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Dem kann abgeholfen werden. Mal wieder weitere Termine:

…. weil ja jetzt so viele auch ein paar Tage frei haben. Darum also: noch mehr Termine  :-)

Morgen (23.12.) wird um 20 Uhr zum dritten und letzten Mal in Berlin in der Philharmonie von den Philharmonikern ein Programm gespielt, das unter anderem mit Syrinx von Debussy und der Sequenza von Berio, beides vorgetragen natürlich von Pahud, aufwartet. Die Karten kosten zwischen 23 und 70 Euro und im Internet gibt es eine kostenpflichtige Live-Übertragung (da gäbe es das dann für 9,90 Euro).

Ebenfalls am 23.12., aber schon um 19.30 Uhr und am anderen Ende der Republik, in Eltville-Erbach, wird ganz stilecht mittelalterliche Chormusik dargeboten. Sieben Herren in Mönchskutten, nur begleitet von einer Querflöte, das ist der Chor Gregorianika auf seiner Tour “Ora et labora”, zu hören in der Johanneskirche zu Eintrittspreisen ab 24 Euro.

Direkt am 1.1.2012 kann man im Alten Rathaus in Gerolzhofen ein Konzert mit Flöte und Klavier genießen. Es spielt das Duo op. 19, bestehend aus Corinna Döring und Tayuko Nakao. Auf dem Programm steht Musik aus Deutschland und Frankreich vom Spätbarock bis ins 20. Jahrhundert. Das Konzert findet zur Eröffnung der Gerolzhöfer Kulturtage 2012 statt und kostet Eintritt, der Betrag ist mir leider nicht bekannt.

Mal was ganz anderes wird am 7. Januar schon ab 15.30 Uhr geboten (Einlass ab 13.45 Uhr). Das Bremer Kaffeehaus-Orchester ist eine Quintett-Besetzung mit Kontrabass, Geige, Bratsche und Cello, sowie einem ambitionierten Bläser, der zwischen Piccolo, Flöte, Klarinette und Saxophon wechselt. Das Konzert findet im Landidyll -Hotel Backenköhler in Stenum statt und kostet regulär 15 Euro.

Im Kunstmuseum Liechtenstein spielen am 22. Januar 2012 Hieronymus Schädler (Flöte), Stephanie Beck (Harfe) und Eddy Hackett (Percussion) ab 11 Uhr zum ersten Mal als Trio zusammen. Gespielt wird neuere Musik von Cage, Scelsi , Beecroft und anderen. Das Konzert findet innerhalb der Ausstellung statt, wie das mit dem Eintrittspreis aussieht, ist mir nicht bekannt.

Wer etwas Gutes tun möchte, der sollte am 27. Januar um 20 Uhr das Benefizkonzert zugunsten einer neuen Orgel in der Dreifaltigkeitskirche in Speyer besuchen. Eine bunte Besetzung, natürlich mit Flöte, bietet venezianische Mehrchörigkeit unter der Führung von Professor Leo Krämer. Der Eintrittspreis beträgt 20 Euro.

Schon weit im Frühjahr, am 22. April, ist um 19.30 Uhr in der Stadthalle Kirchheim das Bläserquintett PentAnemos zu hören. Gespielt werden die großen Standardwerke von Francaix, Milhaud, Ibert und Taffanel. Das Konzert ist Teil des Konzert-Abos des Kulturrings.

Durch eine kürzlich erschienene CD bin ich auf einen mir vollkommen unbekannten Schweizer Komponisten mit dem markigen Namen “Hans Huber” aufmerksam geworden. Die taufrische Aufnahme umfasst zwei Werke: das Sextett für Bläserquintett und Klavier und das Quintett für Flöte, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier.

Beide Werke zeichnen sich durch die von mir so geliebte beinahe symphonische Farbigkeit und Klangfülle aus. Einige Sätze erinnern an ein Klavierkonzert mit Bläserbegleitung, das Sextett enthält aber auch eine wunderbare Solopassage der Oboe und auch das Horn kommt schön zur Geltung.

