • 25.-28. September 2014, Forum Artium in Georgsmarienhütte: Traversflöte mit Barthold Kuijken (250 Euro, Studenten 200 Euro, passiv 120 Euro, Unterkunft 200 Euro)
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Vergangenes Wochenende war es so weit. Das Adams Flute Centre lud wieder mal zum Flötenfestival in Ittervoort, kurz hinter Roermond. Vor drei Jahren war ich schon mal da und habe auch hier davon berichtet. Das Festival war angekündigt mit Instrumentenausstellung, Konzerten, Meisterkursen und Workshops. Um den voraussichtlich sehr überfüllten Samstag zu vermeiden und weil ich nicht zum großen Gast-Star James Galway wollte, nahm ich mir also für Freitag einen Tag frei.

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Bei der Anmeldung empfand ich die Seiten mit dem Programm und der Anmeldung als sehr unübersichtlich. Ich interessierte mich besonders für die Masterclasses bei Natalia Gerakis und Anne-Catherine Heinzmann als Zuhörer und für den Workshop von Camilla Hoitenga. Über die entsprechenden Online-Formulare meldete ich mich also an und da die Meisterklassen von morgens bis nachmittags eingetragen waren,  wies ich darauf hin, dass die Buchungen nur gälten, wenn es möglich wäre, nach dem Workshop den Raum zu wechseln. Das Geld wurde direkt über Kreditkarte einbehalten, eine Antwort auf die Frage, ob ein Wechsel möglich wäre, habe ich leider nie erhalten. Die Buchungsbestätigung enthielt den Hinweis, dass genauere Angaben per Mail folgen würden.

Etwa eine Woche vor dem 4.4. kam dann tatsächlich eine Mail, dass man sich spätestens eine halbe Stunde vor der aktiven Teilnahme (der Workshop) im OG beim Festival-Sekretariat anmelden solle. Leider enthielt das Mail keine weiteren Angaben zur Möglichkeit, in die Meisterkurse mit Verspätung reinzugehen oder zu der Frage, wie der Workshop ablaufen würde.

Am Freitag morgen zeigte sich dann an besagtem Sekretariat (einem Tisch mit zwei jungen Herren direkt am Kopf der Treppe) eine lange Schlange. Die Ursache? Man hatte anscheinend die Batches für Freitag nicht oder fehlerhaft ausgedruckt und musste nun nochmals drucken und laminieren. Die angekündigte Instrumenten-, Noten- und CD-Ausstellung war noch reichlich unbesetzt, schwierig also, die Wartezeit irgendwie halbwegs spannend zu verbringen. Als die Anmeldung dann lief, erhielt ich ein Namensschild zum Umhängen mit meinem Namen und den gebuchten Kursen. Ohne einen Hinweis auf das wie und wann. War mittlerweile auch egal, ich hatte erfahren, dass Gerakis und Heinzmann  gar nicht anwesend waren, da deren Kurse zu schlecht gebucht waren. Gesagt hat mir das bei der Anmeldung keiner, erfahren habe ich es von Camilla. Von anderen Workshop-Teilnehmern hörte ich, dass man andere Kurse besuchen sollte. Viel war da ja nicht mehr zur Wahl, da der Vormittag mit dem Workshop belegt war…. naja. Schön wäre eigentlich, wenn der Veranstalter die angemeldeten Teilnehmer (aktiv und passiv) über derartige Ausfälle von sich aus informieren würde. Streng genommen würde ich die Möglichkeit erwarten, mein Geld zurückzubekommen.

Erstes Fazit also: total schlecht organisiert, kein Service für diejenigen, die etwas gebucht haben und eine nicht nachvollziehbare Preisstruktur (warum nimmt man von Zuhörern 5 Euro? Zumal wenn die Teilnahme überhaupt nicht kontrolliert wird?). Alles sehr eigenartig.

Die Ausstellung enthielt die üblichen Verdächtigen: Mancke-Köpfe, Kingma-Flöten, Haynes, Pearl, Powell, die Edition Kossack, der nette kleine niederländische Notenladen, der letztes mal auch da war und….. eine Reihe leere Tische, weil wohl auch einige Aussteller lieber erst Samstag kommen wollten (darauf wurde man bei der Anmeldung aber auch nicht hingewiesen).

