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Gestern war es wieder so weit. Emmanuel Pahud war in der Philharmonie. Ein durchaus häufiger Gast in den letzten Jahren, wie nicht nur ich festgestellt habe. Gestern war er in Begleitung des Franz Liszt Kammerorchesters aus Ungarn. Zu unserer großen Überraschung war das Nachmittagskonzert um 16 Uhr fast vollständig ausverkauft.

Nachdem wir unsere Plätze eingenommen hatten (der Nachteil eines Platzes in der Mitte sind die vielen Leute, an denen man vorbei muss um hinzukommen, wenn man nicht sehr früh dran ist und das schaffe ich selten), hatten wir perfekten Blick auf einen Halbkreis von Notenständern, die auf Steh-Höhe eingestellt waren. Außerdem das schöne Cembalo der Philharmonie und drei weitere Pulte zum sitzend spielen. Mich hat dieser Aufbau sehr an mein letztes Pahud-Konzert in der Philharmonie erinnert. Da war er mit dem Kammerakademie Potsdam und seinem Friedrich-Geburtstagsprogramm unterwegs. Und das Orchester spielte im Stehen… sehr beschwingt und mitreißend. Entsprechend erfreut war ich über diesen Anblick.

Die Eröffnungsnummer war das dritte Brandenburgische von Bach. Die Aufstellung der Musiker und ihre stehende Beweglichkeit führte zu einer schwungvollen und plastischen Darbietung dieses wohlbekannten Werks. Kein bisschen staubig oder trocken. Eine würdige Eröffnung, die die Sehnsucht nach dem Solisten nicht übermächtig werden ließ.

Nach dem verdienten Applaus strömte eine Menge zusätzlicher Streicher auf die Bühne, Stühle wurden aufgestellt (ich war ein bisschen enttäuscht deswegen) und im Handumdrehen saßen da knappe 20 Streicher auf der Bühne. Kurz danach federte Pahud im gewohnt sportlich-tänzerischen Trab auf die Bühne. Kein Dirigent weit und breit, das wiederum war eine gute Nachricht, fand ich.

Pahud eröffnete mit dem „La Tempesta die Mare“-Konzert von Vivaldi. Nicht unbedingt mein Lieblings-Vivaldi, aber das macht ja nichts. Der Konzertmeister und Pahud ersetzten einen Dirigenten vollkommen. Die Mischung von Streichern und Flöte war einfach perfekt. Pahud tänzelte vor dem Notenständer herum und brillierte in gewohnter Weise. Die Streicher begleiteten elegant und leicht und da keine Vermittlung durch einen Dirigenten zwischen den Partien klemmte, klappte das sehr unmittelbar. Eine schöne Lösung für das Programm. Pahud überraschte im Vivaldi mit einer Artikulation, die ich noch nie gehört habe. Für Doppelzunge war es viel zu schnell, es klang wie rhythmische Flatterzunge mit Griffen, so dass rasend schnelle Skalen entstanden. Unglaublich.

Dem Vivaldi und dem gebührenden Applaus für alle Beteiligten, folgte eine Suite von Purcell (zum Schauspiel „The Moor’s Revenge“). Auch hier profitierte die Musik von der direkten Kommunikation und erhöhten Aufmerksamkeit, die ohne Dirigent alle fest an den Konzertmeister band. Ansonsten konnte man dem Werk anhören, dass es dreißig Jahre älter als der Vivaldi war und noch dazu aus einer nördlicheren Region kam, es hatte nicht die Leichtigkeit des Vivaldi.

Der nächste Programmpunkt führte wieder den Maestro auf die Bühne. Eine weitere Reminiszenz an das vergangene Jahr: C-Dur Konzert vom alten Fritz. Für Pahud mehr ein spielerisches Vergnügen als eine echte Herausforderung. Ich hatte in dieser ersten Hälfte des Konzerts, die hiermit abgeschlossen wurde, schon das Gefühl, dass er sehr zur Unterhaltung spielte. Ein bisschen war ich an den großen James Galway erinnert, dem ja häufig zu wenig Ernsthaftigkeit vorgeworfen worden war. Nicht dass Pahud nicht stilistisch korrekt gespielt hätte, nur die Programmauswahl schien mir bis hierher sehr auf Gefallen ausgerichtet (eine erlaubte Zielsetzung natürlich). Leichte Kost aber sehr gut genießbar. Ein Konzert wie eine große Portion Eis.

