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Derzeit ist das Urheber- und/oder Copyright eines der großen Tagesthemen, nicht zuletzt dank der Erdrutsch artigen Gewinne der Piraten in den verschiedenen Meinungsumfragen. Ich bin juristisch komplett ungebildet und habe selbst auch kein Patentrezept dafür, wie man diesen Interessenkonflikt lösen kann. Weil ich aber Freunde im Verlagswesen habe, Komponisten kenne, die in der GEMA sind und mich auch manchmal schon selbst über kopierte Inhalte von meiner Seite in fremden Webauftritten geärgert habe, lässt mich das Thema durchaus nicht kalt.

Ziemlich schockierend finde ich die Selbstverständlichkeit, mit der alles mögliche ständig kostenlos gefordert und erwartet wird. Als Beispiel möchte ich hier mal auf das Ratgeberportal www.gutefrage.net verweisen. Ich bin da verschiedentlich über meinen Google Alert “Querflöte” gelandet und habe auch die eine oder andere Frage beantwortet. Wenn man allerdings die Fragen anschaut, so sind ca. 70-80% der Fragen zum Thema Querflöte: “Ich brauche kostenlose Noten”. Es variiert das gesuchte Lied oder Genre, aber kostenlos ist immer ein Muss. Wie kommt so was? Keiner sucht kostenlose Autos, Schuhe oder Makeup. Aber Noten sollen kostenlos sein?

Hat einer von Euch Suchenden schon mal eine gut lesbare Notenseite auch nur durch Abschreiben produziert? Ich habe verschiedentlich Noten mit Capella zusammengeschrieben, entweder, weil das Original schlecht leserlich war, weil ich nur eine Partitur hatte, aus der ich eine Stimme benötigte, weil ich mehrere Stimmen zusammenführen wollte oder was zu transponieren hatte. Und ich kann Euch sagen, dass das bei einem umfangreicheren Stück auch schon Arbeit macht. Wenn ich jetzt auch noch selbst komponieren oder arrangieren würde, also neben der Handarbeit auch noch Grips investiert hätte, dann bräuchte ich ja noch viel mehr Zeit. Wenn man das gut und für viele Stücke machen möchte, dann muss man auch irgendwann auch davon leben können. Also muss es auch was kosten. Alle schimpfen über zu niedrige Löhne und Menschen, die arbeiten und davon nicht leben können. Aber warum soll dann ein Autor, Komponist, Arrangeur oder auch Übersetzer, Setzer und Publisher für seine Arbeit kein Geld bekommen? Wollt Ihr wirklich alles mit Werbung zugepflaster haben? Ich kann das ehrlich gesagt nicht verstehen. Ich denke schon, dass die aktuelle Abrechnungsform für die meisten Medien nicht mehr praxisgerecht ist, weil moderne Medien und Techniken einfach nicht kontrollierbar sind wie Hardcopies. Aber ich bin der Meinung, dass geistige Leistungen, Kunst, Bildung und Musik ein wertvolles Gut sind. Vermutlich sogar das wertvollste überhaupt. Und wertvoll ist eben nicht zwingend kostenlos. Wenn Ihr ein Lied unbedingt haben wollt (in Noten), dann setzt Euch hin und hört es raus. Das könnt ihr nicht? Vielleicht versteht ihr dann, dass es Geld wert ist, wenn sich jemand die Mühe macht und das aufschreibt?

Ich bekomme auch erschreckend häufig Emails, in denen ich gebeten (in guten Fällen) oder aufgefordert (in den auch nicht seltenen weniger Guten Fällen), Material oder Informationen für eine Schularbeit oder ein Referat zusammenzustellen. Hallo? Auf meiner Seite finden sich Informationen ohne Ende. Diese stammen aus dutzenden von Büchern, Artikeln. Booklets, Notenausgaben und Gesprächen. Ich habe die hier öffentlich gemacht, für lau und weil es mir Freude macht. Da kann sich jeder bedienen. Aber ich bin nicht die Bedienung. Fragen beantworte ich immer gerne, aber diese “Fütter-mich-Mentalität” geht mir wirklich so was von auf den Nerv. Nie gab es so viel Information und Möglichkeiten in Griffweite und nie war das Anspruchsdenken größer. Das ist sehr traurig und sehr bedenklich, finde ich.

