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Hier noch weitere Termine, die man sich vielleicht vormerken sollte:

Am 6. Januar ist im Kulturhaus Alter Schützenhof  (Kasch) in Achim das Bremer Kaffeehausorchester zu hören. Konzertbeginn ist um 20 Uhr, der Eintritt kostet regulär 16 Euro, ermässigt 10 Euro.

Die Volkshochschule Creußen bietet einen Kurs für Querflöte, Klarinette und Saxophon. Unterricht ist immer am Mittwoch um 18.00 Uhr und je Übungseinheit kostet das ganze 15 Euro. Der Lehrer ist Miroslav Liska. Unterrichtsraum: VHS-Raum im alten Rathaus in Creußen. Alle Infos gibt es direkt bei der VHS.

Die Kammerkonzertreihe “Klang der Welt” in der Deutschen Oper in Berlin bietet zu folgenden Terminen auch flötistische Beteiligung:

  • Schweizer Komponisten in Berlin: 23.01.2012
  • Schweiz über die Jahrhunderte: 27.02.2012 (unter anderem mit meinem geliebten Sextett von Huber)
  • Neue Werke: 02.05.2012

Alle Konzerte beginnen um 20 Uhr und finden im Foyer der Deutschen Oper statt. Online-Karten sind für 15 Euro erhältlich. Mehr Infos bei der Deutschen Oper.

Die DGfF und das Studio für neue Musik der Hochschule für Musik in Würzburg veranstalten in Würzburg am 12. Februar einen Kurs unter dem Thema “Rund um die Sonatine – Boulez, Leibowitz, Messiaen”. Dozenten sind Ruth Wentorf, Cordula Hacke und Susanne Gärtner. Aktive Teilnehmer, die Mitglied der DGfF sind, zahlen 30 Euro, passive Teilnahme kostet für sie 10 Euro (Preise für Nicht-Mitglieder jeweils 10 Euro höher). Anmeldeschluss ist am 5. Februar, Anmeldung über die DGfF: floete@floete.net.

Am 10. und 11. März veranstaltet das Conservatorium Maastricht das 20. Internationale Flötenfestival. Geboten werden Konzerte, Workshops, Vorlesungen und auch eine Ausstellung.

Ebenfalls im März (23.-25.) startet die 2. Spanische Flute Convention der spanischen Flötengesellschaft “Asociación de Flautistas de Espana”. Man trifft sich in Barcelona, weitere Infos gibt es hier: www.afeflauta.com.

Quasi zeitgleich kann man in Frankfurt die Internationale Musikmesse besuchen: 21.-24. März (obwohl ich letztes Mal fand, dass das für Flötisten nicht mehr so furchtbar spannend ist, die Tendenz geht extrem zur Eventtechnik)

Die Amerikanische Convention der National Flute Association findet dieses Jahr in Las Vegas vom 9.-12. August statt.

Wer möchte kann direkt im Anschluss nach Manchester zur BFS Convention weiterreisen (17.-20. August): secretary@bfs.org.uk

Die letzte “Flöte aktuell” für 2011 ist gekommen. Und natürlich gibt es schon viele interessante Termine für Flötisten anzukündigen:

  • Flötenwettbewerb für Amateure der DGfF: 5. und 6. Mai 2012, alle Infos dazu auf www.floete.net
  • Vorbereitungskurs für die Aufnahmeprüfung zum Musikstudium mit der Flöte, mit Carlo Jans, Hermann Klemeyer, Ruth Wentorf, Cordula Hacke und Ute Koch an der Hochschule für Musik in Würzburg am 30. März und 1. April. Die Kursgebühr beträgt 180 € und Anmeldeschluss ist am 15. März.
  • Mühelos sitzen, leichter atmen. Die Dynamik des Beckens entdecken – Feldenkrais für Flötisten (Annegret Lucke) am 28. Januar im Frankfurter Konservatorium
  • Freier Atem – freier Ton. Atem- und Körperarbeit für Instrumentalisten und Sänger (Gordana Crnkovic) am 11. Februar an der Hochschule für Musik in Freiburg
  • Piccolospielen für Anfänger und Fortgeschrittene (Jutta Pulcini) am 18. Februar am Konservatorium in Frankfurt
  • Zeitgenössische Musik von Anfang an (Workshop für Pädagogen und Studenten) (Kristina Hesse) am Konservatorium in Frankfurt (10. März)
  • Intonation und Stimmung (Doris Geller), am 12. Mai in Frankfurt am Main