Es folgte die Pause mit unfassbar langen Schlangen vor den Waschräumen (bei denen in solchen Fällen der Wasserdruck nicht mehr zum Spülen genügt, wie ich kürzlich bei einem Konzert von Sabine Meyer lernen musste). Das Publikum war im Schnitt noch etwas älter als gewöhnlich. Nicht wie in Düsseldorf, wo eine unübersehbare Menge von jüngeren Damen und Mädchen das Bild prägten. Versammelte Flötenstudentinnen und -schülerinnen der Region. Dort war natürlich der Saal kleiner, aber gestern dominierte in jedem Fall offensichtlich die Ruhestandsfraktion. Wir kämpften uns über die verstopften Treppen (für dieses Publikum ist die Stufendichte in der Philharmonie eine echte Herausforderung).  Im menschengefüllten Foyer konnte ich zunächst die zuvor auf den Treppen im Stau erspäten Bekannten nicht mehr entdecken. Bis wir sahen, dass es schon in der Pause einen Signiertisch gab, an dem mutterseelenallein Pahud saß. Keine Schlange davor, gar nix. Aber mein lieber Lehrer im Gespräch mit ihm. So wurde ich also meinem Grundsatz untreu, dass ich mir nie Autogramme abhole. Ich neige gar nicht zum Personenkult und was mich an Pahud interessiert ist etwas für die Ohren, sein Flötenspiel, nicht seine Signatur. Was soll’s, da war kein Mensch und es war eine witzige Gelegenheit Mr. Faust zu überraschen, der den Solisten unterhielt, von dem keiner eine Unterschrift wollte (Vielleicht hätte man frühzeitig Hinweise anbringen sollen, dass es in der Pause Autogramme gibt?).Signiertes Konzerprogramm

Bis wir die Treppe wieder runterkamen, war schon wieder der Pausengong zu hören und wieder mussten wir an unzähligen Knien vorbei zu unserem Platz (diesmal aber von der anderen Seite, Gerechtigkeit muss sein, wenn man in der Mitte sitzt).

Bei solchen Konzerten trifft man unweigerlich auf viele bekannte Gesichter. Die meisten davon kennt man mit einem silbernen Rohr quer vor dem Gesicht. So auch gestern. Der liebe Kollege aus dem Projekt-Blasorchester tippte uns kurz vor dem Saaleingang auf die Schulter. Eine gute Gelegenheit, gleich Werbung für den anstehenden nächsten Programmpunkt zu machen. Die Ballade von Martin. Ein super schönes Stück, auf das ich mich schon die ganze erste Hälfte gefreut hatte.

Auch jetzt wieder Auftritt des Orchesters und des Solisten, ohne Dirigent. Das Cembalo war in der Pause verschwunden und gegen einen Flügel getauscht worden. Obwohl er nur minimal geöffnet war, fand ich ihn ein wenig laut. Pahud spielte phänomenal, die Streicher begleiteten perfekt, trotz all der kniffligen Rhythmen (hier wäre vielleicht eine dirigierende Hand eine echte Hilfe gewesen). Die in der Tendenz eher düsteren Farben des Werkes, der spürbare Nebel in den leisen, tiefen Flötenteilen…. es war ein Stimmungsbild.

Der Schnitt zum folgenden Mozart-Divertimento der Streicher war denkbar hart, das fand ich ein wenig schade. Der Eindruck aus der ersten Konzerthälfte, dass dieses Ensemble auf Barock spezialisiert sein könne, war durch den Martin getilgt. Auch die Leichtigkeit des Mozarts inklusive der erstaunlichen Spannungen im Largo meisterten sie ebenso überzeugend wie das bisherige Programm. Zwischen Cello und Flügel stand auch bei diesem Werk, wie schon den ganzen Abend, dieser lange dünne Bassist, der seinen Kontrabass schwang wie einen Tanzpartner. Er selbst mit ausgeprägter Mimik und Körpersprache, ganz Musik. Neben dem schwer arbeitenden Konzertmeister wohl die eindrücklichste Erscheinung in diesem Orchester.

