blog-FLOETE

Der Blog zu flutepage.de

Durchsuche Beiträge, die in der Kategorie Januar, 2011 erstellt wurden

Hier die Ankündigung zweier vollkommen verschiedener Konzerte, die sich aber sicher beide lohnen:

20. Februar, 11:00 (Matinee) in der Residenz in Bensberg, Raum Vier Jahreszeiten.

Michael Faust auf konischer Holzflöte und Sheila Arnold am Hammerflügel spielen Werke aus der Zeit Schuberts und Beethovens, nämlich:

  • Joseph Haydn / Theobald Böhm: Thema mit Variationen „Gott erhalte Franz, den Kaiser“ aus dem Streichquartett op.76 Nr.3
  • Friedrich Kuhlau: Introduktion und Variationen über ein Thema aus C.M. v. Webers „Euryanthe“ für Flöte und Klavier op.63
  • Ferdinand Ries: Sonate Es-Dur op.169 für Flöte und Klavier
  • Ferdinand Ries: Fantasia op. 133, II
  • Carl Maria von Weber: Sonate aus 6 Sonaten für Flöte und Klavier JV 99-104
  • Franz Schubert: Thema und sieben Variationen über „Ihr Blümlein alle“, op. 160

Der Eintritt kostet 15 Euro und wer mag kann anschließend für 32,50 Euro im Restaurant brunchen (Edelküche).

Tolle Aussicht, wenn das Wetter mitspielt, ist inklusive :)

Knapp zwei Wochen später gibt es eher modernes mit Flöte solo und Flöte mit Gesang:

Am 2. März um 20 Uhr im Dialograum Kreuzung an Sankt Helena Bornheimer Straße 130 – Bonn-Nord
Die Solowerke von Peteris Vasks, York Höller und Steve Reich werden ergänzt durch Werke für Flöte und Gesang (Agnes Lipka, Sopran) von Roussel und Texten, gelesen von Bernt Hahn.

Ja, das gibt es tatsächlich. Bin selbst ein wenig überrascht, aber seit meiner letzten Unterrichtsstunde sitze ich tagsüber in meinem Büro und denke mit Sehnsucht ans abendliche Flöte üben. Und wenn ich dann abends nach Hause komme, dann bin ich müde und knochenlahm und habe eigentlich gar keine Lust mehr. Die ersten fünf Minuten…. und dann stehe ich plötzlich doch am Notenpult und spiele. Und das ist…… wunderbar!

Woher das kommt? Wie gesagt, von meiner letzten Unterrichtsstunde. Gute Hausaufgaben. Tonübungen, bei denen ich den Erfolg spüren kann und deren korrekte Ausführung ich gut kontrollieren kann. Übungen, die mich tatsächlich weiterbringen. Und dazu noch zwei neue Stücke. Beide machbar und beide mit ein paar Ecken und Kanten zum daran herumbasteln.

Sprich, das Geheimnis meiner Übefreude ist…… ein guter Lehrer. Der richtige Lehrer? Danke von hier aus ;)

Naja, und die anderen Gründe sind nette Mitmusiker, Proben in wunderbaren Besetzungen. Immer wieder neue Leute, die genauso viel Spaß daran haben wie ich. Blasende und streichende Menschen der unterschiedlichsten Fähigkeiten, Begabungen und Altersstufen.

…. uh, jetzt werde ich sentimental. Die, die gemeint sind, die wissen das jetzt. Und ich höre wohl besser auf.

Gestern um 19 Uhr spielte das WSO in der Kölner Philharmonie unter der Leitung von Thierry Fischer ein wunderschönes Programm mit Gustav Mahlers Liedern aus “Des Knaben Wunderhorn”, gesungen von Christian Gerhaher und im zweiten Teil die Bilder einer Ausstellung von Mussorgskij in der Orchestrierung von Ravel.

Die Mahler-Lieder waren ein wirkliches Klangbild. Die Bandbreite der Stimmungen ist unglaublich. Leider hatte ich gelegentlich den Eindruck, dass innerhalb des Orchesters nicht wirklich rhythmische Einigkeit herrschte und die Einsätze etwas kleckerten. Ein totaler Genuss war der Solist. Manche Einsätze kamen  wie aus dem Nichts. Da war plötzlich ein glasklarer Ton, man wusste gar nicht so recht, ob Instrument oder Stimme, aus dem sich dann der Gesang herausentwickelte. Ich wusste gar nicht, dass eine Stimme so klingen kann.