Wie wäre es denn mit einem Tauschsystem? Wer ein Buch oder ein Musikstück in Noten oder gespielt für lau haben möchte, der gibt dafür ein analoges Werk aus eigener Feder. Das würde wenigstens den Kulturbetrieb beflügeln. Macht doch mal was selber, ehe ihr von anderen immer nur haben wollt, wie wäre es damit?

Blog-Empfehlung

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bin ich gerade drüber gestolpert. Skurrile Todesarten von Komponisten durch die Jahrhunderte:

http://www.limelightmagazine.com.au/Article/296833,the-13-strangest-composer-deaths-in-classical-music.aspx/0

Überraschungen

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Wie jeder Besucher im Impressum von Flutepage sehen kann, nutze ich Google Analytics. Das ist ein kleiner Softwareschnipsel, mit dessen Hilfe man nicht nur sehen kann, wie viele Menschen auf der Website waren, wie viele Seiten Sie aufgerufen und wie lange Sie geblieben sind, sondern auch, wie Sie da hin kamen, aus welchen Ländern und mit welchen Browsern Sie unterwegs waren und auch, wenn Sie die Sitesuche benutzt haben, was Sie so gesucht haben.

Das ist oft sehr informativ und hat mir auch geholfen, manche Seiten zu verbessern, Inhalte zu erweitern und manches mehr. Aber es gibt auch manches, was mich da immer wieder überrascht. Die vielleicht größte Überraschung für mich ist, dass der häufigste Suchbegriff für die Suche innerhalb der Seite (also das kleine Suchfeld oben links auf jeder Seite), das häufigste Suchwort also ist “querflöte”. Was fängt man nun mit so einer Information an? Was sucht jemand, der auf eine Webseite über Querflöten geht und dann auf einer Seite, wo es eigentlich um nix anderes geht als um diese Querflöten, “Querflöte” sucht. Ich würde den Leuten ja gerne helfen, aber da habe ich keine Idee zu.

Hat vielleicht jemand einen Vorschlag? Ich meine, ganz oben in der Navigation steht “Instrument”. Da geht es also um die Flöte selbst, ist das nicht verständlich? Ist da vielleicht jemand, der auch schon mal hier auf der Seite nach “Querflöte” gesucht hat und das hier jetzt liest? Wenn ja, bitte unbedingt melden. Ich möchte das verstehen und ich möchte ja auch gerne die Seite so machen, dass keiner was suchen muss, sondern alle alles nur finden.

Interessant ist auch, dass bei den Besuchern der englischen Seiten nur knapp 0,5% überhaupt suchen, bei den Besuchern der deutschen Seiten aber etwas mehr als 2 %. Auch irgendwie interessant.

Die beliebtesten Seiten sind übrigens die mit den Griffen bei den deutschen Besuchern, bei den Besuchern der englischen Seiten sind es die Seiten zur Geschichte der Flöte. Die werden anscheinend nicht mehr so oft von deutschsprachigen Besuchern aufgerufen.  Ich fürchte ja, dass das am relativ neuen Design mit den Bildern liegt. Daher gibt es neuestens einen einleitenden Text.

Ja, so funktioniert das mit der Statistik. Sie ist das Hauptkommunikationsmittel, über das sich mir die Besucher mitteilen. Außer den Kommentaren hier und gelegentlichen Mails, über die ich mich immer sehr, sehr freue. Es gibt übrigens auch viele Besucher im Forum, nur schreibt keiner was. Und offen gestanden, geht mir die Luft beim Monologisieren da auch allmählich aus.