Zum Abschluss des Programms folgte das Flötenkonzert e-moll von Mercadante. Sehr passend nach dem Mozart. Eine Gelegenheit für den Solisten, nochmals alle Register zu ziehen. Klangfülle, Ausdrucksstärke, technische Brillianz. Auch hier wieder mit Tanzeinlagen und zeitweilig ausladenden Gesten als Orientierung für die Begleiter. Ein runder Abschluss für ein unterhaltsames Programm aus dem der Martin herausragte wie ein Leuchtturm (für mich wenigstens).

Ein tolles Konzert, Beifallsstürme, Blumen (mit denen man auch anstoßen kann, wie alle sehen konnten). Als Zugabe gab es die Badinerie von Bach, die mit einem Raunen aus dem Publikum begrüßt wurde (warum freuen sich immer alle so sehr, etwas zu hören, das sie schon in- und auswendig kennen?). Pahud spielte diesmal auswendig, variierte das Thema frei (bis hin zu jazzig anmutenden Synkopen). Der Saal tobte. Leider eigentlich nur der halbe Saal, die andere Hälfte war schon wieder auf den Treppen unterwegs zum Ausgang. Den ungarischen Musikern auf der Bühne schien dieses Fluchtverhalten nicht geläufig. Erstaunte Blicke von der Bühne auf die Ränge. Kein Wunder, dass danach keine weitere Zugabe mehr folgte. Manchmal empfinde ich es als peinlich den Musikern gegenüber, Teil eines solchen Publikums zu sein. Wenn es nach elf Uhr abends ist, kann ich das vielleicht noch irgendwie nachvollziehen. Aber an einem Sonntag gegen 18 Uhr? Was kann einen da antreiben? Die Angst, im Parkhaus nicht schnell genug zum Ausgang zu kommen? Ich finde den Blick auf die dem Ausgang zustrebenden Rücken peinlich, wie muss es sich für den Künstler auf der Bühne anfühlen? Übrigens fehlten gestern natürlich auch nicht die Hustenanfälle zwischen den Sätzen, die einen Glauben machen könnten, nicht die Grippe grassiere in Köln sondern vielmehr die Tuberkulose.

Am Valentinstag, Donnerstag den 14. Februar gibt es in Gelsenkirchen in der JazzArt Galerie GEjazzt OPEN mit Anne Christine Heinrich (Flöte), Christian Hassenstein (Gitarre), Benny Mokross (Percussion) und Martin Furmann (Bass). Los geht’s um 21 Uhr.

Am 9. März um 20 Uhr kann wer will das Duo Pahud/Rivet im Rathaus Landsberg am Lech hören. Karten gibt es seit Freitag für 25 bzw. 18 Euro. Ein Bericht zu dem Konzert der beiden in Düsseldorf als Appetitanreger findet sich hier im Blog.

Speziell für die, die nach einer Pause oder nach ca. 2 bis 3 Jahren Unterricht, ihre Flöte mal wieder in die Hand nehmen wollen, bietet die Musikschule Viersen am 20. April einen Workshop im Ensemblespiel an. Für 21 Euro werden 6 Unterrichtsstunden a 45 Minuten angeboten. Los geht es um 10.30 Uhr, der Workshop endet um 16 Uhr.

Für den Pfingstmontag, 20. Mai 2013,  können sich alle Pfälzer schon mal ein Konzert für Flöte und Orgel im Wormser Dom um 18 Uhr vormerken. Es spielen Judith und Wolfgang Portugall.

Für diejenigen, die gerne länger planen hier noch ein Sommertipp: am 1. Juni um 19.30 Uhr spielt auf Schloss Evenburg in Leer ein Trio mit Flöte, Cello und Klavier. Der Eintritt kostet regulär 13 Euro. Leider habe ich keine Informationen zu den Musikern.

In Würzburg ist eine Professur für Flöte zu vergeben. Alle Infos gibt es dort direkt in der Rubrik Stellenangebote

 

Vor wenigen Wochen hatte ich es hier schon angekündigt, Pahud war gestern in Düsseldorf. In der schönen Besetzung Flöte und Gitarre (Christian Rivet), die man leider gar nicht so oft in den größeren Konzerthäusern zu hören bekommt.