Ich habe die CD bei meinem Fahrten nach und von Bedburg (Musical-Mission) nicht mehr aus dem CD-Player genommen und heute die Tatsache, da ich dank Erkältung nicht übefähig bin, dafür genutzt, mal eine kleine Recherche zu unternehmen. Leider hat Herr Huber offensichtlich das Klavier und die Streicher bevorzugt. Die beiden genannten Werke sind tatsächlich die einzigen mit Flötenbeteiligung, die ich entdecken konnte. Und doch gibt es eine sehr gute Nachricht zu vermelden. Die Noten sind sämtlich aktuell nicht mehr verlegt, bei IMSLP aber als pfd zum Download im Angebot. Jetzt könnt Ihr mal raten, wer da eben mal ein paar MB durch den Äther gesaugt hat :)

Tage wie dieser…..

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Heute ein Mittwoch, der eigentlich ein Montag ist. Nach extra langem Wochenende (letzter Arbeitstag war Donnerstag, dank Kingma-Ausflug, Brückentag und Allerheiligen) bin ich extra etwas früher aufgestanden, weil mein Gleitzeitkonto gähnend leer ist und mit einer Probe heute um halb sechs, einer Probe morgen um halb acht und einer weiteren am Freitag um halb acht schon sehr fest steht, dass ich eigentlich jeden Tag eher Miese mache als mal wieder etwas Zeit zurückzulegen.

Die Motivation dümpelte heute morgen irgendwo im bodenlosen. Die Aussicht auf diese Restwoche inklusive Wochenende und nächster Woche (Samstag Probe, Sonntag Konzert, Montag bis Donnerstag Probe, Freitag bis Samstag Musical-Konzerte) führte schon in der Perspektive dazu, dass ich mich müde fühlte und tendenziell überfordert, gestresst, gehetzt usw…..

Im Büro bewahrheitet sich eigentlich all das sehr genau, ich komme zu nix, den ganzen Tag von einer Baustelle zur anderen und abends hat man das Gefühl, eigentlich nix geschafft zu haben. Na toll. Dann um halb fünf nach Hause, Noten und Flöte packen, ab ins Auto und zur Probe. Ich bin einfach nur müde und habe das Gefühl, mir diese einfach nur fürs private Vergnügen angesetzte Probe hätte ich mir vielleicht in dieser Woche einfach schenken sollen. Naja, es ist wie es ist, also los und versuchen, halbwegs pünktlich zu sein.

Ich hole also meine liebe Mitmusikerin ab, sie wirkt auch einigermaßen abgehetzt, die bessere Hälfe mosert ungebremst von wegen schon wieder eine Probe und das Frauen immer unterwegs sein müssen etc. Wir verhandeln also, dass wir heute eigentlich beide nicht so lange können und wollen, weil alles liegen bleibt und wir uns beide irgendwie fragen, wie wohl dieser Termin überhaupt zustande gekommen ist.

Fünf Minuten später Ankunft bei der dritten im Bunde, Standort des Flügels und unser Proberaum mitten im Wohnzimmer der durchaus lebhaften Familie. Wir klingeln, die Tür öffnet sich und wir blicken in verwunderte Augen: ach, wollten wir heute proben? Ups…… passt es denn? Ja klar, eigentlich sollte ich einkaufen, aber ein bisschen spielen können wir schon.

Irgendwie war ich da zunächst etwas beklommen und wunderte mich, alle drei haben eigentlich keine Zeit, irgendwie klemmt die Probe quer im Zeitplan unserer jeweiligen Woche wie eine Gräte im Hals. Aber nun sind wir schon hier, also wollen wir ein bisschen spielen….

Und was passiert? Eine Traumprobe, gemeinsame Gestaltung, stimmige Intonation, der Klang mischt sich und es macht sich eine wohlige herbstliche Wärme im Gemüt breit. Ist das schön. Ist das unglaublich. Letztes mal ging das doch alles nicht, da fand ich den Einsatz nach der Pause nicht, verstand nicht, wie das alles zusammengehört, da schrillten die hohen Töne zwischen Flöte und Klarinette und nichts wollte so ganz passen. Heute aber, mit drei gestressten Köpfen, die zuvor eher ein wenig widerwillig den Weg zueinander fanden, heute spielen wir blind wie einer, musizieren wirklich, statt einfach nur zu spielen und es klingt und befriedigt ungeheuer.

Nach ca. anderthalb Stunden sind wir alle drei am Grinsen und machen uns auf zu den wartenden Verpflichtungen (von Tapezieren über Kochen und Einkaufen bis hin zum Bloggen ::-D ) So muss es sein, dafür mache ich Musik.

