Claudia hat es ja schon angedeutet, ich möchte ein ganz unscheinbares „Sportgerät“ vorstellen, das mir seit einer guten Woche zum ständigen Begleiter bei meinen Flötenübungen geworden ist.
Kurz die Vorgeschichte: Ich hatte eine Unterrichtstunde und war, wie es je nach Verlauf des vorangegangen Tages gelegentlich vorkommt, ziemlich verspannt. Ich fühlte das zwar, konnte aber mit der Erkenntnis alleine nicht viel zur Verbesserung der Situation beitragen.
Meine ausgesprochen kompetente und aufmerksame Lehrerin, bat mich dann, mich auf ein Balance Board zu stellen.
Kurz eine Beschreibung, was sich hinter dem neudeutschen Begriff Balance-Board verbirgt:
Eine kreisrunde Scheibe, ca. 40cm Durchmesser mit einer Halbkugel mittig auf der Unterseite. Radius der Halbkugel etwa 6-8 cm.
Mit den einführenden Worten „Kinder können das am besten, Frauen lernen es auch sehr schnell und Du…“, bat mich meine Lehrerin auf die Scheibe. Umsichtiger weise hatte sie mir das Instrument abgenommen.
Mein Erstkontakt mit diesem Teil war ein persönliches Waterloo. Eindeutig bin ich weder Kind noch Frau.
Aber allein die Ablenkung und der Versuch mich auf diesem Teil zu halten, reichten aus, um einen Teil meiner musikalischen „Verkrampfung“ an diesem Abend zu lösen.
Inzwischen habe ich so ein Teil, kann es ganz gelöst besteigen und ohne Gefahr für Schüler und Instrument auch darauf stehend spielen. Mit erstaunlichen Auswirkungen auf den Ton, die Luftreserve und nicht zuletzt auf die Allgemeinbefindlichkeit.
Hiromi, vielen Dank!
Nebenbei: Zu diesen Boards gibt es Anleitungen mit einer Vielzahl von zum Teil sehr anspruchsvollen Übungen, die keinen Lärm machen und auf kleinstem Raum ausgeführt werden können.

Christian