Ja, so ist das. Vielleicht sollte ich mal eine Abstimmung über die Sinnhaftigkeit des Forums starten und dann einfach das Forum wieder einstampfen, wenn das eh keiner mag. Schade irgendwie…..

Vor einiger Zeit habe ich relativ ausführlich über verschiedene Onlineshops für Noten berichtet. Unter anderem auch, dass ich bei Zerluth viel zu viel für eine Ausgabe bezahlt habe.  Heute möchte ich als gerechten Ausgleich mal von meiner letzten Notensuche berichten.

Man suche Noten für eine Besetzung mit Altquerflöte und verzweifle. Es gibt Trios, Duos, Quartette, Quintette, in denen auch mal einer auf Alt wechseln muss (oder auch mal ne Oboe auf Englischhorn). So was kann man aber in keinem Notenshop finden, weil da dann nur steht 3 Flöten oder Bläser-Quintett. Keine Details, keine Hinweise auf Instrumentenwechsel. Zerluth ist da die positive Ausnahme. Unter Flötentrios ist jedes, in dem auch Alt besetzt ist ausgewiesen. Das nenne ich mal wirklich sinnvoll und durchdacht. Ich habe übrigens auch eine ausländische Ausgabe gefunden, die 50 Cent billiger war als bei der Konkurrenz. Und außerdem eine Handvoll, die gab es bei der Konkurrenz gar nicht. Man sieht mal wieder: der Preis ist nicht alles. Außerdem lohnt es sich immer zu vergleichen (gilt auch für vergriffene Buchausgaben, die man antiquarisch kaufen möchte)

Bei uns in der Familie bin ich zuständig, wenn ein Musik bezogenes Geschenk benötigt wird. Und da meine Nichten und mein Neffe alle musizieren, kommt das öfter mal vor. Dieses Jahr war der Wunsch ein Stimmgerät fürs Schlagzeug. Ein bisschen Recherche und mein eigenes Bauchgefühl führten dazu, dass wir ausnahmsweise nicht das Gewünschte besorgt haben (besser die Ohren benutzen). Musikalisch sollte es dennoch sein, also haben wir für meine Schlagzeug und Marimba spielende Nichte ein Cajon gesucht.

Zunächst eine Onlinerecherche, dann dachten wir, es kann nix schaden, sich ein paar dieser vielen verfügbaren Modelle mal in echt anzusehen. Wir also raus zum nagelneuen Riesenladen des Musicstore in Köln-Kalk. Neugierig war ich ja ohnehin. Leider brachte der Besuch wenig Erkenntnis, da der offensichtlich einzige Kundenbetreuer in der Percussion-Abteilung gerade auf dem Sprung zum Mittagessen war. Wir also so geguckt, keine neuen Erkenntnisse gewonnen und wieder heimgefahren.

Abends dann eine weitere Internetrecherche, die drei möglichen Bezugsquellen waren der Musicstore, der Rockshop und Thomann. Das ganze fand exakt eine Woche vor Weihnachten statt. Wichtig war also vor allem die unmittelbare Verfügbarkeit und der zeitnahe Versand (sollte ja nach Süddeutschland zu meiner Familie und darum wollte ich es professionell verpackt haben). Letztendlich habe ich mich Samstag abend (17.12.) für ein Cajon vom Musicstore entschieden, dass als “auf dem Lager” gekennzeichnet war. Laut Versandbedingungen sollte das bestellt unter diesen Voraussetzungen in ein bis zwei Tagen, also bis ca. Mitte der Woche, beim Empfänger sein.

Dienstag (zwei Wochentage nach Bestellung) erhielt ich eine Auftragsbestätigung, die besagte, dass hiermit ein Vertrag zustande gekommen sei. Dazu eine Bestellnummer und ein Ansprechpartner. Ich hab erst mal abgewartet und als ich nichts weiter hörte habe ich angerufen (Donnerstag, 4 Wochentage nach Bestellung) um zu erfragen, was denn die Auftragsbestätigung bezüglich des Versandstatus bedeute (meine erste Bestellung bei dem Verein).

