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Ein Kessel Buntes

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Dieses Wochenende hatte es für mich persönlich ganz schön in sich.

Freitag ca. 6,5 h Probe, Samstag 4 h Probe, heute zweimal je ca. 3 h Probe.

Das ganze verteilt auf 3 vollkommen verschiedene Formationen.

Freitag eine erste Lese- und Abstimmungsprobe für das Musical Jekyll & Hyde, mit dem San Francesco Chor in Bedburg (es gibt übrigens noch vereinzelte Restkarten). Da bin ich der einzige Bläser und muss mich mit dem Orchester in Form eines Synthesizers arrangieren. Das bedeutet ein bisschen Kreativität, Blattlesen und recht viel solistische Freiheiten und Gestaltungsmöglichkeiten und -pflichten. Ziel ist, Farbtupfer zu setzen, das Sahnehäubchen sozusagen….

Samstag und heute morgen dann Blasorchester. Hier gilt es im Satz zu spielen. Schwerpunkt ist Intonation und exaktes timing. Gefragt ist, sich hundertprozentig nach dem Dirigenten zu richten. Teil des Schwarms sozusagen und Individualismus schadet nur (außer an Solostellen).

Heute Nachmittag dann zum Abschluss Flötenquartett (Flöte und Streichtrio). Kammermusik mit Führungsverantwortung. Genau hinhören, Intonation ist wichtig und vollkommen anders als mit anderen Bläsern. Hinhören, reagieren, sich fügen und trotzdem auch ein bisschen gestalten.

Jede Aufgabe also vollkommen anders. Das einzige gemeinsame ist die Flöte. Einspielen war eigentlich nicht, üben schon gar nicht…. puh

Ich habe gemerkt, wie schwer es ist, sich auf die verschiedenen Anforderungen einzustellen und auch, dass am Ende so eines Wochenendes sowohl die Konzentration als auch die Kondition stark nachlassen. Da heißt es: trainieren, das steht mir die kommenden Wochen öfter mal bevor……

Jetzt hätte ich gerne noch Wochenende, schade eigentlich. Aber immerhin sehr erfüllte  Tage, man kann seine Zeit auch schlechter verbringen als mit netten Menschen beim Musik machen  ;-)

Jetzt Füsse hochlegen und Tatort gucken und dann ab ins Bett.

Ja, das gibt es tatsächlich. Bin selbst ein wenig überrascht, aber seit meiner letzten Unterrichtsstunde sitze ich tagsüber in meinem Büro und denke mit Sehnsucht ans abendliche Flöte üben. Und wenn ich dann abends nach Hause komme, dann bin ich müde und knochenlahm und habe eigentlich gar keine Lust mehr. Die ersten fünf Minuten…. und dann stehe ich plötzlich doch am Notenpult und spiele. Und das ist…… wunderbar!

Woher das kommt? Wie gesagt, von meiner letzten Unterrichtsstunde. Gute Hausaufgaben. Tonübungen, bei denen ich den Erfolg spüren kann und deren korrekte Ausführung ich gut kontrollieren kann. Übungen, die mich tatsächlich weiterbringen. Und dazu noch zwei neue Stücke. Beide machbar und beide mit ein paar Ecken und Kanten zum daran herumbasteln.

Sprich, das Geheimnis meiner Übefreude ist…… ein guter Lehrer. Der richtige Lehrer? Danke von hier aus ;)

Naja, und die anderen Gründe sind nette Mitmusiker, Proben in wunderbaren Besetzungen. Immer wieder neue Leute, die genauso viel Spaß daran haben wie ich. Blasende und streichende Menschen der unterschiedlichsten Fähigkeiten, Begabungen und Altersstufen.

…. uh, jetzt werde ich sentimental. Die, die gemeint sind, die wissen das jetzt. Und ich höre wohl besser auf.

Morgen früh um 11 Uhr spielen Musiker des WDR Sinfonieorchesters im Bismarck-Saal des Funkhauses am Wallraffplatz in Köln ein Kammermusik Konzert. Das Programm und alle weiteren Infos finden sich im Detail auf der entsprechenden Website des WDR. Nur im Bezug auf die Flötenbekloppten wie mich: An der Flöte Michael Faust. Unter anderem wird auch die Beethoven-Serenade mit Violine und Viola gegeben. Lohnt sich also….

noch vor ca. 10 Jahren war für mich Reger der Inbegriff lauter und ein wenig beängstigender Orgelmusik. Das waren geradezu Stürme von Tönen…. nicht ganz mein Ding eigentlich. Und dann, oh Wunder, hat mein damaliger Lehrer, Herr Karl Strobel in Stuttgart, mich mit dem Allegretto grazioso von Reger für Flöte und Klavier bekannt gemacht. weiter lesen

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