Und was hat uns heute so bezaubert? Hier das Repertoire der heutigen Trio-Probe (Flöte, Klarinette und Klavier):

  • Schostakowitsch: Vier Walzer (sehr frisch, davon gibts eine wunderbare Aufnahme mit Pahud)
  • Massenet: Under the Linden Trees (wunderbar lyrisch, tiefe Lage für Flöte und Klarinette, sehr herbstlich)
  • Borodin: Solicitude, Nocturne aus dem Steichquartett und Thema aus den Polovtsian Dances (alle drei einfach wunderbar, mit pfiffigen Harmonien und gut gesetzt) und zu guter letzt:
  • Offenbach: Barcarolle (das kennt jeder, muss man nicht viel zu sagen, außer dass ich eine etwas tiefere Lage in der Flöte netter fände. Geschmackssache)
  • Faure: Sicilienne (immer wieder nett und auch ein Klassiker)
  • Harris: Five Waltzes (das schließt sich der Kreis zum Beginn, auch diese sehr pfiffig, leicht schräg und jeder der fünf mit ganz eigenen Einfällen)

Das macht definitiv sehr viel Lust auf mehr und auch auf eine Gelegenheit, mal öffentlich zu werden. Ein sehr passendes Programm für einen adventlichen Nachmittagskaffee oder ähnliches…..

Wer meine letzten paar Posts verfolgt hat, der weiß, dass Sonntag der Tag der Wahrheit war. Können wir spielen? In welcher Besetzung? Hält unsere Invalidin das durch? Was haben die beinahe zwei Wochen seit der letzten Probe aus unserem eifrig geprobten Programm gemacht?

Viele Fragen, eine wiederum etwas schlafarme Nacht meinerseits ob dieser vielen Fragezeichen. Nachts noch ein paar panische SMS und Mails von unserer Genesenden, die Freitag bereits versichert hatte, dass sie selbst spielt, weil die Mail mit Ort und Zeit verschütt gegangen war.

Ab 9 Uhr war ich dann zum Einspielen am Ort des Geschehens. Kantate im Gottesdienst und immer ein banges Auge Richtung Eingang zum Gemeindezentrum, ob und wann die Mitmusiker denn ankommen. Und da war keiner zu sehen…. leichte Unruhe machte sich auf meiner Seite breit.

Dann die Abkündigungen: Matinee im Gemeindesaal um 10.45 Uhr :roll: . 10.45 Uhr? In unserer gesamten Planung hieß es 11 Uhr. Meine Blicke Richtung Eingang wurden häufiger…..

Nach dem Gottesdienst dann die erfreute Feststellung, dass Fagott und Horn bereits eingetroffen waren und  sich im “Einspielraum” befanden. Nur die Klarinette, die fehlt noch…..

Aufbauen also, dann doch in der Kirche statt im Gemeindesaal, wegen der Akustik. Und nochmal kurz anspielen, nur ein paar Takte je Satz, wegen der Tempi. Nur der Klarinettist, der fehlt noch, daher muss das Anspielen noch warten. Und der denkt ja auch, dass es um 11 Uhr losgeht. Als er aufschlägt dann mittlere Hektik. Anspielen, Aufnahmegerät an die bessere Hälfte des Herrn Klarinettisten delegieren. Nur leider hatte ich vergessen zu erwähnen, dass es schon früher als gedacht losgeht. So fehlen also Frau und Gerät zum Beginn der Kantate ebenso wie die Familie unserer Hornistin und natürlich die anderen von mir eingeladenen Gäste. Die Pechsträhne bzw. das Chaos scheint nicht so recht abreissen zu wollen….

Das Konzert beginnt. Die Kantate klappte und gefiel und dann kam das Quartett. Und tatsächlich auch hier, trotz all der Widrigkeiten: Nach anfänglicher Nervosität wurde es Zeile für Zeile immer besser, sicherer, musikalischer. Und irgendwann stellte sich das von mir “Streichquartettgefühl” genannte Feeling ein. Ein Gefühl von echtem Zusammenspiel, gegenseitigem Zuhören und kollektiver Dynamik. Wunderbar!

Die nicht sehr zahlreichen Zuschauer applaudierten ausgiebig und waren auch noch sehr spendabel in Sachen freiwilligem Unkostenbeitrag. Der Tag und die letzten zwei Wochen waren gerettet, die Stimmung auf einem Hoch. Und das beste von allem: endlich konnte ich mal eines der Rossini-Quartette spielen.  :-P

Es geht doch nichts über ein kitschiges Happy-End!

