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Heute mal wieder in eigener Sache:

Wir spielen am Samstag 2. Juli und Sonntag 10. Juli jeweils ein Matineekonzert für die Besetzung Flöte – Klarinette – Horn – Fagott. Hier alle Fakten im Überblick:

2. Juli 2011, 11.30 Uhr in St. Georg, Hauptstr. (Fussgängerzone), 50126 Bergheim
10. Juli 2011, 11.00 Uhr in der Nathanaelkirche, Escher Str. 160, 50739 Köln

Das Programm:

Louis Emmanuel Jadin:  Quartett Nr. 1 d-moll

Gioacchino Rossini:   Quartett Nr. 1

Johann Sebastian Bach:   Bist Du bei mir

Am 10.07.2011 gibt es zusätzlich:

Thomas Pehlken:  Ich darf sicher sein (Kantate)

Dauer am 2. ca. eine halbe Stunde, am 10. etwa 45 Minuten. Eintritt ist frei.

Ich freue mich über jeden Besucher!


Vergangenes Wochenende bin ich zum ersten mal einem Spiegelkanon begegnet. Sonntag vormittag habe ich mit einer Freundin Flötenduos gespielt. Da meint Sie, Sie hätte da noch was neues, das könnten wir aber nicht am Notenständer spielen.

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Ich guck auf die Noten und bemerke nichts besonderes. Sie meint, wir müssten beiderseits (also gegenüber einander) vom Tisch stehen, um das spielen zu können. Und da merke ich erst, dass jede Notenzeile an jedem Ende einen Violinschlüssel hat und das jeder der beiden dem anderen gegenüber auf dem Kopf steht. So fängt man also einander gegenüberstehend jeder oben links an, ganz regulär die Noten zu spielen, nur dass der andere einem sozusagen entgegen kommt. Das heißt, wenn ich ein tiefes d lese und spiele, so wird einige Zeit später die gleiche Note vom Mitspieler als g” gespielt. Und irgendwo spielt man dann einen Ton gleichzeitig.

Vier solcher Spiegelkanons enthielt diese schöne alte mit Frakturschrift getitelte Ausgabe. Von wem? Vermutlich (und natürlich) von Mozart…. Ist wohl nicht bewiesen, klingt aber sehr plausibel. Und die klingen tatsächlich. Ich war und bin vollkommen fasziniert. Es gibt auch aktuell zwei Ausgaben von den Kanons, beide für zwei Violinen. Eine davon findet Ihr auch auf amazon.de

Als notorischer Schreibtischtäter mit eckigen Bildschirmaugen hatte ich eine ganze Weile einmal im Jahr den Hexenschuss. Lendenwirbelbereich, Becken stand schief und nix ging mehr. Irgendwann führte mich der Zufall und ein anderes Wehwehchen zu einem mir sympathischen Physiotherapeuten mit Vertrauen erweckender Ausstrahlung. Seitdem mache ich einmal die Woche eine halbe Stunde “betreute” Rückengymnastik im Einzelunterricht. Das heißt korrekt Gyrotonic und ist ausgesprochen unanstrengend. Das Ergebnis kann sich dennoch sehen lassen, seit bald zwei Jahren kein Hexenschuss mehr, seltenst Rückenschmerzen und nicht dieses gepanzerte Gefühl um die Schultern. So weit schon sehr schön, aber was hat das in einem Flötenblog zu suchen?

Wie wohl alle, die hier vorbeikommen, wissen, lese ich derzeit Bewusste Flötentechnik von Werner Richter zum zweiten Mal. Da steht wirklich viel über Muskelwirkungen und Haltung drin und auch über Körpergefühl und Stütze usw.  Außerdem habe ich ja schon einige Zeit einen neuen Lehrer und in letzter Zeit auch richtige Erfolgserlebnisse und gelegentlich auch ein für mich völlig neues Körpergefühl beim Spielen. Aufgrund der Beschreibungen von Richter denke ich, dass das Stütze ist. Und weil ich gelegentlich nach Trainings-Pausen auch schon mal Muskelkater nach meinen Gyrotonics habe, weiß ich, dass die dann betroffenen Muskeln in der gleichen Gegend liegen. Und nun habe ich eins und eins zusammengezählt und denke mir, dass das neue Körpergefühl und auch der bessere Klang mit der Stütze zusammenhängen und diese außer durchs Üben eben auch durch die “körperliche Ertüchtigung” besser geworden ist. Schließlich zielen die Übungen auf eine Kräftigung der Haltemuskulatur unten hin, um durch mehr Stabilität den Schulterbereich zu entlasten. Ja, und das ist gut fürs Flöte spielen. Sind die Muskeln erst mal aufgeweckt…. Beweisen kann ichs nicht, aber dennoch bin ich mir relativ sicher und total froh, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen……