Als ich Anfang Januar zwei Karten kaufte, war der mir noch unbekannte Robert-Schumann-Saal im vorderen Bereich schon ganz gut belegt. Allerdings schlossen sich die bestehenden Lücken in den Reihen bis gestern nicht vollständig und es scheint mir auch, dass nicht alle erschienen sind, was eventuell dem im Rheinland eher seltenen Schneefall geschuldet war.

Meine Anreise war auch durch die Wetterbedingungen geprägt. Da ich den Saal und die Verhältnisse vor Ort ebenso wenig kannte wie die Verkehrsverhältnisse um diese Zeit, brach ich zeitig auf. Wider Erwarten (normalerweise verfahre ich mich immer furchtbar in Düsseldorf) fand ich das richtige Parkhaus sehr schnell und war dann eine Stunde früher als gewünscht vor Ort. Nicht schlimm, mit einem guten Buch und einem Latte Macchiato lässt sich eine Stunde wunderbar überbrücken.

Die Freundin, mit der ich zum Konzert verabredet war, hatte leider mehr Schwierigkeiten, die richtige Parkhauseinfahrt zu finden, also habe ich den Telefonlotsen gemacht. Wir beide ließen dann schon mal ein bisschen Geld am CD-Verkaufsstand. Das Foyer zum Saal füllte sich und es wurde offenbar, was zu erwarten gewesen war, alle Flötenstudenten aus dem Umkreis von 50 km schienen vor Ort zu sein.

Schön fand ich das kleinformatige Programmheft, eine günstige Größe, passend für Hosentasche oder jede Form von Handtasche. Leider habe ich natürlich geschafft, das Heftlein irgendwo zwischen Konzert und zuhause zu verlieren oder zu verlegen.

Beim Einlass zeigte sich ein wunderschöner Saal in hellem Holz mit schwarzer Bestuhlung, lang und schmal. Der Eindruck vom Saalplan im Vorverkauf, dass der vorderste Block durch einen Gang von der restlichen Bestuhlung getrennt wäre, war ein Irrtum. Vermutlich sollte der Abstand zeigen, dass hinter dieser Reihe der Boden ca. 15 cm ansteigt. Ein wenig irritierend bei der Suche nach dem Sitzplatz.

Wir saßen in Reihe 6 und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Mit minimaler Verspätung betraten die beiden Protagonisten die Bühne. In der Mitte standen zwei ganz normale Notenständer, ein Stuhl und die Fußstütze für den Gitarristen.  Da sieht so eine Bühne richtig leer aus.

Das Programm wurde mit der C-Dur Sonate von J. S. Bach (nicht gesichert) eröffnet. Anfangs empfand ich das Zusammenspiel noch etwas wacklig. Kurz vor dem Beginn des ersten Satzes, als die Musiker gerade ihre Konzentration zusammensammelten, brach irgendwo im Saal ein Husten aus und man konnte den Gitarristen die Stirn runzeln sehen.  Der erste Hinweis auf sein während des ganzen Konzertes sehr ausdrucksvolles Mienenspiel. Im Verlauf der Sonate konnte man merken, wie das Timing stabiler wurde.

Dem Bach folgten zwei Duos von Francesco Molino. Sehr witzige Musik, die Pahud viel Gelegenheit zum Spiel und zur Gestaltung bot. Im Vergleich zu anderen Konzerten, die ich von ihm erlebt hatte, empfand ich das Zusammenspiel mit Rivet etwas anders. Ich habe von anderen Besetzungen ein sehr kommunikatives Zusammenspiel in Erinnerung. Gestern erschien die Arbeitshaltung des sitzenden Gitarristen, in seiner Position durch Fußstütze und Instrument weitgehend fixiert und auf die Noten konzentriert, für die Kommunikation etwas hinderlich. Pahud stand neben ihm und blickte sozusagen auf ihn herab. Rivet konnte nur durch extremes Verdrehen der Augen sehen, was Pahud so machte. Einen solchen Blick konnte ich ein oder zweimal beobachten. Damit war Pahud sozusagen genötigt, Rivet genau zu beobachten und damit nicht mehr im gleichen Maße beweglich wie vielleicht bei anderen Konzerten (ich habe ihn als Tänzer im Gedächtnis).