Hier jetzt der YouTube-Film mit der Kantate:

Uraufführung

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Das ist (hoffentlich) der letzte Post zum Thema Sonntagsmatinee. Wir werden spielen. Wenn alles klappt, ganz wie geplant. Sollte die Heilung nicht weit genug fortgeschritten sein, wird Fagott durch Cello ersetzt. Aber gespielt wird in jedem Fall.

Die unter Umständen exotische Besetzung ist aber nicht der Hintergrund für den Titel dieses Posts.

Die Kantate, die wir spielen werden, wird uraufgeführt. Heute war Probe und ich habe sie zum ersten mal gehört (und gespielt). Und ich finde sie sehr schön. Eigentlich für zwei Solisten und Kinderchor, werden wir Sonntag den Chor weglassen. Dazu Klavier, Kontrabass und Flöte. Ein bisschen jazzig angehaucht, mit zwei wunderbar harmonierenden Stimmen aufgeführt und einfach frische Melodien, finde ich.

Ich wiederhole also gerne meine Einladung und hoffe, dass bis Sonntag nicht ein weiteres Missgeschick passiert.

11 Uhr, Nathanaelkirche in der Escherstrasse Köln, vielleicht sehen wir uns ja

Gestern gab es hier erstmalig eine “Eilmeldung”, weil ich mich verpflichtet fühlte, wenn ich zu einem Konzert eingeladen habe, dann auch auf Programmänderungen hinzuweisen. Wir wollten gestern Bläserquartett spielen. Daraus wurde aber nichts, weil leider unsere Fagottistin einen Berufsunfall hatte, bei dem unter anderem Ihre Lippe gelitten hat, die man ja nun auf jeden Fall beim Fagottspielen braucht. Naja, von Freitag Abend auf Samstag vormittag jemand zu finden, der einspringt und das ohne Probe….. Wir haben es nicht geschafft.

Was nun? Ich hatte den Termin eingefädelt, eine halbe Stunde Musik in der offenen Kirche. Seit 2008 eine kleine “Tradition” in Bergheim. Und ich konnte doch den Organisator, der mir die Auftrittsmöglichkeit beschafft hatte, nicht sitzen lassen. Zumal ich wusste, dass er selbst von 11 Uhr bis 11.30 Uhr eine Orgelvertretung zu machen hatte und den Termin um 11.30 Uhr daher nicht selbst übernehmen konnte. Wir beschlossen also per Telefon und Mail, dass ich mit Flöte solo anfangen sollte, er dann dazustossen und mit mir gemeinsam noch eine Sonate mit Flöte und Orgel spielen würde.

Ich habe die Nacht wenig geschlafen, weil ich dauernd überlegt habe, wann und wie wir uns denn auf eine Sonate einigen sollten und welche es sein sollte. Also bin ich morgens vorher noch zu der Kirche, an der er die Vertretung zu machen hatte und habe mit ihm einen Blick in die Noten geworfen. Da war eine Sonate, über der “Sonntag” von Hand eingetragen war. Und da er der einzige Kirchenmusiker ist, mit dem ich in den letzten Jahren gespielt habe, und mir der Anfang des ersten Satzes bekannt erschien, dachte ich, das haben wir schon gespielt.

Ich also zurück in die Kirche und auf die Empore zum Einspielen. Glücklicherweise kam eine sehr willkommene Besucherin in Gestalt einer Freundin und Mitmusikerin, der ich leider mitteilen musste, dass das, wofür Sie gekommen war, gar nicht stattfinden würde. Aber so hatte ich in jedem Fall moralische Unterstützung, die ich gut gebrauchen konnte. Und wenigstens einen echten Zuhörer :)

Dann war es so weit. Ich begann also, mutterseelenalleine auf der Empore bei schlechtem Licht (einen Lichtschalter hatte ich nicht gefunden). Eigentlich hatte ich ja vor, nur ca. 10 der Variationen aus den Folies zu spielen. Dann aber dachte ich mir, besser möglichst viele, wer weiß, wann die Verstärkung anrückt. Also habe ich alle, die ich halbwegs spielen konnte gespielt. Derweil zogen draußen die Wolken zusammen und allmählich konnte ich die Noten fast gar nicht mehr erkennen. Gute 11 Minuten Marias also (ich habe in meiner Panik wohl die Pausen zwischen den Variationen ein wenig kurz angelegt). Noch immer kein Organist…. was nun? Also gut… CPE Bach Solosonate. Und siehe da, während des ersten Satzes rumpelt es hinter mir und als ich mich umdrehe, sehen meine erleichteren Augen den ersehnten Begleiter….. und, er findet den Lichtschalter! Doppelte Freude!