Leider wurde der erste Teil durch die ausgesprochen große Unruhe im Publikum sehr beeinträchtigt. Die Zielgruppe des Abends, die Jugend, war wohl von der Programmauswahl nicht so angetan. Nach jedem Lied wurde geklatscht und ich hatte den Eindruck, man konnte den Musikern, dem Sänger und dem Dirigenten ansehen, wie schwer es war, die Spannung zu halten. Leider schienen die Klatscher das  nicht zu bemerken. Das Übel gipfelte, als einmal an einer leisen Stelle mitten im Stück applaudiert wurde…. ein Tipp: Man muss nur gucken, was der Dirigent macht. Alle Interpreten holen sich Ihren Applaus, wenn sie fertig sind. Sie drehen sich um, sehen ins Publikum und verbeugen sich. Es reicht, wenn man dann anfängt……Auch am Ende konnte man gar nicht wirklich genießen, da sofort Applaus einsetzte. Sehr schade! Zum wirklich in der Musik Versinken, war diese Atmosphäre nicht tauglich. Vielleicht ist auch die gute Akustik in der Philharmonie Teil des Problems. Unterhaltungen während der Musik sind eben leider sehr weit zu hören.

Im zweiten Teil wurde das Publikum ruhiger. Außerdem war die Musik ja glücklicherweise im Schnitt lauter, vielleicht habe ich also die Unruhe auch nur nicht so gut hören können, oder aber die Unruhestifter haben in der Pause das Konzert verlassen. Ich frage mich aber auch, was Kinder im Grundschulalter in so einem Konzert verloren haben? Selbst für Jugendliche ohne entsprechende “Vorkenntnisse” und aktives Interesse ist meiner Meinung nach der Mahler einfach zu viel. Das ist keine leichte Kost und überhaupt fand ich selbst als Jugendliche klassischen Gesang immer eher “unnatürlich”.

Das ganze Konzert dauerte am Ende fast zweieinhalb Stunden. Das lag unter anderem daran, dass die einführenden Texte von Herrn Lengersdorf so lange gedauert haben. Würde es nicht Sinn machen, zu einem Jugendkonzert vielleicht nur ein Werk zu spielen? Dann wäre man zusammen mit den ausführlichen Erläuterungen vielleicht nur bei anderthalb Stunden und die Chance, dass das Publikum “dabeibleibt” wäre viel größer.

Ich bin ein wirklicher Verfechter von einer breiten und frühen Förderung des musikalischen Interesses. Ich denke jedoch, dass ein Konzert, wie das, das ich erleben durfte, keine neuen fleissigen Konzertbesucher und Musikbegeisterten erzeugt. In einem anderen Rahmen wäre der Mahler vermutlich ein einmaliger Genuss gewesen, so ging leider viel verloren. Ich denke, auch für die Musiker war das vermutlich ein eher hartes Brot…… und es steht zu befürchten, dass einige der jungen Gäste so froh waren, dass sie draußen waren, dass sie so schnell kein Konzert mehr hören wollen.

Der Dirigent war übrigens früher mal Flötist…. und er ist sehr sympathisch :). Ach ja…. und an den Flöten waren diesmal Michael Faust, Martin Becker und Leonie Brockmann.

Vielleicht haben es manche bemerkt. Bei der schleichenden Rückkehr der Bilder auf flutepage.de hatte ich sehr professionelle Unterstützung. Hyou Vielz hat mir einige seiner tollen Musikerfotos zur Verfügung gestellt. Ihr findet nun auf folgenden Biographien auch endlich Bilder von den Künstlern in Aktion:

Dies ist nur ein winziger Ausschnitt aus flötistischer Sicht. In Hyou’s Archiv findet sich noch viel mehr……

Von hier aus ganz herzlichen Dank für diese optische Aufwertung!

Wer kennt Sehenswürdigkeiten der musikalischen Art? Denkmäler, Geburtshäuser, Ausstellungen oder sonst was…. egal wo. Ich besuch so was ganz gerne und es ist nicht immer so leicht, da ohne Ortskenntnis drauf zu stossen…. Freue mich über jeden Kommentar, Danke!

…denn da heißt es ja: “Suchet, so werdet Ihr finden….”. Keine Blasphemie sondern eine neue leistungsfähige Suchfunktion auf allen Seiten links über der Navigation. Google natürlich. Leider geht das nicht ohne Werbung (außer man zahlt so richtig und das kann ich mir derzeit leider nicht leisten). Ich bitte also um Vergebung für diese Form der Belästigung, der ich normalerweise aus dem Weg gehe und hoffe sehr, dass der Nutzen Euch alle darüber hinwegsehen läßt. Bei meinen Tests ging es jedenfalls super schnell mit der Suche….. Vielleicht entdeckt ja sogar der eine oder andere Stammgast noch was neues interessantes….

Switch to our mobile site

%d Bloggern gefällt das: