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Durchsuche Beiträge in Holzblaeser

Heute vor 60 Jahren verstarb Joseph Bohuslav Foerster. Eine Aufnahme des Philharmonischen Bläserquintetts Berlin führte vor zwei oder drei Jahren dazu, dass ich eine angestrengte Suche nach den Noten zu seinem Bläserquintett unternommen hatte. Und ich wurde fündig: in Prag bei der Edition Bärenreiter. Nun bin ich stolzer Besitzer von Stimmen und Partitur in vom Verlag authorisierten Kopien, die allerdings wegen der handschriftlichen Qualität schlecht zu lesen sind. Kurz nach meinem Sucherfolg wurde das Werk zum Download bei IMSLP eingestellt, in einer gut lesbaren Printversion. Naja, shit happens. Trotz allem war meine Freude und mein Stolz ob des Recherche-Erfolgs groß und nachhaltig.

Ist auch egal, das Stück jedenfalls gehört zu den schönsten Quintetten, die ich überhaupt kenne. Typisch böhmisch, ein geradezu sinfonischer Klang, regelrecht opulent. Die Stimmen lösen sich in einem engen Geflecht ab. Leider bisher noch immer zu schwierig für uns, aber ich gebe nicht auf…

Heute vor 60 Jahren also ist er gestorben. Leider hat er für Flöte so gut wie nichts hinterlassen. neben dem Quintett weißt Wikipedia noch ein Nonett aus…. vielleicht sollte ich mich wieder auf die Suche begeben. Sehr schade, dass unser schönes Instrument offensichtlich nicht so sehr seine Aufmerksamkeit hatte….

Ja, das gibt es tatsächlich. Bin selbst ein wenig überrascht, aber seit meiner letzten Unterrichtsstunde sitze ich tagsüber in meinem Büro und denke mit Sehnsucht ans abendliche Flöte üben. Und wenn ich dann abends nach Hause komme, dann bin ich müde und knochenlahm und habe eigentlich gar keine Lust mehr. Die ersten fünf Minuten…. und dann stehe ich plötzlich doch am Notenpult und spiele. Und das ist…… wunderbar!

Woher das kommt? Wie gesagt, von meiner letzten Unterrichtsstunde. Gute Hausaufgaben. Tonübungen, bei denen ich den Erfolg spüren kann und deren korrekte Ausführung ich gut kontrollieren kann. Übungen, die mich tatsächlich weiterbringen. Und dazu noch zwei neue Stücke. Beide machbar und beide mit ein paar Ecken und Kanten zum daran herumbasteln.

Sprich, das Geheimnis meiner Übefreude ist…… ein guter Lehrer. Der richtige Lehrer? Danke von hier aus 😉

Naja, und die anderen Gründe sind nette Mitmusiker, Proben in wunderbaren Besetzungen. Immer wieder neue Leute, die genauso viel Spaß daran haben wie ich. Blasende und streichende Menschen der unterschiedlichsten Fähigkeiten, Begabungen und Altersstufen.

…. uh, jetzt werde ich sentimental. Die, die gemeint sind, die wissen das jetzt. Und ich höre wohl besser auf.

Vor einigen Monaten habe ich hier eine Bearbeitung der Beethoven-Duette für Klarinette und Fagott vorgestellt und versprochen, mal zu berichten, wie das so klingt. Die Bearbeitung ist gesetzt für Flöte und Klarinette, wobei die Klarinette dann die Fagottstimme übernimmt. Heute haben wir alle drei Duette gespielt. Es hat jedenfalls sehr viel Freude gemacht. Ich denke, für die Klarinettisten ist es schon sehr gewöhnungsbedürftig, wenn sie das Stück aus der anderen Perspektive kennen. Aber es ist spielbar und es klingt auch. Natürlich aber ganz anders als im Original. Die Ausgabe ist leider sehr sparsam angelegt, Faulenzer und ultra-kurze Wiederholungsstücke, nur um Papier zu sparen. Das ist nicht so erfreulich….

Der Link zu diesem YouTube-Video kam gerade per Mail bei mir an. Ich dachte mir, das könnte alle Flötenfreunde begeistern:

Den Flötisten Gergely Ittzes findet Ihr auch auf Flutepage.de. Besonders empfehlenswert finde ich seine Aufnahme von Werken des Komponisten Dubois.

Frisch aus der Paketstation gefischt halte ich die wirklich schönen Beethoven-Duette in Händen… bearbeitet für Flöte und Klarinette. Ich kenne und liebe diese drei Duos seit Jahren und besitze sie auch. In einer Ausgabe für Klarinette und Fagott, wahlweise Flöte und Fagott oder auch Flöte oder Klarinette mit Cello. Gespielt habe ich das auch schon mehrfach sowohl mit streichendem als auch mit blasendem Gegenüber. Immer wieder schön und immer wieder eine Herausforderung.
In dieser neuen Ausgabe wird nun aber die Klarinette von der Flöte aus der Oberstimme verdrängt und auf die im Original im Bass- bzw. Tenorschlüssel notierte zweite Stimme verdrängt. Geht so was, klingt das?
Aus der Erfahrung mit anderen Bearbeitungen durch Herrn Andraud bin ich guter Hoffnung. Zudem hat ein Duo aus Flöte und Klarinette nicht wirklich große Auswahl bezüglich verfügbarer Literatur. Ein wenig Farbe wird wohl verloren gehen, wenn beide Stimmen näher zusammenrücken. Ich werde berichten!

Heiße Sache…

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damit meine ich unseren Erstauftritt heute morgen. Und „unser“ heißt Willi, Eva, Regine und ich. Wir haben ein Stündchen musiziert und das war spannend, wie immer. Ich finde es jedesmal wieder spannend zu sehen, wie neue Mitmusiker auf den Auftritts-Stress reagieren. Und es war einfach wunderbar. Gepatzt habe nur ich…. wie peinlich. Und es war einfach entsetzlich heiss…. aber es gibt nichts schöneres, als während eines Konzertes irgendwann das Gefühl zu haben, nur Musik zu machen und die Nervosität nicht mehr zu spüren. Ein schöner Tag, der eben durch das zweite Tor unserer Nationalelf noch weiter verschönert wurde. Prost!

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