Kürzlich habe ich über den tollen Service beim Zimmermann-Verlag berichtet. Aufgrund dieser positiven Erfahrung war ich ganz entspannt, als ich kürzlich feststellte, dass in dem Stapel Noten, den ich aus einem Nachlass erworben habe, einzelne Stimmen in der einen oder anderen Ausgabe fehlten.

Locker flockig ein Mail an den Schott-Verlag geschrieben. Leider hieß es hier nur: “Bei uns liegen alle Ausgaben nur komplett auf Lager, Verkauf einzelner Stimmen ist nicht möglich.” Schade auch. Natürlich ist mir auch klar, dass ein Verlag nicht Einzelstimmen rumliegen hat. Andererseits habe ich schon häufig richtig Geld für Verlags-authorisierte Kopien bezahlt. Warum ist man also nicht so schlau, auf diesem Weg ein Geschäft zu machen? Und gibt es bei so einem Verlag gar keinen Ausschuss, der zu übrigen Stimmen führt oder ähnliches? Kann ein Verlag nicht erkennen, dass jemand, der so anfragt einfach auf legalem Weg eine Ausgabe vervollständigen möchte?

Ich jedenfalls fühle mich etwas alleine gelassen und vermutlich nur, weil ein Bearbeiter nicht eben über viel Fantasie verfügt. Sehr schade. Immer wieder werde ich von anderen Musikern gefragt, ob ich bestimmte Ausgaben habe, damit jemand sich eine ihm abhanden gekommene Stimme kopieren kann. Das ist im Grunde illegal. Aber was bleibt einem übrig, wenn Verlage nicht helfen, wenn Stimmen fehlen? Mitmusikern nur Kopien statt Originale geben ist ja genauso illegal.

Es wäre schön, wenn der Service vom Zimmermann Verlag hier ein wenig Schule machen könnte….

Am 11. Juni 2011 gibt der Flötist und Komponist Zoltan Jeney, von dem auch eine ganze Reihe Lehrwerke und Unterrichtsmaterial bei der Edition Musica Budapest erschienen sind, einen Abend mit Werken für Flöte solo in Potsdam in der Erlöserkirche. Beginn ist um 18 Uhr.

Zu hören gibt es ein buntes Programm durch Epochen und Nationalitäten, darunter Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Phillip Telemann, Carl Phillip Emanuel Bach, Paul Hindemith, Jaques Ibert, Luigi Boccherini, Harald Genzmer, Benjamin Britten, Claude Achille Debussy und Lászlo Lajtha.

Bei meiner Suche nach bestimmten Titeln von Malcolm Arnold als Notenausgabe, bin ich heute auf eine für mich völlig neue Quelle gestossen. www.musicroom.de. Dort konnte ich Ausgaben finden, die auf anderen Seiten (www.musikalienhandel.de oder www.notenbuch.de) nicht zu finden waren. Teilweise waren die Sachen auch auf mehreren Portalen verfügbar, bei Musicroom aber um mehr als 8 Euro billiger.  Zunächst konnte ich das fast nicht glauben. Porto ist je nach Versandart ab verschiedenen Bestellsummen kostenlos. Das heißt konkret, Büchersendungen, die beim Versand am längsten brauchen, sind ab 25 Euro Bestellsumme frei, ab 35 Euro wird kostenfrei mit der regulären Post versendet, ab 45 Euro ist dann auch ein Paketversand für den Kunden kostenneutral.

Die Suchvarianten erlauben mehrfache Filterung, wie man es von www.amazon.de kennt, da kommt man recht schnell zum Gesuchten. Neben Noten gibt es auch Bücher, Software, Instrumente und Nippes zum Verschenken.

Für mich war das heute eine sehr positive Entdeckung, mal abwarten, wie es mit der Bestellabwicklung klappt, gegebenenfalls werde ich berichten.

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