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Der erst 2011 gegründete Verein InterArtes e. V. hat Ende März die ersten Stipendiaten für einen dreimonatigen Aufenthalt im Haus der Künstler im Castello di Gargonza benannt. Damit wird die Idee des Flötisten Michael Faust, Professor an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf und Soloflötist des WDR-Sinfonieorchesters in Köln, Realität. Die Kuratoren Mary Bauermeister (Bildende Kunst), Anthony Cragg (Bildhauer), Herbert Molderings (Kunsthistoriker), Karlheinz Petzinka (Architekt), Hanns-Josef Ortheil (Schriftsteller), Peter Eötvös, Heinz Holliger und Robert HP Platz (alle Komponisten) haben folgende Stipendiaten für dieses Jahr ausgewählt:

  • Malerei: Sandra Schlipkoeter (* 1979 Solingen), 
    ab 2004 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, seit 2011 Meisterschülerin von Eberhard Havekost
  • Architektur: Mickey Damm (*1983 München)
    Bachelor Innenarchitektur und Architektur an der FH in Düsseldorf, im Anschluss freie Kunst und Baukunst an der Kunsthochschule Düsseldorf, Meisterschüler von Karl-Heinz Petzinka
  • Fotografie: Isaak Broder (*1979 Karlsruhe)
    Zimmermanns-Lehre, Studium der Freien Kunst bei Bogomir Ecker in Braunschweig
  • Komposition: Genoël Lilienstern (*1979 Monschau)
    Studium der Komposition bei Younghi Pagh-Paan in Bremen und bei Hanspeter Kyburz in Berlin, Orchestration bei Fabien Levy, Studium der Musikinformatik in Den Haag
  • Literatur: Kevin Kuhn (*1981 Göttingen)
    Studium  Philosophie,  Kunstgeschichte, Vergleichende Religionswissenschaften in Tübingen, seit 2008 Lehrender in Hildesheim, Stipendiat des textwerk-Romanautorenseminars des Literaturhauses München.

Informationen zu Gargonza Arts und dem Verein InterArtes e. V. gibt es aus erster Hand bzw. aus berufenem Mund am 19.4.2012 im Radio. Um 15.00 Uhr bringt WDR3 in der Sendung TonArt ein Live-Interview mit Michael Faust.

An alle, die die gegenseitige Befruchtung der Künste und die Förderung von Nachwuchstalenten unterstützen wollen, geht hiermit die Ermunterung: informiert Euch, bringt Euch ein! Alle Infos und direkten Kontakt unter www.gargonza-arts.com

Alle drei sind derzeit in aller Munde. Der alte Fritz wird am 24. Januar 300 Jahre alt.  Das ist zwar erst nächstes Jahr, die Medienlandschaft brummt aber schon seit Monaten. Die EMI hat zu diesem Anlass eine CD mit Werken von Friedrich herausgegeben, die kein geringerer als Pahud eingespielt hat. Die derzeit rollende Werbelawine sucht ihres gleichen in der Klassikwelt. Pahud tourt von Radio-Interview zu Harald Schmidt  und das Cover der CD (mit grau gestyltem Haar und nachgemachter preussischer Uniform) ziert Dutzende von Onlinemedien. Kurz, man kommt nicht vorbei an diesem Album. Aktuell verlost zudem jpc einen Kunstdruck basierend auf diesem Coverbild. Der Reclam-Verlag veröffentlicht auch ein Bändchen zu Ehren des alten Preußen.

Hier einige der Online-Artikel der letzten Wochen:

Was findet man da so alles? Eigentlich nichts neues, der musizierende Fritz wäre eigentlich lieber nicht König geworden, er hat  den Deutschen die Kartoffelgebracht (das gibt Pommes frites (gesprochen “fritz”) noch eine zweite Bedeutung, wie schon Heinz Erhardt erkannte (siehe unten)), sein Vater richtete vor seinen Augen seinen Geliebten hin, als er mit diesem abhauen wollte. Kurz, er hatte es wirklich schwer, trotz oder wegen des Königseins. Sein von ihm überaus geschätzter Flötenlehrer war übrigens Quantz und am Hof war auch lange Carl Philipp Emanuel Bach Musikus, dessen Werke der König aber wohl nicht unbedingt schätzte (war ihm zu modern).

