Das Programm für die Saison 2011/2012 der Kölner Philharmonie liegt seit Wochen auf meinem Schreibtisch und wartet darauf, gesichtet zu werden. Die Vorfreude wuchs bis heute Vormittag, als mir das Durchblättern gezeigt hat, dass Flötisten und Flöteninteressierte leider nicht das bevorzugte Publikum der Programmmacher sind. Es geigt und klavizimpelt gewohnt gehäuft, dazwischen dieses Jahr relativ viele Klarinettisten, der Herr Mayer darf einmal seine Oboe auspacken und es trompetet mal wieder (Hardenberger). Flötistisch muss man sich bis Weihnachten gedulden, am 25.12. gibt es barocke Werte in Triobesetzung (Block- und Traversflöte plus Cello).  Ca. einen Monat später dann der in Köln relativ regelmässig gesehene Pahud mit Werken von Quantz und Carl Philipp Emmanuel Bach (mit Orchester). Dann mehr als ein Vierteljahr Pause bis zum Kammerkonzert des Gürzenich-Orchesters am 12. Mai. Werke für Streicher und Bläser, gegeben werden Strauss/Schönberg und Hindemith. Schon ca. 14 Tage später dann ein programmatisches Highlight aus meiner Sicht, wieder dem Gürzenich zu verdanken: das Sextett von Francaix, vielleicht seinem 100. Geburtstag nächstes Jahr gewidmet?

Jedenfalls ist dann das Ende einer Flötenflaute in Köln gekommen, in Form des Saisonendes, außer die Macher beschließen das darauffolgende Programm ebenso Flöten-abstinent zu bauen…. Schade, dass man Renggli, Gallois und andere Größen nie nach Köln locken mag. Auch hier dominieren, wie in der Literatur die Pianisten, gefolgt von einer Heerschar Geigern und Cellisten. Klarinette scheint „in“, schon die gerade auslaufende Saison hat da manches geboten. Auch Sänger aller Stimmlagen werden gerne gefeaturet. Nur die Flöte, die doch eigentlich dem Gesang so nahe liegt, scheint ein Stiefkind der KölnMusik zu sein. Pahud-Monopol in der Philharmonie? Ich denke, auch ein wenig Konkurrenz könnte seinen Eindruck sicher nicht schmälern….

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