Die sogenannten Samstagskurse der DGfF kosten für Mitglieder 50€, für Nichtmitglieder 70€. Anmeldeschluss immer 10 Tage vor dem Kurs. Anmeldungen an floete@floete.net oder per Telefon: 069/596 2443

Viel spannendes…. mehr folgt demnächst. Vielleicht sieht man sich da ja mal irgendwo :)

Am 1. Januar 2012  ist in Arnsberg in der Auferstehungskirche die interessante Besetzung Flöte (Leonie Brockmann), Trompete (Frieder Steinle) und Orgel (Ulrich Grosser) zu hören. Los geht es um 16.3o Uhr für alle, die bereit sind, 15 Euro zu berappen. Gegeben wird ein Programm im Zeichen der Barockmusik (Albinoni, Pachelbel, Vivaldi, Händel etc.).

Ein anderes Neujahrs-Konzert findet um 17 Uhr in der Kirche St. Nikolaus in Neuried statt. Hier kostet der Eintritt ebenfalls 15 Euro (ermässigt 12 Euro). Geboten wird Bläserquintett mit Orgel, es spielen das Cumulus-Quintett und Max Hanft. Gespielt werden Werke von Kvandal, Farkas, Bach und anderen.

Am 7. Januar 2012 spielen in Berlin in der Sophienkirche Rudolf Döbler (Flöte) und Daniel Clark (Orgel) Werke von Bach bis Ibert. Los geht es um 16 Uhr, ob es Eintritt kostet, weiß ich leider nicht.

Bei uns in der Familie bin ich zuständig, wenn ein Musik bezogenes Geschenk benötigt wird. Und da meine Nichten und mein Neffe alle musizieren, kommt das öfter mal vor. Dieses Jahr war der Wunsch ein Stimmgerät fürs Schlagzeug. Ein bisschen Recherche und mein eigenes Bauchgefühl führten dazu, dass wir ausnahmsweise nicht das Gewünschte besorgt haben (besser die Ohren benutzen). Musikalisch sollte es dennoch sein, also haben wir für meine Schlagzeug und Marimba spielende Nichte ein Cajon gesucht.

Zunächst eine Onlinerecherche, dann dachten wir, es kann nix schaden, sich ein paar dieser vielen verfügbaren Modelle mal in echt anzusehen. Wir also raus zum nagelneuen Riesenladen des Musicstore in Köln-Kalk. Neugierig war ich ja ohnehin. Leider brachte der Besuch wenig Erkenntnis, da der offensichtlich einzige Kundenbetreuer in der Percussion-Abteilung gerade auf dem Sprung zum Mittagessen war. Wir also so geguckt, keine neuen Erkenntnisse gewonnen und wieder heimgefahren.

Abends dann eine weitere Internetrecherche, die drei möglichen Bezugsquellen waren der Musicstore, der Rockshop und Thomann. Das ganze fand exakt eine Woche vor Weihnachten statt. Wichtig war also vor allem die unmittelbare Verfügbarkeit und der zeitnahe Versand (sollte ja nach Süddeutschland zu meiner Familie und darum wollte ich es professionell verpackt haben). Letztendlich habe ich mich Samstag abend (17.12.) für ein Cajon vom Musicstore entschieden, dass als “auf dem Lager” gekennzeichnet war. Laut Versandbedingungen sollte das bestellt unter diesen Voraussetzungen in ein bis zwei Tagen, also bis ca. Mitte der Woche, beim Empfänger sein.

Dienstag (zwei Wochentage nach Bestellung) erhielt ich eine Auftragsbestätigung, die besagte, dass hiermit ein Vertrag zustande gekommen sei. Dazu eine Bestellnummer und ein Ansprechpartner. Ich hab erst mal abgewartet und als ich nichts weiter hörte habe ich angerufen (Donnerstag, 4 Wochentage nach Bestellung) um zu erfragen, was denn die Auftragsbestätigung bezüglich des Versandstatus bedeute (meine erste Bestellung bei dem Verein).