Das heißt natürlich nicht, dass er unbeweglich blieb, nein wie auch sonst spielte er sehr aktiv, nur die Blickrichtung war eben an den Mitmusiker gebunden. Die Körperarbeit schien mir sehr atmungsunterstützend, Pahud hat ja einen unfassbar großen Ton (wenn er möchte), mit der Erinnerung an die Übungen aus dem „Höhenflüge“-Buch, schien mir manches tänzerische gleichzeitig fast wie „Luftpumpen“.

Die eher unterhaltsamen Duos von Molinari wurden gefolgt von dem Solostück „Voice“ von Takemitsu. Die Komposition erfordert den Einsatz vieler moderner Spieltechniken wie singen und spielen, rufen, sprechen, Klappenklappern usw. Das war naturgemäß ein extremer Kontrast zur vorherigen Musik. Wie das leider oft so ist, wurde es im Saal unmittelbar unruhig. Von Husten über Rascheln und sogar unterdrücktes Kichern, Stühlerücken…. das Übliche. Leider scheint niemand Lust zu haben, seine volle Aufmerksamkeit auf solche Werke zu richten. Schade, es hätte sich wirklich gelohnt. Eine derartige Bandbreite an Klangfarben und Dynamik. Persönlich finde ich es immer sehr viel schwerer meine Stimme öffentlich zu nutzen als zu spielen. Daher habe ich den größten Respekt davor, wenn jemand den Mut für solche Stücke aufbringt (aber das nur am Rande, Pahud kratzt so was sicher nicht).

Den Abschluss der ersten Konzerthälfte bildete ein Werk von Ravi Shankar, das dieser ursprünglich für Flöte und Harfe komponiert und Rampal gewidmet hatte. Geprägt von indischer Harmonik entwickelt das Stück aus einer eher meditativen Stimmung zu Beginn immer mehr Bewegung. Pahud betonte in den schnelleren Teilen ausgesprochen jazzig, das Zusammenspiel harmonierte hervorragend und die Musik, obwohl ebenfalls in gewisser Weise fremdartig, fesselte das Publikum (endlich, ich empfand den Saal gelegentlich als sehr unruhig). Ein toller Abschluss vor der Pause. Mich würde interessieren, wie Rampal dieses Stück gespielt hat, ich kenne in jazziger Richtung von ihm nur die Aufnahme der Bolling-Suite und da schien mir das eher nicht sein bevorzugter Musikstil.

Der zweite Teil startete, nachdem sich in der Pause jeder Autogramme holen konnte, mit Gitarre solo. Ein Werk von Manuel de Falla zum Tode von Debussy. Spanisch und schwermütig, wie Komponist und Anlass erwarten lassen. Sehr schön. Es folgte der in dieser Besetzung wohl unvermeidliche Piazzolla. Flöte und Gitarre ohne Histoire du Tango ist wohl auch nicht denkbar. Auch hier hatte ich wiederum verschiedentlich den Eindruck, dass die beiden nicht hundertprozentig das gleiche Timing hatten. Auch die Blicke zwischen beiden nach dem Stück wirkten ein wenig belustigt. Nichtsdestotrotz, ein wunderbares Stück Musik und von zwei großartigen Musikern dargeboten.

Nach Programm den Abschluss bildeten Rumänische Volkstänze von Bartok. Von melancholisch bis furios, auch hier konnten beide wiederum ihre ganze Spielfreude ausleben und die Vielfalt ihres musikalischen Ausdrucksvermögens voll ausspielen. Zu recht wurde der Abend mit ausdauerndem Applaus beschlossen, der dem Publikum ein weiteres Werk (Titel konnte ich leider nicht verstehen) von Villa-Lobos und nochmals ein wenig Bartok bescherte.

Mein Eindruck im Ganzen war der, einer vielversprechenden Zusammenarbeit, die vielleicht noch ganz am Anfang steht. Es wäre toll, wenn der Name Pahud der unterschätzten Besetzung Flöte und Gitarre ein wenig Glanz geben könnte. Ein Genuss war es allemal, auch durch die geradezu humoristischen Einlagen in Form der Notensortiererei, schwungvollen Umblätterns, Stuhl Einrichtens etc., das jeweils von Pahud mit Schmunzeln beobachtet wurde. Ich wünsche mir mehr davon und denke, so wird das allen gehen, die gestern anwesend waren.

Auf Flickr gibt es auch die Bilder vom gestrigen Abend zu sehen.