Der freundliche Mensch am Telefon erklärte, das Ding sei nicht am Lager. Ich, schon leicht gereizt, weise darauf hin, dass diese aber im Netz als “am Lager” gekennzeichnet gewesen wäre. Er guckt nochmal und sagt, doch, ja, es sei da, aber im alten Lager in der Budengasse. Ich Ahnungslose frage, was das den für den Versand heißt, da meint er, von da würde nicht versendet (????). Wo ich den wohnen würde? Ich sag “in Köln”, da bietet er mir an, ich könnte es abholen. Ich erklär ihm, dass das nach Stuttgart muss. Da meint er, dass das wohl nicht mehr zu schaffen sei. Da bin ich echt stinkig geworden und habe ihm erklärt, dass es ja wohl eine Frechheit wäre, das als “am Lager” und “in 1 bis 2 Tagen beim Empfänger” zu markieren. Wann sie denn gedächten, das zu versenden. Das wusste er nicht.

Also habe ich mich ans Telefon gehängt, bei Thomann in der Percussion-Abteilung angerufen, telefonisch noch eine kompetente Beratung zur Wahl des richtigen Cajon erhalten, telefonisch bestellt, für UPS-Versand 25 Euro abgedrückt und wups….. am nächsten Morgen um kurz vor neun Uhr ist es angekommen. So geht es also auch.

Die Musicstore-Bestellung habe ich storniert. Ich habe mich auch per Kontaktformular beschwert, natürlich ohne Reaktion. Ich frage mich nur, wie es sein kann, dass zu Beginn des 21. Jahrhunderts der Rhein ein derartig unüberwindliches Hindernis für die Logistik darstellen kann? Wie kann man sich so dämlich anstellen? Es gibt in Köln sieben oder acht Brücken um auf die Schäl sick (Deutzer Seite, wo der neue Laden ist) zu kommen. Es gibt Autos, Züge, Versanddienste. Und es gibt die Möglichkeit, zu kennzeichnen, dass ein Artikel nicht unmittelbar verfügbar ist.

Was die da machen ist für mich eigentlich eine Art von Betrug. Man gaukelt etwas vor und erhält so eine Bestellung. Der Kunde spielt keine Rolle. Die Ignoranz, die mir bei meiner Anfrage entgegenschlug war atemberaubend. Mich haben die jedenfalls gesehen. Nie wieder, das ist mal sicher. Scheinbar führt eine gute Marktposition dazu, dass man meint, sich nicht mehr anstrengen zu müssen.

Übrigens liegen laut Google maps (siehe auch unten) knapp 6 km zwischen den beiden Standorten dieses Ladens. Ebenfalls laut Google benötigt man mit dem Auto dafür 10 Minuten. Rechnet man weihnachtliche Verkehrsprobleme en, das Be- und Entladen, dann kommt man vielleicht auf eine halbe Stunde. Nöööööö, so eine Weltreise kann man natürlich nicht planen, geht ja gar nicht.

Das ist wie in dem alten Lied von den zwei Königskindern: “Sie konnten zueinander nicht kommen”. Da war auch ein Gewässer im Weg. Vielleicht müssen die armen Store-Mitarbeiter ja mit der Ware rüberschwimmen oder nehmen das Paddelboot oder ein Floss? Wer weiß, wer weiß….

Thomann hat mich sehr positiv überrascht. Freundlich, hilfsbereit, kompetent und zuverlässig. Das hat mich ehrlich überzeugt. Hut ab und danke schön!

Ein paar Tage war ich nicht zuhause und habe nicht so regelmässig Mails gecheckt. Und als ich dann auf der Heimfahrt mal geguckt habe, da war sie da….. die Nominierung für diesen Blogger Award. Der Blog hier ist das jüngste Kind meiner Website www.flutepage.de und umso stolzer bin ich, dass ich nun in der aller ersten Runde dieses Awards, der eben erst aus der Wiege gehoben wurde, nominiert bin. DANKE!

