Schon über 20 Jahre bin ich Mitglied der DGfF und noch nie habe ich die Kurve zu einem Festival bekommen. Dank der Festival-Erfahrung einer mindestens so Flöten-bekloppten Freundin hat es dieses Jahr geklappt. Da ich Freiburg auch schon kenne, war vielleicht die Hürde auch nicht so hoch.

Gestern früh kurz vor halb acht also mit dem Auto los gen Süden. Glücklicherweise hatten wir freie Fahrt und kamen fast exakt um 12 Uhr bei strahlend blauem Himmel an unserem Hotel an. Kurzes Einchecken und auf in den Kampf….

Nachdem wir mal den Eingang der Musikhochschule Freiburg geortet hatten, kamen wir zusammen mit einer Horde von Grundschulkindern in das Foyer. Schon beim Öffnen der Eingangstür schlug uns endloses Durcheinander-Flötengedudel entgegen. Ein untrügliches Zeichen, dass wir hier richtig waren.

Am Emfpangstisch gabs Namensschilder zum Umhängen (sozusagen die Eintrittskarte) und leider sehr unhandliche DIN A – 4 Programme (sozusagen eine Sonderausgabe der Flöte aktuell).

Das Anfangskonzert um 11 Uhr hatten wir verpasst (eine echt Anreise-unfreundliche Anfangszeit, wie ich ich finde). Also schlenderten wir erst mal kurz über einen Teil der Ausstellung. Die üblichen Verdächtigen im Foyer: Adams Flute Centre, Eva Kingma, Tobias Mancke mit seinen Köpfen. Ein Stückchen weiter ums Eck Yamaha, Hammig, Pearl, Flöten Haber, Viento, Tomasi…. kurz alle waren vorhanden. Die Notenverlage waren in winzige Nebenzimmer verbannt, was mich zunächst noch nicht zum Stöbern einlud.

Wir begrüssten also einige gute alte Bekannte (Eva Kingma und Bernd Wysk von Flutissimo) und versuchten uns dann bezüglich der verschiedenen Räumlichkeiten zu orientieren. Gar nicht so einfach, da im Programm-Übersichtsplan die Räume leider nicht eingetragen waren. Nach ein bisschen Rumsuchen und Befragen der Pinnwand am Eingang  landeten wir dann im gesuchten Workshop.

Gergely Ittzes stellte seine neue Software Flouble vor. Dabei handelt es sich um eine elektronische Grifftabelle für Doppelklänge. Alle verfügbaren Kombinationen, dargestellt in einer Art Periodensystem der Griffe. Die Griffdarstellung umfasst Hinweise zur Schwierigkeit der Erzeugung, Position des Mundstücks den möglichen Dynamikstufen des Klangs und Klangdateien, die den Ton vorspielen. Ergänzt wird das Ganze durch Filterfunktionen, ein umfassendes Handbuch und verschiedene Lehrvideos. Alles zusammen gibt es auf DVD für 25 Euro, lauffährig auf Windows und Mac. Keine schlechte Investition für jeden, der sich ausführlicher mit neuen Spieltechniken befassen oder für die Flöte komponieren möchte.

Zu der Zeit ahnte ich noch nicht, wie lange der Tag werden würde. Weil es heute aber weiter geht und jetzt das Frühstück ruft, folgen Berichte zum weiteren Verlauf (Masterclasses von Andrea Lieberknecht und Felix Renggli sowie zahlreiche Konzerte) irgendwann später.…. natürlich auch von den weiteren Tagen.

Auf in die zweite Runde…..