Im Potsdamer Neuen Palais veranstaltet die Stiftung Preußische Schlösser von April bis Oktober eine Ausstellung unter dem Titel Friederisiko. Das Land Brandenburg organisiert ebenfalls eine ganze Reihe von Events zu seinen Ehren, z. B. ein Konzert mit 300 Flöten in Rheinsberg, wo sein eigenes Schloss stand, eine Tagung in Potsdam und eine weitere Ausstellung in Schloss Branitz.

Die katholische Akademie des Bistum Dresden-Meißen veranstaltet am 16.02.2012 einen Vortragsabend zur Musik in der Zeit Friedrichs. Vortragende sind die Dres Poppe und Schwinger (20.00 Uhr im Kathedralforum Dresden). Die ARD bringt am 16. Januar um 22.45 Uhr einen flammneuen Dokumentarfilm (kommt bei Arte schon am 7. um 20.15 Uhr), in dem die beiden Damen Thalbach den alten Fritz geben (siehe Westfälische Nachrichten oben).

Hier noch Heinz Erhardt zum Thema:

Vom Alten Fritz, dem Preußenkönig

weiß man zwar viel, doch viel zu wenig.

So ist zum Beispiel nicht bekannt,

dass er die Bratkartoffeln erfand!

Drum heißen sie auch – das ist kein Witz -

Pommes Fritz!

Die neue Regierung in unserem Nachbarland beabsichtigt, das Musikcenter des Niederländischen Rundfunks zu schließen.
Auf der Website des Centers kann eine Petition gegen die Schließung unterzeichnet werden.
Ich bin überzeugt, dass Kultur und speziell auch Musik wichtig für unsere Gesellschaft ist. Dieses Center bietet neben Konzerten auch musikalische Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche. Es wäre schön, wenn viele dazu Ihre Meinung kund tun!

Danke!

… dieses Chanson habe ich eben im Radio gehört. Da ist eine improvisierende Flöte zu hören, teilweise in ganz tiefer Lage und mit einem unglaublich fetten Ton. Wirklich einfach nur geil (sorry für die Ausdrucksweise).  Ich kannte das noch nicht (von 1968, da war ich noch nicht mal geplant), daher also mal gegoogelt und gelernt, dass die Flöte von Roger Bourdin gespielt wird. Ein Mann, den ich mir wohl noch näher ansehen werde.

Klassiker, die richtig gut grooven können, ob Jazz oder Rock, sind ja doch mehr als selten (ich hab da eine recht üble Aufnahme der Bolling-Suite, nicht mit Rampal).  Ein Beispiel kenne ich noch, dass mir richtig gut gefällt. Latin- und Jazz-Rock-artiges von Galway auf der Scheibe “Tango Del Fuego”.
Die ist auch richtig gut, finde ich. Und auch er kann ganz unklassisch fetzen….

Und nicht etwa Gustav Gans sondern Gustav Mahler.
Er hat zwar unser Instrument nicht solistisch oder kammermusikalisch bedacht, aber dafür kann man seine Sinfonien spielend oder hörend genießen. Nach Lektüre des Geburtstagsgruß von Markus Schwering im Kölner Stadtanzeiger heute zum Morgenkaffee, fand ich es nur angemessen dem tragischen Herrn der mächtigen Klänge einen kurzen Gruß zu entrichten. Für alle interessierten, hier gibt es ausführlichere Infos:

Und speziell zum Spielen, eine Sammlung der Orchesterstellen aus Mahlers Werken für Flöte

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