So, nun ist es an mir, gemäß den Regeln auch mindestens fünf andere Musik-Blogs zu nennen, die ich gut finde….. gar nicht so einfach (auf Deutsch müssen Sie auch noch sein). Ich bin erst relativ kurz auf Blogs unterwegs, darum fällt mir das ziemlich schwer. Ich muss aber sagen, das selbst Bloggen hat mich geradezu süchtig gemacht…. ich liebe es einfach!

  1. Vioworld-Blog: auf  Vioworld inseriere ich schon ewig, wenn ich Musiker suche. Seit kurzem in neuem Design und mit einem Video-Blog.
  2. Musikgourmet: ein Pianisten-blog. Irgendwie sind die Helden der Schwarz-weißen-Stäbchen ja immer besonders zahlreich vertreten. Mir gefielen Design und der persönliche Stil. Ein ganz junger Blog…..
    Musikgourmet hat den Award angenommen, hier die neuen nominierten
  3. Bad Blog of Musick: angesiedelt bei der etablierten nmz. Es geht um neue Musik und es ist wirklich gut geschrieben (neben Musik liebe ich einfach die deutsche Sprache).
  4. Henle-Blog: Der Henle-Verlag ist bekannt für seine Urtext-Ausgaben. Immer ordentlich und ein Garant für die Authentizität, ich finde, da kann man sich auch mal aktuelles von Experten zum Notentext ansehen. Zumal ich ja sowieso Noten liebe…..
  5. Blog.Codaex.de: hier gibt es aktuelle CD-Besprechungen und das in hoher Schlagzahl und mit zahlreichen Verlinkungen, was für mich das Neuralsystem des www ist….

Alle drei sind derzeit in aller Munde. Der alte Fritz wird am 24. Januar 300 Jahre alt.  Das ist zwar erst nächstes Jahr, die Medienlandschaft brummt aber schon seit Monaten. Die EMI hat zu diesem Anlass eine CD mit Werken von Friedrich herausgegeben, die kein geringerer als Pahud eingespielt hat. Die derzeit rollende Werbelawine sucht ihres gleichen in der Klassikwelt. Pahud tourt von Radio-Interview zu Harald Schmidt  und das Cover der CD (mit grau gestyltem Haar und nachgemachter preussischer Uniform) ziert Dutzende von Onlinemedien. Kurz, man kommt nicht vorbei an diesem Album. Aktuell verlost zudem jpc einen Kunstdruck basierend auf diesem Coverbild. Der Reclam-Verlag veröffentlicht auch ein Bändchen zu Ehren des alten Preußen.

Hier einige der Online-Artikel der letzten Wochen:

Was findet man da so alles? Eigentlich nichts neues, der musizierende Fritz wäre eigentlich lieber nicht König geworden, er hat  den Deutschen die Kartoffelgebracht (das gibt Pommes frites (gesprochen “fritz”) noch eine zweite Bedeutung, wie schon Heinz Erhardt erkannte (siehe unten)), sein Vater richtete vor seinen Augen seinen Geliebten hin, als er mit diesem abhauen wollte. Kurz, er hatte es wirklich schwer, trotz oder wegen des Königseins. Sein von ihm überaus geschätzter Flötenlehrer war übrigens Quantz und am Hof war auch lange Carl Philipp Emanuel Bach Musikus, dessen Werke der König aber wohl nicht unbedingt schätzte (war ihm zu modern).

Im Potsdamer Neuen Palais veranstaltet die Stiftung Preußische Schlösser von April bis Oktober eine Ausstellung unter dem Titel Friederisiko. Das Land Brandenburg organisiert ebenfalls eine ganze Reihe von Events zu seinen Ehren, z. B. ein Konzert mit 300 Flöten in Rheinsberg, wo sein eigenes Schloss stand, eine Tagung in Potsdam und eine weitere Ausstellung in Schloss Branitz.

