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Gruselig….. nach drei Wochen instrumentaler Abstinenz das erste anfupen eines Tons.
Ist das eine Flöte, was ich da in Händen halte? Kamen da nicht auch mal „nette“ Töne raus?
Und dann die erste Probe….. keine Kondition (die anderen glücklicherweise meistens auch nicht), keine Intonation, keine Luft, die Finger verirren sich auf den Klappen. Naja…. in meinem Alter weiß man ja, dass sich das schnell wieder gibt. Nur diese Freude beim Heimkehren…. endlich wieder üben, der erfreute Griff nach dem Instrument verwandelt sich leider schnell in einen sehr zähen Anlauf und einen sehr dominanten inneren Schweinehund.

Ich kann mich noch an kleine (und auch größere) Flötenschüler erinnern, die konnten nach den Sommerferien die Griffe nicht mehr. Und das nicht nur nach dem ersten Jahr Unterricht…. das ist dann vielleicht doch etwas viel „Ausspannen“…..

Alle Jahre wieder….. der Urlaub naht und die Freude ist groß…… und getrübt..

Geht das nur mir so? Beinahe jedes Jahr ist irgendwo im Hinterkopf die Idee, musikalischen Urlaub zu machen. Eine Vision von viel Zeit für viel Flöten, am besten noch mit anderen und in schönem Ambiente. Und in jedem Jahr folgt schnell der zweite Gedanke, ja, aber was kostet das dann? Und wann und wie klappt es dann mit Urlaub zu zweit? Und meist ist die Erkenntnis einfach die, dass für beides weder das Geld noch die Zahl der Urlaubstage ausreichend sind und am Ende steht wiederum ein „normaler“ Urlaub mit Freund (oder Freundin). Und am Ende des Urlaubs die Feststellung zwei oder drei Wochen nicht gespielt zu haben, mehr oder weniger erholt aber total ohne Ansatz und Kondition zu sein und wieder arbeiten zu müssen, ohne das Instrument mehr als ein- oder zweimal in der Hand gehabt zu haben.

Noch schlimmer wird das ganze dieses Jahr durch die heißen Tage der vergangenen Wochen, während derer schon der Griff nach der Flöte zum Schweißausbruch führte und Üben nicht länger als eine halbe Stunde erträglich schien (wenn überhaupt so lange). Und so wird die Urlaubszeit auch zur Musik-Flaute und eine gewisse Unzufriedenheit bevölkert meinen Hinterkopf.

Am Urlaubsort vermisse ich mein Instrument und mitnehmen traue ich mich es nicht, weil es ja geklaut werden könnte. Und außerdem, kann ich denn im Ferienhaus, Hotel oder auf dem Campingplatz spielen ohne jemanden zu stören? Wohl kaum…. Irgendwie gibt es so die wirkliche Erholung nicht und einen Ausweg sehe ich auch noch nicht. Echte Musikerhotels? oder Ferienhaussiedlungen mit Gemeinschafts-Musikhütte…. so was fände ich ideal. Und eine Rezeption, bei der man getrost das Instrument lassen kann.

Liebe Tourismus-Industrie, wäre das nicht eine Marktlücke? Mit Ensemble-Möglichkeiten statt Surfkursen, statt Kinderbetreuung Unterhaltung für die Partner und eine Notenbibliothek statt „all inclusive“… ich finde, da gäbe es viele Gestaltungsmöglichkeiten…….

Erbarme Dich, TUI!

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