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Fernsehtipps

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Kommende Woche gibt es, auch Dank des Feiertags eine Menge Programm für Freunde der klassischen Musik:

Musiksendungen nehme ich gerne mal auf. So auch diese hier: Der Taktstock. Das kam irgendwann im vergangenen Monat auf SWR-BW. Momentan bin ich beim Gucken irgendwo in Minute 13 und bereits jetzt von der Machart und em Humor schon so begeistert, dass ich Euch dieses tolle Filmchen unbedingt empfehlen möchte.

Eröffnet wird das ganze von einem “Taktstockmacher”. Er ist gezeichnet und mit der Stimme von Herbert Feuerstein versehen. Einen Eindruck dieser absolut erstaunlichen und so ausdrucksreichen Figur (zu der die Stimme einfach perfekt passt) erhält man auf der zum Film gehörigen Homepage: www.wendeseite.de. Michael Wende ist nämlich der Grafiker und Regisseur. Kopf, Quelle und Herz des Films.

Es geht um einen Dirigierwettbewerb und um Sinn und Zweck des Dirigierens wohl auch. Und wie lernt man das? Und, es ist alles, aber sicher nicht langweilig. Glücklicherweise kommt der Streifen wieder, im Mai. Seht es Euch an. Ein wahrer Genuss:

Am 12. Mai um 22.15 Uhr auf 3sat.

UNBEDINGT NICHT VERPASSEN!

Viel Spaß, ich freue mich auf Kommentare. Hier noch der Trailer als Appetitanreger:

Schmerzen

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Uff….. irgendwann vor Wochen habe ich  auf 3sat aus der Reihe Giganten eine Folge über Beethoven aufgenommen. Mir war die Serie an sich nicht bekannt und ich habe auch in der Beschreibung gelesen, dass Beethoven von Uwe Ochsenknecht gespielt wird. Und dennoch konnte mich nichts auf diesen Schreck vorbereiten….. für mich geht das gar nicht. Ochsenknecht als Beethoven. Passt nicht, geht nicht, überzeugt nicht…… aua…..

Ich finde generell diese Architektur von Sendungen, in denen Filmbeiträge von Meinungen irgendwelcher Promis unterbrochen werden eher fragwürdig und oft nervig. In diesem Fall sprechen die Mutter, Masur, ein Pharmakologe (Namen vergessen, sprach über Schriftbild Beethovens) und Klaus Maria Brandauer? Warum denn der? Fachleute mag ich schon hören, aber was macht Brandauer zum Beethoven-Fachmann?

Und Ochsenknecht nimmt man einfach die Granteligkeit nicht ab, den Unmut, die Schwere, das Leid, das Außenseitertum. Schlechtes Casting…..

Widersprecht mir, wenn Ihr es gesehen und es Euch gefallen hat…. ich bin verwundert. Besser ein unbekanntes Gesicht für so eine Rolle.

Das Konzert von Pahud in Sanssouci kommt am 22. Januar 2012 um 18.3o Uhr auf Arte! Wiederholungen für Frühausteher gibt es am 27.01. und 02.02. jeweils morgens um 6.00 Uhr. Alle Infos bei Arte

Leider gibt’s den Film auf Arte nicht mehr als Video…. also heute Nacht oder nächste Woche im TV.

Zu sehen auf Arte (oder Arte HD) am Dienstag, 3. Januar 2012 um 03.05 Uhr oder am 09. Januar 2012 um 10:55 Uhr. Dauert fast 2 Stunden.

Alle drei sind derzeit in aller Munde. Der alte Fritz wird am 24. Januar 300 Jahre alt.  Das ist zwar erst nächstes Jahr, die Medienlandschaft brummt aber schon seit Monaten. Die EMI hat zu diesem Anlass eine CD mit Werken von Friedrich herausgegeben, die kein geringerer als Pahud eingespielt hat. Die derzeit rollende Werbelawine sucht ihres gleichen in der Klassikwelt. Pahud tourt von Radio-Interview zu Harald Schmidt  und das Cover der CD (mit grau gestyltem Haar und nachgemachter preussischer Uniform) ziert Dutzende von Onlinemedien. Kurz, man kommt nicht vorbei an diesem Album. Aktuell verlost zudem jpc einen Kunstdruck basierend auf diesem Coverbild. Der Reclam-Verlag veröffentlicht auch ein Bändchen zu Ehren des alten Preußen.

Hier einige der Online-Artikel der letzten Wochen:

Was findet man da so alles? Eigentlich nichts neues, der musizierende Fritz wäre eigentlich lieber nicht König geworden, er hat  den Deutschen die Kartoffelgebracht (das gibt Pommes frites (gesprochen “fritz”) noch eine zweite Bedeutung, wie schon Heinz Erhardt erkannte (siehe unten)), sein Vater richtete vor seinen Augen seinen Geliebten hin, als er mit diesem abhauen wollte. Kurz, er hatte es wirklich schwer, trotz oder wegen des Königseins. Sein von ihm überaus geschätzter Flötenlehrer war übrigens Quantz und am Hof war auch lange Carl Philipp Emanuel Bach Musikus, dessen Werke der König aber wohl nicht unbedingt schätzte (war ihm zu modern).