 

In Schloß Reinbek ist am 26. Januar ab 20 Uhr die schöne Besetzung Flöte mit Gitarre zu hören. Es spielen Christiane Carstensen (Flöte) und Ulf Mummert (Gitarre). Der Eintritt kostet 20 Euro.

Am 8. April 2013 spielt Emmanuel Pahud  um 20 Uhr im Hörsaal H1 der Universität Münster. Ich weiß leider weder Besetzung noch Programm.

In Chêne-Bourg spielen am 10. März 2013 Natasa Maric und Joanna Brzezinska ein Konzert für Flöte und Klavier im Salle Point favre. Es geht los um 17 Uhr.

Vom 10.-16. August 2013 findet in Springiersbach ein Flötenkurs mit Natalia Gerakis statt. Geübt wird Repertoire für Flöte solo oder für Flöte mit Klavier. Die Teilnahme kostet aktiv 300 Euro, passiv nur 80 Euro. Alle Infos ganz kompakt gibt es auf dem Infoflyer.

Die Landesmusikschule Obernberg in Österreich hat eine Stelle für Querflötenunterricht zu besetzen. Die Bewerbungsfrist endet am 14. Januar 2013. Alle Bewerbungsformalitäten finden sich hier.

Heute wurde das Musikfest Berlin 2012 eröffnet.  Bei zwei der 25 Konzerte ist auch Flöte dabei. Am nächsten Freitag, dem 7. September spielen um 20.00 Uhr im Kammermusiksaal der Philharmonie in Berlin Andrea Kollé (Flöte), Heinrich Mätzener (Klarinette), Christoph Keller (Klavier) und das Pellegrini-Quartett und dem Titel „Hanns Eisler  in Amerika“. Das Konzert ist gleichzeitig Teil Hanns-Eisler-Tage zu dessen 50. Todestag.

Der zweite Termin ist der 16. September, 19.00 Uhr ebenfalls im Kammermusiksaal. Es handelt sich um ein Benefizkonzert für die Gründung eines Kinderchors in der Präfektur Fukushima. Es spielen Emmanuel Pahud, Kai Vogler (Violine), Ulrich Eichenauer (Viola), Danjulo Ishizaka (Cello) und das Le Musiche Quartett Werke von Carter, Piazzolla, Bacharach, Dvorak, Schönbert und Varèse.

Musik für Flöte, Harfe und Viola ist am 21. Oktober 2012 bei den Ahauser Schlosskonzerten zu hören. Um 19.30 Uhr spielt das Trio Debussy aus München beispielsweise Werke von Debussy und Piazzolla.

Vom 19. September bis 3. Oktober 2012 veranstaltet die Jeunesse Musicale einen Flötenkurs mit Carin Levine in Schloss Weikersheim. Es geht um Spieltechniken für neue Musik.  Achtung: Morgen (1. September) ist Anmeldeschluss.

Schon im neuen Jahr, genau am 17.02.2013 spielt das Quartett VerQuer um 19.30 Uhr in Bad Säckingen im Kursaal (obwohl da ja eigentlich Trompeten hin gehören)

Als Klaviersextett (Holzbläserquintett + Klavier) ist am Donnerstag, dem 3. Mai ab 19.30 Uhr das Artetonal Ensemble aus München in St. Blasien im Festsaal des dortigen Kollegs zu hören. Mit Werken von Spohr, Mozart und Poulenc (sehr, sehr schön) ist das sicher sehr hörenswert. Karten gibt es zum mir nicht bekannten Preis hier.

Ein Quintettkonzert mit Werken von Reicha, Fucik, Lachner, Farkas und Klughardt gibt es am 5. Mai um 18 Uhr in der Friedenskirche Grünau in Berlin. Es spielen: Armin Bassarak (Flöte), Henry Handtke (Oboe), Alexandra Hentschel (Klarinette), Andrzej Jacher (Horn), Sabine Mende (Fagott). Der Eintritt ist frei.

Im Rahmen der bundesweiten Konzertreihe „Kirche klingt 2012 – 366 + 1“ der Evangelischen Kirche spielt am 9. Mai um 19.30 Uhr das Duo Christiane Schweer (Orgel) und Birgit Müller (Querflöte) in der Petruskirche in Steinhude. Es gibt auch Gedichte und Lesungen. Der Eintritt ist frei.