Die perfekte Entschädigung für diese kleineren Unbillen war mein Workshop. Quarter Notes…. auf Basis meines schlechten Englisch hatte ich irgendwas in Sachen Vierteltöne erwartet, war zuvor aber schon von Camilla aufgeklärt worden, dass es um Viertelnoten ging…. Viertel im Wandel der Zeiten sozusagen. Freitag morgen machte sie aus dem Workshop einen kleinen Meisterkurs. Ich durfte ein Stück Schubert spielen, wobei ich von der angenehmen Atmosphäre profitierte. Normalerweise traue ich mich gar nicht an solchen Veranstaltungen aktiv teilzunehmen. Diesmal waren wenig Studenten anwesend, was mir die Sache sehr erleichterte.

Thema des Workshops waren also Viertelnoten als beispielhafte Größe für Stilfragen sozusagen. Die Frage also, ob bei einem Stück eine Note von Anfang bis Ende in voller Lautstärke zu spielen wäre oder aber abphrasiert werden sollte, welche Gestaltungsspielräume in den verschiedenen Epochen und bei den verschiedenen Komponisten bestehen und wie viel Kenntnis der Entstehungsgeschichte eines Werkes und der Biographie des Komponisten erforderlich sind, um die richtigen Entscheidungen in Sachen Gestaltung zu treffen. Sehr komplex, sehr spannend und sehr anschaulich vorgetragen.

Nach mir spielte dann die einzige Studentin des Tages. Sie war extra aus Luzern angereist, um aus berufenem Mund mehr Informationen zur Ausführung von zwei Werken von Kaija Saariaho zu erhalten. Für mich war es die erste Berührung mit deren Musik, zuvor kannte ich nur den Namen. Wir hatten das Glück, während der Erläuterungen auch die Partitur vor uns sehen zu können und ich war total beeindruckt. Da war so viel neues zu lesen und es gab so viele Anweisungen und Symbole, dass ich gar nicht wüsste, wie man das üben sollte. An für mich völlig neuen Techniken sind insbesondere der Doppeltriller, notiert als zwei Schlangenlinien übereinander, und das Spielen und gleichzeitige Sprechen hängen geblieben. Der Doppeltriller wird übrigens ausgeführt, indem man mit Zeige- und Mittelfinger abwechselnd auf eine Klappe trommelt, statt diese wie im normalen Triller mit einem Finger zu öffnen und wieder zu schließen. Das klingt echt witzig und ist glaube ich gar nicht einfach….

Der Workshop war also wirklich spannend und darum habe ich dann nachmittags einfach auch gleich Ihre Masterclass besucht. Da gab es noch mehr Saariaho von der Luzernerin und anschließend habe ich sie dann zum Bahnhof gefahren, da der Shuttle-Service von Adams leider auch nicht so unproblematisch funktionierte, dass man sich für einen Anschluss darauf hätte verlassen wollen.

Als letzten Termin des Tages habe ich dann nach meiner Rückkehr noch das Konzert von Camilla Hoitenga und Cordula Hacke besucht. Der Saal ist eigentlich eine Blechhalle, vergleichbar mit dem Adams-Hauptgebäude. Von der Galerie der oberen Etage waren schwarze Moltons herabgehängt, in der Mitte des Raums stand eine Bühne aus mobilen Podesten, mit Lichtanlage, Werbung für den parallel ablaufenden Wettbewerb und einem tragischerweise bescheiden klingenden Flügel (Marke blechern scheppernd). Dank des vielen Stoffes (rund um die Bühne hing noch so ein Vorhang) war die Akustik mega ober super trocken.

Auf dem Programm standen American classics in Form eines mehrsätzigen Werks von Copland (Titel weiß ich leider nicht mehr), einige Lieder von Barber aus den 50ern, die aber klingen wie höchstens von 1920 (einfach traumhaft schön und meine Entdeckung des Tages) und zwei Valentines aus dem gleichzeitigen Heft von Carol Wincenc. Die Sammlung umfasst Werke, die befreundete Komponisten für die Flötistin geschrieben haben und auch hier konnte man echte Kleinode entdecken.

Während des Konzertes öffnete sich die Tür und James Galway lief mit seinem Gepäck quer durch den Saal. Witzig. Er war DER Flötist meiner Pubertät und nun habe ich ihn das erste mal live gesehen (wenn auch ohne Flöte).

Es war also sowohl ein ereignisreicher und auch interessanter Tag, dennoch würde ich nicht nochmal einen Freitag für meinen Besuch wählen…..

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