Die katholische Akademie des Bistum Dresden-Meißen veranstaltet am 16.02.2012 einen Vortragsabend zur Musik in der Zeit Friedrichs. Vortragende sind die Dres Poppe und Schwinger (20.00 Uhr im Kathedralforum Dresden). Die ARD bringt am 16. Januar um 22.45 Uhr einen flammneuen Dokumentarfilm (kommt bei Arte schon am 7. um 20.15 Uhr), in dem die beiden Damen Thalbach den alten Fritz geben (siehe Westfälische Nachrichten oben).

Hier noch Heinz Erhardt zum Thema:

Vom Alten Fritz, dem Preußenkönig

weiß man zwar viel, doch viel zu wenig.

So ist zum Beispiel nicht bekannt,

dass er die Bratkartoffeln erfand!

Drum heißen sie auch – das ist kein Witz -

Pommes Fritz!

Kürzlich bin ich zufällig über das Musikhaus Schlaile in Karlsruhe gestolpert. Online natürlich. Ich kenne den Laden von gaaaaaanz früher, weil ich da ein paar meiner allerersten Notenausgaben und Flöten-LPs gekauft habe. In meiner Erinnerung war der Laden nix besonderes und schon kurze Zeit später fanden alle derartigen Fischzüge nur noch in Stuttgart statt.

Nun also Schlaile online. Und ich war überrascht, ein wirklich gutes Sortiment hatten die da anzubieten. Die Such- und Filteroptionen finde ich recht übersichtlich, es wird angezeigt, ob die Sachen noch am Lager sind und der Versand ist kostenlos, unabhängig von der Bestellsumme. Das ist alles schon mal ziemlich gut, finde ich.

Ich habe da also was bestellt. Kam dann auch zügig (wenigstens die Hälfte, waren aber auch eher exotische Titel). Leider war bei einer Ausgabe die Flötenstimme fehlerhaft geheftet. Die Heftzwecken sitzen gut 2 cm vom Rand mitten im Notenbild, die Doppelseiten sind dementsprechend schief und krumm und das ganze lässt sich quasi nicht blättern.

Da ich die Noten für eine Probe diese Woche bestellt hatte, habe ich direkt bei Schott angefragt, leider eine Woche keine Reaktion. Darum habe ich dann auch beim Händler das Problem geschildert und nach einer Lösung gefragt, die die Probe dennoch ermöglicht.

Kurz darauf kam dann doch noch eine Antwort von Schott. Sehr kulant und freundlich wurde mir zugesagt, dass sie eine neue Stimme schicken und ich solle die alte einfach wegschmeißen. Ohne irgendeinen Beweis oder so. Ich habe also beim Musikhaus Schlaile Entwarnung gegeben und von dort eine ebenso freundliche Antwort erhalten. Eine der noch fehlenden Ausgaben ist schon auf dem Weg und ich solle zurückschicken, wenn etwas nicht passt. Die 14 Tage Frist würden sie da auch nicht so eng sehen.

Das nenn ich mal eine positive Serviceerfahrung. Oder eigentlich gleich zwei und beide an einem Tag.  . Und Schott hat auch eine gute Figur gemacht (wenn die Noten jetzt auch gut hier ankommen)

In eigener Sache sozusagen. Diese Woche habe ich per Mail die Information bekommen, dass jemand mit sogenannter “Spam-Injection” meinen Blog missbraucht hat, um hier einen Link auf seine eigene, wohl nicht besonders seriöse Seite, zu setzen. So was kann dazu führen, dass Google einen abstraft, in dem die eigene Seite nicht mehr in den Suchergebnissen auftaucht. Außerdem ist es in meinem Empfinden ein massiver Eingriff in meinen Privatbereich. Ich war und bin also ziemlich sauer und habe leider auch viel zu viele Stunden benötigt, um das wieder rauszubekommen.

