Seit gut 20 Jahren habe ich Noten immer ausschließlich mit Capella gesetzt. Der Funktionsumfang war für mich durchaus ausreichend, der Preis akzeptabel. Dennoch stellte ich im Gespräch mit anderen fest, dass man mit dieser Wahl Teil einer Minderheit zu sein scheint. Egal, den Ausschlag dafür, mir jetzt Finale zuzulegen, war, dass ich mich im Zusammenhang mit einem anderen Produkt der capella-Software AG doch sehr wundern und ärgern musste. Als ich im Sommer dann ein Angebot für Finale zu reduziertem Preis erhielt, habe ich einfach zugeschlagen.

Natürlich habe ich noch keine echte Erfahrung mit dem neuen Werkzeug. Dennoch möchte ich hier schon mal ein paar anfängliche Offensichtlichkeiten gegenüberstellen. Aktuell ist Finale für 178 Euro erhältlich, Capella 7 für 188 Euro. Dafür enthält Finale bereits eine (noch nicht getestete) Schnittstelle zum Einscannen von Noten zur weiteren Bearbeitung. Für Capella muss man zu diesem Zweck Capella Scan erwerben (nochmal 188 Euro). Finale kommt mit der Lite-Version des Scan-Moduls, diese kann anscheinend keine Dynamik, Liedtexte etc. erkennen. Als Upgrade kommen verschiedene Pakete (speziell für Gitarre, Klavier, Midi oder ähnliches) in Frage. Die Preise variieren von 50 Euro bis knapp 200 Euro.

Meine Erfahrung mit Capella-Scan sagt mir, dass man bei Artikulationen, Dynamik etc. sowieso häufig nachbessern muss. Von daher werde ich die Lite-Variante in Finale erst mal testen.

Das erste, was ich mit Finale probiert habe, war, ob ich meine Capella-Partituren damit irgendwie weiterverarbeiten kann. Ja, es geht. Die neueren Capella-Versionen bieten einen xml-Export, dieses Format liest Finale. Die Noteneingabe per Tastatur folgt einer vollkommen anderen Logik als die bei Capella, hier brauche ich noch reichlich Übung, bis das halbwegs flüssig geht. Aber davon ein andermal ausführlicher, wenn ich mehr Erfahrung gesammelt habe.

Als Abschluss hier noch zwei Screenshots des Eingangsbildes beim Aufruf der beiden Programme:

Screenshot Startbildschirm Capella 7

Screenhot Eröffnungsbildschirm Finale