Das Harmonie-Musik-Festival in der Orangerie des Schloss Rheda präsentiert vom 10.-13. Mai das Ma’alot Quintett mit einem breiten Programm von Rossini über d’Indy, Gounod und Barber bis Mozart (kurz: quer durchs Gemüse). Die Konzerte werden über den Sommer im Deutschlandfunk ausgestrahlt.

Unter anderem die wunderbare Beethoven-Serenade für Flöte, Violine und Bratsche wird am 11. Mai um 20 Uhr in der Rellinger Barockkirche zu hören sein. Johannes Hinterholzer (Horn), Sergio Zampetti (Flöte), Mari Kato (Klavier) und die Salzburger Solisten spielen außerdem Mozart, Schubert, Haydn und Brahms, wie man das bei einem Konzert mit dem Titel „Wien, die Metropole im 18. und 19. Jahrhundert“ auch erwarten darf. Karten gibt es zu Preisen zwischen15 und 39 Euro. Am 12. Mai geht es schon um 19 Uhr an gleicher Stelle (und zu gleichen Preisen) in ähnlicher Besetzung weiter mit Werken von Bach, Albinoni und Romanino (Titel: „Italienisches um Bach“). Abgeschlossen wird der Zyklus am 13. Mai um 17 Uhr mit dem großen Finale, bei dem für Flötisten besonders das Mozart-Flötenquartett KV 285 von Interesse sein dürfte.

Das wunderbare Reinecke-Konzert erklingt am 13. Mai um 11 Uhr im SWR-Studio Kaiserslautern (Emmerich-Somla-Saal). Spielen wird Britta Jacobs begleitet von der Deutschen Radio Philharmonie.

„Französische Miniaturen“ für Flöte und Gitarre spielen Andreas Evers (Flöte) und Stephan Schäfer (Gitarre) im Augustinum in Schweinfurt am 31. Mai um 19.30 Uhr. Zu hören sind Werke von Poulenc, Ravel, Ibert, Bozza und anderen.

Mal was ganz anderes: Prosa und Lyrik, unterlegt mit Videokunst und natürlich Musik. Unter dem Titel „Phonolyrics – Am Ende einer Beinlänge“ gibt es am 15.06.2012 um 20 Uhr in Hannover, Theater an der Glocksee, ein Programm, bei dem die souligen und jazzigen Töne von YORK (Flöte, Rhodes, Sampler) und dem Bassisten Martin Gontarski stammen. Eintrittspreise sind mir leider nicht bekannt.

Ebenfalls am 15. Juni ab 19.30 Uhr kann man in der Felicianuskirche in Kirchweihe die schöne Besetzung Flöte (Sigrun Busch) und Harfe (Eva Pressl) hören.

Im zweiten Konzert der Schlosskonzerte Jever spielen Angela Dohmen (Flöte) und Axel Scholz (Klavier) am 11. Juli Werke von Telemann, Bach, Rutter, Fukushima, Ravel und Borne. Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist der Eintritt frei, Normalos zahlen 18 Euro, Ermässigte 13 Euro.

Zur Feier des 250-jährigen Bestehens der Propstei Schloss Bürgel findet am 13. Juli um 19 Uhr ein Konzert für Flöte (Christine Braun) und Klavier (Sabine Hub) statt. Gegeben werden unter anderem Werke von Bach und Mozart. Der Eintritt kostet 20 Euro und Reservierungen sind erwünscht.

Wer weit in die Zukunft plant, sollte sich diesen Termin merken:

Am 16.01.2013 spielt Emmanuel Pahud mit dem Gitarristen Christian Rivet im Kultur-Casino Bern Werke von Bach, Piazzolla, de Falla und anderen. Los geht es um 19.30 Uhr, Karten gibt es zwischen 19 und 85 Schweizer Franken und da es ein Abo-Konzert ist, wohl besser früh welche besorgen.

Stellenausschreibungen gibt es auch:

Die Musikschule Aesch-Pfeffingen im Baslerland sucht einen Flötenlehrer für 9,5-12,5 Lektionen pro Woche. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai, alle Infos gibt es in der Stellenausschreibung.

Das Landespolizeiorchester NRW hat eine volle Stelle für Querflöte/Piccolo zu besetzen. Die komplette Ausschreibung nebst Randbedingungen findet sich auf Vioworld.

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