Der freundliche Mensch am Telefon erklärte, das Ding sei nicht am Lager. Ich, schon leicht gereizt, weise darauf hin, dass diese aber im Netz als “am Lager” gekennzeichnet gewesen wäre. Er guckt nochmal und sagt, doch, ja, es sei da, aber im alten Lager in der Budengasse. Ich Ahnungslose frage, was das den für den Versand heißt, da meint er, von da würde nicht versendet (????). Wo ich den wohnen würde? Ich sag “in Köln”, da bietet er mir an, ich könnte es abholen. Ich erklär ihm, dass das nach Stuttgart muss. Da meint er, dass das wohl nicht mehr zu schaffen sei. Da bin ich echt stinkig geworden und habe ihm erklärt, dass es ja wohl eine Frechheit wäre, das als “am Lager” und “in 1 bis 2 Tagen beim Empfänger” zu markieren. Wann sie denn gedächten, das zu versenden. Das wusste er nicht.

Also habe ich mich ans Telefon gehängt, bei Thomann in der Percussion-Abteilung angerufen, telefonisch noch eine kompetente Beratung zur Wahl des richtigen Cajon erhalten, telefonisch bestellt, für UPS-Versand 25 Euro abgedrückt und wups….. am nächsten Morgen um kurz vor neun Uhr ist es angekommen. So geht es also auch.

Die Musicstore-Bestellung habe ich storniert. Ich habe mich auch per Kontaktformular beschwert, natürlich ohne Reaktion. Ich frage mich nur, wie es sein kann, dass zu Beginn des 21. Jahrhunderts der Rhein ein derartig unüberwindliches Hindernis für die Logistik darstellen kann? Wie kann man sich so dämlich anstellen? Es gibt in Köln sieben oder acht Brücken um auf die Schäl sick (Deutzer Seite, wo der neue Laden ist) zu kommen. Es gibt Autos, Züge, Versanddienste. Und es gibt die Möglichkeit, zu kennzeichnen, dass ein Artikel nicht unmittelbar verfügbar ist.

Was die da machen ist für mich eigentlich eine Art von Betrug. Man gaukelt etwas vor und erhält so eine Bestellung. Der Kunde spielt keine Rolle. Die Ignoranz, die mir bei meiner Anfrage entgegenschlug war atemberaubend. Mich haben die jedenfalls gesehen. Nie wieder, das ist mal sicher. Scheinbar führt eine gute Marktposition dazu, dass man meint, sich nicht mehr anstrengen zu müssen.

Übrigens liegen laut Google maps (siehe auch unten) knapp 6 km zwischen den beiden Standorten dieses Ladens. Ebenfalls laut Google benötigt man mit dem Auto dafür 10 Minuten. Rechnet man weihnachtliche Verkehrsprobleme en, das Be- und Entladen, dann kommt man vielleicht auf eine halbe Stunde. Nöööööö, so eine Weltreise kann man natürlich nicht planen, geht ja gar nicht.

Das ist wie in dem alten Lied von den zwei Königskindern: “Sie konnten zueinander nicht kommen”. Da war auch ein Gewässer im Weg. Vielleicht müssen die armen Store-Mitarbeiter ja mit der Ware rüberschwimmen oder nehmen das Paddelboot oder ein Floss? Wer weiß, wer weiß….

Thomann hat mich sehr positiv überrascht. Freundlich, hilfsbereit, kompetent und zuverlässig. Das hat mich ehrlich überzeugt. Hut ab und danke schön!

Allen, die hier ab und an vorbeisehen, wünsche ich von Herzen

Schöne Weihnachtstage

Ein bisschen Ruhe, viele liebe Menschen und dazu einen guten Schlag wunderbarer Musik!

Bleibt mir treu und danke für alle Kommentare, Mails und sonstige Beiträge in 2011.

Lampenfieber

5 Kommentare

Eigentlich bin ich meistens bei Konzerten verhältnismässig ruhig. Da ich schon so lange spiele und von Anfang an immer wieder auch öffentlich, kann mich da nicht mehr so richtig viel schocken. Ein bisschen Nervosität, klar, aber nicht so richtig schlimm. Dennoch gibt es oft spezielle Situationen, in denen ich sehr nervös werde. Das ist immer dann der Fall, wenn ich irgendwo spielen soll, wo ich nicht weiß, was für Mitmusiker mich erwarten und wenn mir ein gutes Ergebnis besonders wichtig ist.