Im Potsdamer Neuen Palais veranstaltet die Stiftung Preußische Schlösser von April bis Oktober eine Ausstellung unter dem Titel Friederisiko. Das Land Brandenburg organisiert ebenfalls eine ganze Reihe von Events zu seinen Ehren, z. B. ein Konzert mit 300 Flöten in Rheinsberg, wo sein eigenes Schloss stand, eine Tagung in Potsdam und eine weitere Ausstellung in Schloss Branitz.

Die katholische Akademie des Bistum Dresden-Meißen veranstaltet am 16.02.2012 einen Vortragsabend zur Musik in der Zeit Friedrichs. Vortragende sind die Dres Poppe und Schwinger (20.00 Uhr im Kathedralforum Dresden). Die ARD bringt am 16. Januar um 22.45 Uhr einen flammneuen Dokumentarfilm (kommt bei Arte schon am 7. um 20.15 Uhr), in dem die beiden Damen Thalbach den alten Fritz geben (siehe Westfälische Nachrichten oben).

Hier noch Heinz Erhardt zum Thema:

Vom Alten Fritz, dem Preußenkönig

weiß man zwar viel, doch viel zu wenig.

So ist zum Beispiel nicht bekannt,

dass er die Bratkartoffeln erfand!

Drum heißen sie auch – das ist kein Witz -

Pommes Fritz!

Am 22. Januar strahlt arte das Konzert von Pahud in Sanssouci aus. Begleitet wird er von der Kammerakademie Potsdam und Trevor Pinnock am Cembalo. Die Sendezeit ist mir leider noch nicht bekannt.

Die aktuelle Doppel-CD zu Friedrichs 300. Geburtstag wird auch mit einem Interview in Klassik a la carte beim NDR beworben. Dort ist Pahud schon am 23.11. um 13 Uhr zu Gast.

Morgen früh um 9:40 Uhr auf Arte werden Olivier Messiaen 85 Minuten Sendezeit anlässlich seines 100. Geburtstages gewidmet. Im Anschluss strahlt der Sender ein Portrait seiner Frau, der Pianistin Yvonne Loriod aus.

Um 12.00 Uhr geht es nahtlos mit dem nächsten Pianisten beim BR weiter. Paul Wittgenstein, dessen Lebensgeschichte in Romanform ich hier schon mal vorgestellt habe.

Aktuell im ARD: Die Berliner Philharmoniker mit Herrn Pahud an der Soloflöte…. spielen de Falla. Computer aus…. TV an! (Es ist jetzt übrigens der 21.12.2010 und etwa 18:20 Uhr)

Seit einigen Wochen lese ich ein Buch, das mir Freunde geschenkt haben. Eigentlich wollte ich erst eine Empfehlung schreiben, wenn ich ganz durch bin, aber da stieß ich heute im Fernsehprogramm auf einen Beitrag, der mich veranlasst hat, den Tipp doch vorzuziehen.
Das Buch heißt

Konzert für die linke Hand von Lea Singer

Es handelt sich um die Romanfassung der Biographie des Pianisten Paul Wittgenstein, Sohn einer reichen österreichischen Industriellenfamilie und Bruder des Philosophen Ludwig Wittgenstein.

Puristen mögen jetzt sagen, hat ja nix mit Flöte zu tun. Richtig. Aber viel mit Musik. Brahms und Hindemith spielen kleine Nebenrollen und insgesamt zeichnet das Buch ein schönes Bild vom Verhältnis zwischen Mäzen und Künstler, von Wien vor, während und nach dem ersten Weltkrieg und von der Stelle, die Musik in einem Leben einnehmen kann. Das ist natürlich für jeden Menschen verschieden und genau das zeigt das Buch auch. Nebenbei habe ich auch noch viel geschichtliches dazugelernt (was nie meine Stärke war) und es ist sehr schön zu lesen, wie ich finde. Wunderbar verpackte Fakten sozusagen.

Nebenbei handelt das Buch von einer meiner Grundängste, da die Hauptfigur, wie der Titel ahnen lässt, im Krieg einen Arm verliert und seine gerade angebrochene Pianisten-Karriere beendet scheint. Nicht nur das, das Klavierspiel scheint zunächst verloren, wenn einen solch ein Schicksal trifft. Für mich war die Vorstellung, einen Finger zu verlieren oder ähnliches immer ein Horror, da ich nicht ohne Flöte spielen sein wollte. Verstärkt wurde diese Angst durch eine Freundin, die Cello spielte und dann durch einen Unfall die Fingerkuppe des Zeigefingers an der Griffhand verlor. Unvorstellbar! Dieses Buch allerdings macht tatsächlich Hoffnung, der “Held” spielt weiter…. sehr, sehr bewegend wie ich finde……

Der Anlass für diese verfrühte Empfehlung (obwohl ich sicher bin, die zweite Hälfte des Buchs wird genauso fesselnd bleiben) war wie gesagt das Fernsehprogramm. Am 16.9. zeigt der Bayrische Rundfunk um 23:40 Uhr eine Biographie von Paul Wittgenstein, die ich mir sicher ansehen oder aufnehmen werden. Vielleicht kann der filmische Beitrag ja noch den einen oder anderen für das Buch gewinnen.

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