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Durchsuche Beiträge in Noten

Mal wieder, immer wieder…. ein spannendes Thema eben.

Meine Kaufwut in Sachen Noten wird häufig von CDs inspiriert. Und häufig sind die zu hörenden Werke leider gar nicht so einfach aufzutreiben. In letzter Zeit waren die Objekte der Begierde Werke von Arnold, Riisager und Kvandal. Von allen dreien bekommt man in den gängigen Notenhandlungen das eine oder andere, aber leider nicht unbedingt das, was man gerne hätte. Was dann?

Zu einigen Komponisten (z. B. Arnold) gibt es umfangreiche und informative Webseiten, auf denen auch die verlegten Werke inklusive Verlagsangabe zu finden sind. Dann lohnt es immer, sich mal direkt an den Verlag zu wenden. Bei anderen kann man aus anderen verlegten Werken den Verlag rausbekommen. Skandinavier sind zum Beispiel sehr häufig bei Hansen verlegt, oder bei Musikkhuuset (oder so ähnlich). In vielen Ländern gibt es auch Informationszentren über einheimische Musik, die gerne nachhelfen. Ich habe auf meiner Suche bisher immer nur freundliche Auskünfte erhalten und kann das jedem nur empfehlen. Bei der Gelegenheit habe ich mich auch schon häufiger gefragt, was einen Händler dazu bewegt, nur eine Partitur anzubieten. Gibt es so viele Musikleser? Eigenartig. Es gibt sogar Kammermusik, von der nur der Partitur verlegt ist. Seltsam, finde ich…..

Das beste ist aber: Bei Bestellung im Ausland ist man häufig auch noch sehr viel billiger dran, als wenn man die Noten hier kauft. Beispiele:

Wind Quintet op. 2 von Malcolm Arnold:

Beim Verlag (QT Publications) in Großbritannien: 27,95 englische Pfund, das entspricht nach aktuellem Kurs ca. 32 Euro. Bei Notenbuch.de zahlt man für die gleiche Ausgabe 65 Euro.

Zweites Beispiel: Serenade von Riisager für Flöte, Violine und Cello. Bei Wilhelm Hansen direkt gibt es die Partitur für 63 DK, das sind nicht ganz 8,50 Euro. Bei Notenbuch.de zahlt man dafür die Hälfte mehr, über 12 Euro.

Das zeigt, man muss die Versandkosten auch bei Auslandsbestellungen gar nicht scheuen. Aber vergleichen, das sollte man (vorausgesetzt man findet mehrere mögliche Quellen). Und in diesem Fall kann sich dann auch kaum einer über die Globalisierung beschweren 🙂

Musik für alle

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Vielleicht hat es der eine oder die andere mitbekommen. Kindergärten und Schulen haben die letzten Jahre viel Ärger wegen Kopien von Seiten aus Liederbüchern gehabt. Ein Resultat ist, dass viele Einrichtungen das Singen mit Kindern stark reduziert oder ganz eingestellt haben. Jetzt habe ich eben entdeckt, dass es einen Verein gibt, der GEMA-freie Liederbücher herausgibt und an Kinderbetreuungseinrichtungen verteilt. Der Verein Musikpiraten e. V. setzt sich für GEMA-freie Musik ein. Wenigstens das geschilderte Projekt finde ich sehr sinnvoll. Die DiBa vergibt 1000 € an einen Verein, der im Internet in einer Abstimmung gewinnt. Wer die Musikpiraten hier unterstützen will, möge dem folgenden Link folgen: https://verein.ing-diba.de/kultur/65451/musikpiraten-ev#

Vertriebspolitik

1 Kommentar

Sie lassen mich nicht los, die Notenverlage dieser Republik. Kürzlich habe ich im Antiquariat eine Orchesterausgabe eines Flötenkonzerts erworben. In der Hülle mit den Einzelstimmen lag ein Blatt, auf dem der Herausgeber für Verständnis dafür warb, dass keine Einzelstimmen mehr zu erwerben seien, sondern stets ein kompletter Satz von Ergänzungsstimmen gekauft werden müsse.