So war es auch am Mittwoch. Einzige Probe für meine morgige Weihnachtsmugge und ich hatte keine Ahnung, ob da Profis angeheuert wurden, Gemeindemitglieder oder was sonst. Kurz, keine Ahnung, was da auf mich zukommt. Und ich wollte doch so gerne, dass man mich vielleicht irgendwann mal wieder fragt. Da stellte sich natürlich neben der Frage, ob ich positiv würde auffallen können, auch die Frage, warum eine “fremde” Flöte benötigt wurde. So was kann ja ein Einzelfall wegen Krankheit oder Verhindertsein der “Stammflöte” sein, oder aber jemand spielt da gar nicht mehr (wegen Umzug, Krankheit oder schlimmerem), oder, oder, oder….

Ich hatte also keine Ahnung, was mich erwartet. Nur die Noten hatte ich und die waren ganz einfach. Trotzdem, im Büro merkte ich, wie die Nervosität in mir hochstieg. Ich kam mir richtig albern vor. Nur eine Probe und noch dazu so simples Zeug. Aber, wie gesagt, ich mag nicht, wenn ich nicht weiß, was mich erwartet und ich wollte zwingend einen guten Eindruck hinterlassen.

Also war ich sehr pünktlich, soll heißen, 10 Minuten zu früh. Aber ich war nicht die erste, das fand ich schon mal eher ungewöhnlich. Cellistin und Kontrabassistin waren auch schon da und wirkten auf mich sehr sympathisch. Kurz danach ein bekanntes Gesicht. Eine Geigerin, mit der ich schon in einer anderen Gemeinde häufiger gespielt habe, das hat mich beruhigt. Mit einem bekannten Gesicht hat man schon mal eine Hausnummer und weiß, dass die Liga nicht eine ganz unbekannte ist.

Beim Auspacken muss ich dann feststellen, dass von einem Dutzend normalerweise in meiner Flötentasche herumfliegenden Bleistiften kein einziger da ist. Das ist wirklich ungewöhnlich. Mist, das kann ich nicht leiden. Anmerkungen sollten sofort eingetragen werden und Stift leihen sieht nicht gut aus. Vermutlich habe ich die ganzen Bleistifte bei diversen Proben und auf dem heimischen Notenständer liegen gelassen. Und ein paar hatte ich für das bereits erwähnte Musicalprojekt in meine andere Tasche umgepackt (die große, wo die Altflöte reingeht).

Ich also etwas peinlich berührt und ohne Bleistift. Dann gab es noch ein paar zusätzliche Stücke (neben dem, was ich schon seit zwei Wochen zuhause hatte und nur einmal angespielt hatte).

Während der Probe dann leichte Verständigungsprobleme. Dirigent und große Teile des Ensembles russisch-stämmig. Da ist die Wortwahl manchmal etwas anders und ich mit meinem nervösen Kopf habe zweimal Schwierigkeiten zu verstehen, was der da vorne schlägt (Viertel? Halbe?) und komme gar nicht erst rein. Alles wird eher total langsam gespielt, damit hatte ich nicht gerechnet.

Zweiter Teil der Probe dann in der (arschkalten) wunderschönen Kirche. Jetzt stößt der Chor dazu. Die sind auch nicht besser als andere Chöre, die ich bisher begleitet habe. Allmählich gewinne ich meine Ruhe zurück und schaffe es, den notwendigen Schalter umzulegen. Das ist der Schalter “Trau Dich”. Alles geben, sich richtig reinlegen und auch das Risiko, dass dann mal was schief geht, nicht scheuen. Einfach wirklich 100% spielen und nicht nur vorsichtig reinhauchen. Auf die Art steht die Musik plötzlich im Zentrum und all die doofen Gedanken und Ängste, die das Lampenfieber eigentlich verursachen, verschwinden. Das geht immer, egal ob Probe, Konzert oder sonstige Verwirrungen. Wenn man es schafft, den Schalter umzulegen und sich ganz auf “denen zeig ich es” oder “jetzt geb ich alles” konzentriert, dann geht das Lampenfieber auch weg und was bleibt ist nur die zum guten Spielen erforderliche Anspannung. Das ist dann ein richtig gutes Gefühl.

Ab diesem Moment geht es also auch in meiner Probe besser, trotz eiskalter Flöte, endlos Kondenswasser im Instrument und entsprechenden Intonationsproblemen. Jetzt kann auch der Gottesdienst morgen kommen….

Natürlich gibt es leider auch Tage und Gelegenheiten, an denen man den Schalter nicht findet. Das ist dann Pech. Aber ich glaube, zu wissen, dass es so einen Schalter überhaupt gibt, ich glaube, das kann schon eine Hilfe sein.

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