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Frans Vester war ein großer unter den Flötisten, Mitbegründer des Danzi Quintetts und einer derer, die sich schon sehr früh mit der authentischen Aufführung alter Musiker auseinandergesetzt hat. 1985 hat er die hier beschriebene Zusammenstellung von Flötenmusik aus dem 18. Jahrhundert herausgegeben. Das ist schon ganz schön lange her, fast 30 Jahre, aber neuer muss nicht immer besser sein und das 18. Jahrhundert ist ja nun sowieso schon ne ganze Weile vorbei 🙂

Hier also, wie gewohnt, einige „technische Details“. Ich habe mir die „Taschenbuch-Ausgabe“ des Schmökers zugelegt. Die Bezeichnung ist relativ, da bräuchte es schon eine große Tasche für. Das Format ist ca. DIN A 5, dafür hat es etwas über 570 Seiten. Die Ausgabe ist bei Musica Rara erschienen und über Breitkopf und Härtel zu beziehen.  Die bibliographischen Daten sind:

Frans Vester

Flute Music of the 18th century

Musica Rara, Monteux France, MR 2124, 1985

ISBN 2-9500646-0-4

Die Werke sind im Teil eins aufgelistet und machen mit über 500 Seiten logischerweise den Hauptteil des Bandes aus. Sortiert ist die Repertoireliste nach Komponisten alphabetisch. Bei den Werken eines Komponisten kommen zuerst Konzerte für Flöte oder auch für andere oder mehrere Instrumente, dann kommen Sonaten, Kammermusik, Soli und all so was. Die Liste umfasst „moderne“ Ausgaben, alte Ausgaben und Handschriften gleichermaßen.

Zu jeder Ausgabe werden Titel, Besetzung, Verlag und Jahr der Ausgabe und gegebenenfalls Angaben zu Bibliotheken, in denen die Ausgaben zu finden sind, wiedergegeben.

Im zweiten Teil erfolgt eine Gliederung nach Besetzung. Erstes Ordnungskriterium ist die Anzahl der besetzten Stimmen, darunter liegt eine Gliederung nach Begleitinstrumenten, umfassend die folgenden Kriterien:

  • mit Bass(o continuo)
  • mit obligatem Cembalo
  • mit Cembalo oder Klavier
  • mit Klavier
  • mit Bläsern
  • mit Streichern
  • mit Bläsern und Streichern

Diese Struktur wird für alle Besetzungen bis 10 Instrumente genutzt. Bei größeren Besetzungen gibt es keine Untergliederung mehr.

Innerhalb der Besetzungsgruppe werden dann die Namen der Komponisten aufgeführt, die für dieses Werk geschrieben haben, die Werkangaben müssen dann im ersten Teil rausgesucht werden.

Abgerundet wird die Liste der Ausgaben durch eine Einleitung von Frans Vester und durch eine Anleitung für den Gebrauch des Buches. Das erforderliche Abkürzungsverzeichnis fehlt natürlich auch nicht.

Das Ganze ist in englisch gefasst, aber das dürfte kein Problem sein, weil ja kaum Text zu lesen ist und die Titel der Ausgaben sind natürlich in Originalsprache.

Ich finde die Darstellung insgesamt sehr hilfreich, kann allerdings auf den ersten Blick die Sortierung der Werke eines Komponisten nicht überblicken und musste daher bei meinen ersten Betrachtungen immer relativ viel rumsuchen. Ich verstehe außerdem nicht so ganz, warum im Teil 2 nicht die durchlaufende Nummerierung im ersten Teil verwendet, sondern nur die Komponistennamen.

Ansonsten werde ich in nächster Zeit da öfter mal die Nase reinstecken und Besetzungen raussuchen, die sich für die Transkription für Flöte, Klarinette und Klavier eignen… ich freu mich drauf.

Ich gebe zu, wirklich gelesen habe ich das nicht. Wäre wohl etwa so unterhaltsam wie ein Telefonbuch. Aber durchgeblättert und ein wenig gestöbert wohl, sonst würde ich mich hier natürlich nicht dazu äußern.

Der über 400 Seiten starke Band hat etwa DIN A 5-Format. die Paperbackbindung macht das Aufschlagen ein wenig mühselig. Es handelt sich um eine überarbeitete Ausgabe aus 1978, die 2009 neu verlegt wurde. Das muss man hinsichtlich der dargestellten Repertoireauswahl natürlich berücksichtigen.

Das Kompendium geht zurück auf eine handschriftliche Sammlung des Autors, der eine Professur an der Universität Indiana innehatte.