Leider war aber die Orgel abgeschlossen, ich musste also noch etwas mehr vom Bachsohn nachlegen, damit in der Sakristei der Schlüssel geholt werden konnte und die Orgel schließlich mit lautem Rumpeln durchatmen konnte.

Wir haben also die vereinbarte Sonate aufgelegt.… angefangen, und festgestellt, dass wir das noch nie gespielt haben und dummerweise in der Orgel in Art eines Echos die Sechzehntel-Läufe der Flöte wiederholt werden. Leider kam das etwas überraschend und außerdem schien die alte, kleine, klapperige Orgel solche Ansprüche auch nicht gewohnt zu sein. Etwas peinlich also.

Dafür waren wir sehr pünktlich fertig! Au weia…. nun hoffen wir das beste für den Termin nächste Woche.

Gute Besserung!

Eilmeldung

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Heute leider kein Quartett, unsere Fagottistin hatte gestern einen Lippen-beschädigenden Unfall. Es gibt Flöte solo und Flöte mit Orgel.

Heute mal wieder in eigener Sache:

Wir spielen am Samstag 2. Juli und Sonntag 10. Juli jeweils ein Matineekonzert für die Besetzung Flöte – Klarinette – Horn – Fagott. Hier alle Fakten im Überblick:

2. Juli 2011, 11.30 Uhr in St. Georg, Hauptstr. (Fussgängerzone), 50126 Bergheim
10. Juli 2011, 11.00 Uhr in der Nathanaelkirche, Escher Str. 160, 50739 Köln

Das Programm:

Louis Emmanuel Jadin:  Quartett Nr. 1 d-moll

Gioacchino Rossini:   Quartett Nr. 1

Johann Sebastian Bach:   Bist Du bei mir

Am 10.07.2011 gibt es zusätzlich:

Thomas Pehlken:  Ich darf sicher sein (Kantate)

Dauer am 2. ca. eine halbe Stunde, am 10. etwa 45 Minuten. Eintritt ist frei.

Ich freue mich über jeden Besucher!


Heute vor 60 Jahren verstarb Joseph Bohuslav Foerster. Eine Aufnahme des Philharmonischen Bläserquintetts Berlin führte vor zwei oder drei Jahren dazu, dass ich eine angestrengte Suche nach den Noten zu seinem Bläserquintett unternommen hatte. Und ich wurde fündig: in Prag bei der Edition Bärenreiter. Nun bin ich stolzer Besitzer von Stimmen und Partitur in vom Verlag authorisierten Kopien, die allerdings wegen der handschriftlichen Qualität schlecht zu lesen sind. Kurz nach meinem Sucherfolg wurde das Werk zum Download bei IMSLP eingestellt, in einer gut lesbaren Printversion. Naja, shit happens. Trotz allem war meine Freude und mein Stolz ob des Recherche-Erfolgs groß und nachhaltig.

Ist auch egal, das Stück jedenfalls gehört zu den schönsten Quintetten, die ich überhaupt kenne. Typisch böhmisch, ein geradezu sinfonischer Klang, regelrecht opulent. Die Stimmen lösen sich in einem engen Geflecht ab. Leider bisher noch immer zu schwierig für uns, aber ich gebe nicht auf…

Heute vor 60 Jahren also ist er gestorben. Leider hat er für Flöte so gut wie nichts hinterlassen. neben dem Quintett weißt Wikipedia noch ein Nonett aus…. vielleicht sollte ich mich wieder auf die Suche begeben. Sehr schade, dass unser schönes Instrument offensichtlich nicht so sehr seine Aufmerksamkeit hatte….

Ja, das gibt es tatsächlich. Bin selbst ein wenig überrascht, aber seit meiner letzten Unterrichtsstunde sitze ich tagsüber in meinem Büro und denke mit Sehnsucht ans abendliche Flöte üben. Und wenn ich dann abends nach Hause komme, dann bin ich müde und knochenlahm und habe eigentlich gar keine Lust mehr. Die ersten fünf Minuten…. und dann stehe ich plötzlich doch am Notenpult und spiele. Und das ist…… wunderbar!