Nun frage ich mich, warum ein so unbedeutender Mini-Privat-Blog solche Idioten überhaupt interessiert? Inzwischen hatte ich in diesem Jahr bereits einen Angriff auf das Forum, diese Spam-Attacke auf den Blog und neulich hat jemand mein Mailkonto gekapert und von da rumgespamt. Alles in einem Jahr, nachdem fast 15 Jahre diese Webpräsenz vollkommen ungestört existieren konnte.

Was ich damit sagen möchte ist nur, dass ich mittlerweile alle meine Passworte verkompliziert habe und ich Euch das auch raten möchte. Der Wind im Netz wird schärfer und man sollte sich als einfacher Anwender darauf einstellen. Die Kriminalstatistik für Onlinedelikte entwickelt sich für mich von einer Zahl in den Medien zur echten Realität. Und auch wenn ich selbst dadurch bisher keinen wirtschaftlichen oder juristischen Schaden erlitten habe, bin ich ärgerlich und traurig darüber, weil diese Aktivitäten eine gute Sache, die wie ich finde auch zu einer gelebten Demokratie beiträgt, indem man sich äußern kann und auch leicht Informationen erhält, zu einem Ort macht, an dem man sich in Acht nehmen muss und massenweise Wegelagerer zugange sind. Natürlich gab es im Netz schon immer Probleme, wie Kinderpornographie und ähnliches, bisher konnte man aber den Eindruck haben, dass dies bestimmte Bereiche waren, denen man aus dem Weg gehen kann,vergleichbar mit gefährlichen Stadtvierteln im realen Leben. Die Probleme schwappen jetzt aber mehr und mehr in alle Bereiche des Webs.

Also, bitte seid aufmerksam, gebt Bescheid, wenn Euch was auffällt und achtet auf Eure eigenen Daten!

Das Baltic Youth Philharmonic bietet in der Rubrik “Lab” Videos von so genannten Coaching Sessions der verschiedensten Orchesterinstrumente. Unten findet Ihr als Beispiel natürlich das Flöten-Video. Es gibt aber auch Blechbläser, Percussion und vieles mehr. Ein Besuch lohnt sich….

BYP Lab – Alison Mitchell – Coaching Session 2011 from Baltic Youth Philharmonic on Vimeo.

Vor einigen Wochen habe ich über meine Neuentdeckung in Sachen Geldausgeben, den Online-Händler Musicroom.de berichtet. Inzwischen ist die Bestellung abgewickelt (fast). Mein Fazit: es war spannend. Das ganze ging mit Vorkasse (schon mal schlecht). Irgendwie hatte ich wohl mein Konto erst nach Abschicken meiner Bestellung erstellt, so dass ich dort die Bestellung nicht verfolgen konnte. So war also mein Geld abgebucht, nach Bestätigung der Zahlung unangenehm langes Schweigen. Daher habe ich dann dort mal angerufen. Der Mitarbeiter am Telefon war sehr nett und hat sich auch sehr bemüht, mir Informationen zu geben (ich hatte die Bestellnummer nicht zur Hand). Es ist wohl so, dass Musicroom 4 Wochen wartet, um alle Artikel zusammenzusammeln. Wenn dann nicht alles da ist, wird der vorhandene Teil verschickt, der Rest folgt portofrei. Ich hatte exotisches Zeug aus dem Ausland bestellt und dementsprechend musste ich warten. Jetzt kamen die Sachen. Ich hab wohl versehentlich was doppelt bestellt, das habe ich zurückgeschickt. Mal sehen, was das Rückgaberecht bei denen für einen Prozess auslöst. Mein Fazit: Aufgrund der Erstbestellung war ich nervös, bisher hat alles geklappt, Geduld war erforderlich, Telefonservice ist gut, Auswahl nach wie vor ungewöhnlich. Ich werde wieder da bestellen, dann unter Nutzung meines Kontos…. mal sehen, was die Rückgabe bringt und wie künftige Bestellungen laufen. Bisher jedenfalls ganz ok. Vielleicht geht es irgendwann auch ohne Vorkasse, das wäre schön….