Bei einer anderen Orchesterausgabe liegt keine Solostimme bei, stattdessen muss man sich für eine Aufführung die Ausgabe für Solo mit Klavierauszug kaufen. Stimmen sind auch hier nicht einzeln erhältlich.

Bei Kammermusikausgaben hatte ich dieses Thema ja schon mehrmals. Auch hier sind in der Regel eher keine Ersatzstimmen erhältlich (oder nur für absolute Fantasiepreise).

Was versprechen sich Verlage von dieser Vertriebspraxis? Kopieren ist nicht erlaubt, was ja auch korrekt und verständlich ist. Wenn man aber ganz brav die Stimmen, die man benötigt, käuflich erwerben möchte, werden einem Steine in den Weg gelegt oder man wird zur Anschaffung von Paketen genötigt, die man gar nicht braucht. Glauben die Verlage in der Tat, dass sie damit die Quote der illegalen Kopien verringern können? Es kann doch nicht so schwer sein, eine Einzelstimme zu verschicken. Man kann Porto und Verpackung ja ganz offiziell abrechnen.

Ich bin in der Tat ein sehr korrekter Notenbesitzer. Ich kaufe geradezu massenweise, wie auch die Auflistung auf dieser Website zeigt. Ich gebe Originale an Mitmusiker raus, weil ich das Kopierverbot respektiere, keine gute Kopiergelegenheit habe und auch das Spielen aus Originalen selbst bevorzuge (keine Zettelwirtschaft, ordentlich geheftet, in der Regel gutes Papier, Eintragungen sind auch beim nächsten Üben noch verfügbar). Und wenn, was glücklicherweise selten ist, dann mal was verschütt geht, werde ich für diese „Gesetzestreue bestraft“, in dem man mich zwingen möchte, die komplette Ausgabe nochmal ganz zu kaufen. Das ist fast wie ein Auto, dass man bei Defekt wegwerfen muss, weil es keine Ersatzteile gibt.

Vielleicht liest das ja irgendjemand, der im Verlagswesen arbeitet und erklärt mir, warum diese Dinge so gehandhabt werden, warum Service nur so selten (Ausnahme: Zimmermann) eine Rolle spielt. Selbst die Musikbranche bietet mittlerweile den Download einzelner Tracks von CDs an. Dort hat man sich an aktuelle Entwicklungen adaptiert (wobei der Verlust von Einzelstimmen ja nix neues ist). Ich denke, auch die Verlage und Notengeschäfte müssen irgendwie zu einer anderen Umgangsweise mit diesem Thema kommen, wenn sie eine Zukunft haben möchten. Ich jedenfalls bin schon einige Zeit verwundert und in letzter Zeit schon eher verärgert…..

Schon vor einigen Wochen habe ich hier  mehrfach über meine Versuche, verloren gegangene Stimmen für Ausgaben beim Verlag nachzukaufen, berichtet. Wie die beiden oben verlinkten Artikel zeigen, mit durchaus unterschiedlichem Erfolg. Zimmermann reagierte mit aller größter Freundlichkeit und verschickte eine Originalstimme sogar kostenlos. Schott erklärte, es sei nicht möglich Einzelstimmen zu verschicken. Nun mein dritter Versuch. Es handelt sich um eine Ausgabe von Simrock, das ist der gleiche Verlag wie bei Bote & Bock bzw. Boosey & Hawkes.