Woher das kommt? Wie gesagt, von meiner letzten Unterrichtsstunde. Gute Hausaufgaben. Tonübungen, bei denen ich den Erfolg spüren kann und deren korrekte Ausführung ich gut kontrollieren kann. Übungen, die mich tatsächlich weiterbringen. Und dazu noch zwei neue Stücke. Beide machbar und beide mit ein paar Ecken und Kanten zum daran herumbasteln.

Sprich, das Geheimnis meiner Übefreude ist…… ein guter Lehrer. Der richtige Lehrer? Danke von hier aus ;)

Naja, und die anderen Gründe sind nette Mitmusiker, Proben in wunderbaren Besetzungen. Immer wieder neue Leute, die genauso viel Spaß daran haben wie ich. Blasende und streichende Menschen der unterschiedlichsten Fähigkeiten, Begabungen und Altersstufen.

…. uh, jetzt werde ich sentimental. Die, die gemeint sind, die wissen das jetzt. Und ich höre wohl besser auf.

Vor einigen Monaten habe ich hier eine Bearbeitung der Beethoven-Duette für Klarinette und Fagott vorgestellt und versprochen, mal zu berichten, wie das so klingt. Die Bearbeitung ist gesetzt für Flöte und Klarinette, wobei die Klarinette dann die Fagottstimme übernimmt. Heute haben wir alle drei Duette gespielt. Es hat jedenfalls sehr viel Freude gemacht. Ich denke, für die Klarinettisten ist es schon sehr gewöhnungsbedürftig, wenn sie das Stück aus der anderen Perspektive kennen. Aber es ist spielbar und es klingt auch. Natürlich aber ganz anders als im Original. Die Ausgabe ist leider sehr sparsam angelegt, Faulenzer und ultra-kurze Wiederholungsstücke, nur um Papier zu sparen. Das ist nicht so erfreulich….

Der Link zu diesem YouTube-Video kam gerade per Mail bei mir an. Ich dachte mir, das könnte alle Flötenfreunde begeistern:

Den Flötisten Gergely Ittzes findet Ihr auch auf Flutepage.de. Besonders empfehlenswert finde ich seine Aufnahme von Werken des Komponisten Dubois.

Frisch aus der Paketstation gefischt halte ich die wirklich schönen Beethoven-Duette in Händen… bearbeitet für Flöte und Klarinette. Ich kenne und liebe diese drei Duos seit Jahren und besitze sie auch. In einer Ausgabe für Klarinette und Fagott, wahlweise Flöte und Fagott oder auch Flöte oder Klarinette mit Cello. Gespielt habe ich das auch schon mehrfach sowohl mit streichendem als auch mit blasendem Gegenüber. Immer wieder schön und immer wieder eine Herausforderung.
In dieser neuen Ausgabe wird nun aber die Klarinette von der Flöte aus der Oberstimme verdrängt und auf die im Original im Bass- bzw. Tenorschlüssel notierte zweite Stimme verdrängt. Geht so was, klingt das?
Aus der Erfahrung mit anderen Bearbeitungen durch Herrn Andraud bin ich guter Hoffnung. Zudem hat ein Duo aus Flöte und Klarinette nicht wirklich große Auswahl bezüglich verfügbarer Literatur. Ein wenig Farbe wird wohl verloren gehen, wenn beide Stimmen näher zusammenrücken. Ich werde berichten!

Heiße Sache…

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damit meine ich unseren Erstauftritt heute morgen. Und “unser” heißt Willi, Eva, Regine und ich. Wir haben ein Stündchen musiziert und das war spannend, wie immer. Ich finde es jedesmal wieder spannend zu sehen, wie neue Mitmusiker auf den Auftritts-Stress reagieren. Und es war einfach wunderbar. Gepatzt habe nur ich…. wie peinlich. Und es war einfach entsetzlich heiss…. aber es gibt nichts schöneres, als während eines Konzertes irgendwann das Gefühl zu haben, nur Musik zu machen und die Nervosität nicht mehr zu spüren. Ein schöner Tag, der eben durch das zweite Tor unserer Nationalelf noch weiter verschönert wurde. Prost!

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