Bei meiner Suche nach bestimmten Titeln von Malcolm Arnold als Notenausgabe, bin ich heute auf eine für mich völlig neue Quelle gestossen. www.musicroom.de. Dort konnte ich Ausgaben finden, die auf anderen Seiten (www.musikalienhandel.de oder www.notenbuch.de) nicht zu finden waren. Teilweise waren die Sachen auch auf mehreren Portalen verfügbar, bei Musicroom aber um mehr als 8 Euro billiger.  Zunächst konnte ich das fast nicht glauben. Porto ist je nach Versandart ab verschiedenen Bestellsummen kostenlos. Das heißt konkret, Büchersendungen, die beim Versand am längsten brauchen, sind ab 25 Euro Bestellsumme frei, ab 35 Euro wird kostenfrei mit der regulären Post versendet, ab 45 Euro ist dann auch ein Paketversand für den Kunden kostenneutral.

Die Suchvarianten erlauben mehrfache Filterung, wie man es von www.amazon.de kennt, da kommt man recht schnell zum Gesuchten. Neben Noten gibt es auch Bücher, Software, Instrumente und Nippes zum Verschenken.

Für mich war das heute eine sehr positive Entdeckung, mal abwarten, wie es mit der Bestellabwicklung klappt, gegebenenfalls werde ich berichten.

Eines meine Lieblingsthemen… wen überrascht’s.
Ich denke, im Schnitt waren die Klassiker recht spät im Netz. Inzwischen aber sind sie gut vertreten und das macht es möglich, neue Mitmusiker oder Ensemble, zu denen man stoßen will, im Netz zu finden. Aushilfen oder Mugger für Konzerte, Konzerttermine, Konzerttickets, Noten und CD’s. Alles übers Netz. Genauso natürlich auch einen neuen Lehrer oder andersrum Schüler.

Nach meiner Erfahrung waren bisher alle, die ich auf diesem Wege kennengelernt habe, ehrlich an Musik interessiert. Viele nette Kontakte habe ich auf diese Art gefunden. Meine bevorzugten Adressen sind Vioworld und Klassik.com. Etwas weniger erfolgreich war ich bisher mit Musiker in Deiner Stadt. Empfohlen wurde mir noch der Muckenretter.

Wer einen bestimmten Instrumentalisten braucht und das auch noch schnell, der kann am einfachsten bei Instrumentallehrern, an Musikschulen oder Hochschulen bzw. Instrumentenbauern anfragen. Das funktioniert oft ganz gut. Dazu braucht es nur etwas Frechheit.

Die Vereinbarung von Probenterminen geht inzwischen auch in praktisch allen Ensembles, in denen ich spiele per Mail. Ausschließlich per Mail. Sehr praktisch.

Was ich mir noch nicht vorstellen kann, ist der neue Trend, Unterricht per Internet, mit Webcam und so, zu machen. Ich finde, dafür ist Musik einfach zu persönlich.

Vielleicht haben es manche bemerkt. Bei der schleichenden Rückkehr der Bilder auf flutepage.de hatte ich sehr professionelle Unterstützung. Hyou Vielz hat mir einige seiner tollen Musikerfotos zur Verfügung gestellt. Ihr findet nun auf folgenden Biographien auch endlich Bilder von den Künstlern in Aktion:

Dies ist nur ein winziger Ausschnitt aus flötistischer Sicht. In Hyou’s Archiv findet sich noch viel mehr……

Von hier aus ganz herzlichen Dank für diese optische Aufwertung!

Der Link zu diesem YouTube-Video kam gerade per Mail bei mir an. Ich dachte mir, das könnte alle Flötenfreunde begeistern:

Den Flötisten Gergely Ittzes findet Ihr auch auf Flutepage.de. Besonders empfehlenswert finde ich seine Aufnahme von Werken des Komponisten Dubois.

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