Nach meiner Erfahrung mit Schott und weil das Stück mit der fehlenden Stimme mir außerordentlich gut gefällt, habe ich ausgesprochen freundlich angefragt und auch die Option, Verlagskopien statt Stimmen zu verkaufen, angesprochen. Sozusagen mit Erfolg. Verlagskopien könnte ich erhalten. Es handelt sich um eine einzelne Hornstimme für ein Bläserquintett. Das Bläserquintett als Stimmsatz kann man für nicht ganz 25 Euro komplett kaufen. Der Verlag bietet mir nun überaus großzügig die Hornstimme einzeln als Verlagskopie (also vermutlich nicht einmal gebunden) für 12,40 Euro plus Versand an. 😐 Ist das nicht toll? Für alle, die schlecht im Kopfrechnen sind: 25 durch 5 macht genau 5.

Eigentlich bin ich ja quasi noch sprachlos. Ich habe mal gefragt, was für eine Kalkulation da dahinter steht. Bin gespannt, ob ich darauf auch noch eine Antwort bekomme.

Als Fazit bleibt eigentlich nur, bei mehreren verfügbaren Ausgaben, am besten eine von Zimmermann zu wählen, dort scheint der Service in der Tat am besten.

Und mir bleibt nur, zu versuchen, das wunderschöne Quintett von Theodor Blumer, namens Tanzsuite, vielleicht irgendwo gebraucht zu kaufen. Ich habe keine Lust, mich durch eine solche Verlagspolitik dazu nötigen zu lassen, die gleiche Ausgabe noch einmal zu kaufen. Man fragt sich in der Tat, wer sich da noch traut, Originale an seine Mitmusiker zu verteilen und so dem Nicht-Kopier-Gebot zu folgen, wenn bei Verlust einer Stimme keine Chance besteht, für einen angemessenen Preis Ersatz zu erwerben. Irgendwie erscheint mir das ziemlich kurzsichtig von den Verlagsherren.

Das Musikhaus Tonger in Köln wird im Herbst (spätestens Anfang November) umziehen. Zwar nicht weit, aber das Material will erst mal verpackt werden. Daher sind derzeit alle CDs und DVDs sowie alle Bücher und Noten aus dem Antiquariat nochmals um 20% reduziert. Letzte Woche war schon relativ viel ausgekauft, aber es gibt immer noch interessantes und auch ein paar echte Klassiker bei den Noten.

Routenplanung starten

Vor einigen Wochen habe ich über meine Neuentdeckung in Sachen Geldausgeben, den Online-Händler Musicroom.de berichtet. Inzwischen ist die Bestellung abgewickelt (fast). Mein Fazit: es war spannend. Das ganze ging mit Vorkasse (schon mal schlecht). Irgendwie hatte ich wohl mein Konto erst nach Abschicken meiner Bestellung erstellt, so dass ich dort die Bestellung nicht verfolgen konnte. So war also mein Geld abgebucht, nach Bestätigung der Zahlung unangenehm langes Schweigen. Daher habe ich dann dort mal angerufen. Der Mitarbeiter am Telefon war sehr nett und hat sich auch sehr bemüht, mir Informationen zu geben (ich hatte die Bestellnummer nicht zur Hand). Es ist wohl so, dass Musicroom 4 Wochen wartet, um alle Artikel zusammenzusammeln. Wenn dann nicht alles da ist, wird der vorhandene Teil verschickt, der Rest folgt portofrei. Ich hatte exotisches Zeug aus dem Ausland bestellt und dementsprechend musste ich warten. Jetzt kamen die Sachen. Ich hab wohl versehentlich was doppelt bestellt, das habe ich zurückgeschickt. Mal sehen, was das Rückgaberecht bei denen für einen Prozess auslöst. Mein Fazit: Aufgrund der Erstbestellung war ich nervös, bisher hat alles geklappt, Geduld war erforderlich, Telefonservice ist gut, Auswahl nach wie vor ungewöhnlich. Ich werde wieder da bestellen, dann unter Nutzung meines Kontos…. mal sehen, was die Rückgabe bringt und wie künftige Bestellungen laufen. Bisher jedenfalls ganz ok. Vielleicht geht es irgendwann auch ohne Vorkasse, das wäre schön….

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