Der Aufbau der Literaturlisten gruppiert zunächst nach Besetzungen, hier sind verfügbar:

  • Tägliche Übungen, Etüden und Schulen
  • Soli für unbegleitete Flöte
  • Sammlungen für Flöte und Klavier
  • Flöte und Klavier (oder Cembalo)
  • Piccolo-Studien, -Etüden und Schulen
  • Piccolo-Soli unbegleitet oder mit Klavier
  • Altflöte-Soli unbegleitet oder mit Klavier
  • Bassflöte-Soli unbegleitet oder mit Klavier
  • Flöte und Elektronik
  • Referenzmaterial (Bücher)
  • Trios, drei Flöten mit und ohne Klavier
  • Quartette mit und ohne Klavier
  • Fünf oder mehr Flöten
  • Ensembles mit Piccolo (verweist auf Titel in obigen Kategorien)
  • Ensembles mit Altflöte (verweist auf Titel in obigen Kategorien)
  • Ensembles mit Bassflöte (verweist auf Titel in obigen Kategorien)
  • Orchesterstudien
  • Flöten-Soli mit Band

Jeder Abschnitt ist noch nach Schwierigkeitsgraden unterteilt, innerhalb einer Schwierigkeitsstufe sind die Werke alphabetisch nach Komponist sortiert.

Ein einzelner Eintrag besteht aus dem Komponistennamen und dessen Lebensdaten, dem Titel, Verlag und einer Beschreibung durch den Autor. Die Beschreibung gibt dabei Charakteristika wieder, keine Meinung zu „schön“ oder „nicht schön“. Mehr eine Analyse der spezifischen Schwierigkeiten (technisch oder musikalisch anspruchsvoll etc.) und der Stilistik (lyrisch, rhythmisch….).

Die Herausgeber sind codiert und müssen in den Listen zu Beginn des Bandes nachgeschlagen werden. Im Anhang gibt es zusätzlich noch einen Index der Komponisten, so dass man auch in dieser Richtung recherchieren kann.

Abgesehen von der Problematik, dass manche Werke heute nicht mehr oder nicht mehr im gleichen Verlag erhältlich sind, bietet diese Übersicht einen guten Rechercheanfang. Für Lehrer ist die Gliederung nach Schwierigkeit besonders viel wert, für jeden, der schon mal Altflöten-Literatur gesucht hat, wird die oben beschriebene Gliederung ein Segen sein.

Alles ist natürlich in Englisch, was mich nicht weiter stört, aber vielleicht nicht jedermanns Sache sein wird. Ich finde es sehr praktisch und durchdacht. Ein guter Kauf, wie ich finde. Man bekommt dabei einen Einblick in die Amerikanische Sicht aufs Repertoire, die andere Schwerpunkte setzt (hinsichtlich Verlage und Komponisten sowie bezüglich der Einstellung zu Bearbeitungen).

Hier die Bibliographischen Details:

James P. Pellerite

A Handbook of Literature for the Flute

2009 Alfred Publishing Co., Inc

ISBN 0-931200-69-5

Heute habe ich mir etwas gegönnt. Einen Besuch im Musikhaus Tonger und zwar ausschließlich in der Abteilung Antiquariat. Ab und an, wenn ich Zeit (und Geld) habe, gönne ich mir das. Antiquariate, Wühltische und Flohmärkte sind eine stete Versuchung, da ich mich wohl mittlerweise zu den Sammlern zählen muss.

Sammler von Noten und Büchern zum Thema Musik (und leider zusätzlich auch noch von sonstigen Büchern, aber das gehört nicht hierher).

Warum nun also Antiquariate, Wühltische und sonstige alt, billig und Secondhand-Quellen?

Dafür gibt es neben dem Preis, der natürlich auch eine wesentliche Rolle spielt, noch viel mehr Ursachen. Zum einen erlaubt der günstigere Preis auch eher den Griff nach Unbekanntem, weil das „Risiko“ nicht so groß ist. Auf diese Art habe ich schon völlig neue „Schätze“ aufgetan. Zum zweiten bietet sich häufig die Chance, Ausgaben zu ergattern, die auf dem Markt so gar nicht mehr erhältlich sind. Und, im Falle von Noten aus Nachlässen und ähnlichen Quellen, findet man manchmal auch noch Eintragungen und lernt daraus oder erhält einen ganz neuen Blick auf die Dinge. Zudem sind ältere Ausgaben häufig sehr schön gestaltet. Die günstigen Preise erlauben es, ein etwas umfänglicheres Repertoire für das von mir so geliebte Blattspielen anzusammeln.

Der einzige Nachteil ist, dass häufig nur exotisches und viel modernes in den Wühltischen landet. Derzeit gilt das allerdings in Köln nicht. Beim Musikhaus Tonger finden sich auch reihenweise Standards wie die Beethoven-Serenade im Antiquariats-Stapel.

Mir ist es inzwischen eine liebe Gewohnheit geworden, wenn sich die Gelegenheit bietet, auf Dienstreisen, im Urlaub und auf Tagungen, einen Abstecher in Musikhäuser und/oder Buchläden zu machen und dort die Wühltische heimzusuchen. Das Willkürliche der Auswahl macht für mich diese Visiten gerade mal noch reizvoller…. die Frage bleibt nur: wann soll ich das alles lesen?

Hier noch ein paar Internet-Adressen für Freunde des gebrauchten oder antiquarischen Buchs/Notenhefts:

Hier entfällt natürlich überall das wunderbare Wühlen in Notenstapeln. Ich praktiziere das auch immer besonders gern in Freiburg bei Tschäppät’s.

http://www.zvab.com/index.do

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