Als Klaviersextett (Holzbläserquintett + Klavier) ist am Donnerstag, dem 3. Mai ab 19.30 Uhr das Artetonal Ensemble aus München in St. Blasien im Festsaal des dortigen Kollegs zu hören. Mit Werken von Spohr, Mozart und Poulenc (sehr, sehr schön) ist das sicher sehr hörenswert. Karten gibt es zum mir nicht bekannten Preis hier.

Ein Quintettkonzert mit Werken von Reicha, Fucik, Lachner, Farkas und Klughardt gibt es am 5. Mai um 18 Uhr in der Friedenskirche Grünau in Berlin. Es spielen: Armin Bassarak (Flöte), Henry Handtke (Oboe), Alexandra Hentschel (Klarinette), Andrzej Jacher (Horn), Sabine Mende (Fagott). Der Eintritt ist frei.

Im Rahmen der bundesweiten Konzertreihe „Kirche klingt 2012 – 366 + 1“ der Evangelischen Kirche spielt am 9. Mai um 19.30 Uhr das Duo Christiane Schweer (Orgel) und Birgit Müller (Querflöte) in der Petruskirche in Steinhude. Es gibt auch Gedichte und Lesungen. Der Eintritt ist frei.

Das Harmonie-Musik-Festival in der Orangerie des Schloss Rheda präsentiert vom 10.-13. Mai das Ma’alot Quintett mit einem breiten Programm von Rossini über d’Indy, Gounod und Barber bis Mozart (kurz: quer durchs Gemüse). Die Konzerte werden über den Sommer im Deutschlandfunk ausgestrahlt.

Unter anderem die wunderbare Beethoven-Serenade für Flöte, Violine und Bratsche wird am 11. Mai um 20 Uhr in der Rellinger Barockkirche zu hören sein. Johannes Hinterholzer (Horn), Sergio Zampetti (Flöte), Mari Kato (Klavier) und die Salzburger Solisten spielen außerdem Mozart, Schubert, Haydn und Brahms, wie man das bei einem Konzert mit dem Titel “Wien, die Metropole im 18. und 19. Jahrhundert” auch erwarten darf. Karten gibt es zu Preisen zwischen15 und 39 Euro. Am 12. Mai geht es schon um 19 Uhr an gleicher Stelle (und zu gleichen Preisen) in ähnlicher Besetzung weiter mit Werken von Bach, Albinoni und Romanino (Titel: “Italienisches um Bach”). Abgeschlossen wird der Zyklus am 13. Mai um 17 Uhr mit dem großen Finale, bei dem für Flötisten besonders das Mozart-Flötenquartett KV 285 von Interesse sein dürfte.

Das wunderbare Reinecke-Konzert erklingt am 13. Mai um 11 Uhr im SWR-Studio Kaiserslautern (Emmerich-Somla-Saal). Spielen wird Britta Jacobs begleitet von der Deutschen Radio Philharmonie.

“Französische Miniaturen” für Flöte und Gitarre spielen Andreas Evers (Flöte) und Stephan Schäfer (Gitarre) im Augustinum in Schweinfurt am 31. Mai um 19.30 Uhr. Zu hören sind Werke von Poulenc, Ravel, Ibert, Bozza und anderen.

Mal was ganz anderes: Prosa und Lyrik, unterlegt mit Videokunst und natürlich Musik. Unter dem Titel “Phonolyrics – Am Ende einer Beinlänge” gibt es am 15.06.2012 um 20 Uhr in Hannover, Theater an der Glocksee, ein Programm, bei dem die souligen und jazzigen Töne von YORK (Flöte, Rhodes, Sampler) und dem Bassisten Martin Gontarski stammen. Eintrittspreise sind mir leider nicht bekannt.

Ebenfalls am 15. Juni ab 19.30 Uhr kann man in der Felicianuskirche in Kirchweihe die schöne Besetzung Flöte (Sigrun Busch) und Harfe (Eva Pressl) hören.

Im zweiten Konzert der Schlosskonzerte Jever spielen Angela Dohmen (Flöte) und Axel Scholz (Klavier) am 11. Juli Werke von Telemann, Bach, Rutter, Fukushima, Ravel und Borne. Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist der Eintritt frei, Normalos zahlen 18 Euro, Ermässigte 13 Euro.

Zur Feier des 250-jährigen Bestehens der Propstei Schloss Bürgel findet am 13. Juli um 19 Uhr ein Konzert für Flöte (Christine Braun) und Klavier (Sabine Hub) statt. Gegeben werden unter anderem Werke von Bach und Mozart. Der Eintritt kostet 20 Euro und Reservierungen sind erwünscht.

Wer weit in die Zukunft plant, sollte sich diesen Termin merken:

Am 16.01.2013 spielt Emmanuel Pahud mit dem Gitarristen Christian Rivet im Kultur-Casino Bern Werke von Bach, Piazzolla, de Falla und anderen. Los geht es um 19.30 Uhr, Karten gibt es zwischen 19 und 85 Schweizer Franken und da es ein Abo-Konzert ist, wohl besser früh welche besorgen.

Stellenausschreibungen gibt es auch:

Die Musikschule Aesch-Pfeffingen im Baslerland sucht einen Flötenlehrer für 9,5-12,5 Lektionen pro Woche. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai, alle Infos gibt es in der Stellenausschreibung.

Das Landespolizeiorchester NRW hat eine volle Stelle für Querflöte/Piccolo zu besetzen. Die komplette Ausschreibung nebst Randbedingungen findet sich auf Vioworld.

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Bewertungen

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Vielleicht habt Ihr es schon bemerkt, unter den Artikeln hier im Blog findet man jetzt die aus anderen Shops und Communities bekannten Sternchen für eine Bewertung. Auf diese Art könnt Ihr mir einen Hinweis geben, welche Inhalte und Themen Euch besonders interessieren. Ist gar nicht so einfach, hier immer wieder was Neues anzubieten und manchmal denke ich schon, dass mein blubbern im eigenen Saft für Euch ja eigentlich uninteressant sein muss. Also legt los und wählt Eure Favoriten-Beiträge. Seine Bewertung kann absolut jeder abgeben, keine Anmeldung erforderlich. Ich bin wirklich gespannt und danke Euch schon mal. Schönen 1. Mai!

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Fernsehtipps

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Kommende Woche gibt es, auch Dank des Feiertags eine Menge Programm für Freunde der klassischen Musik:

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Derzeit ist das Urheber- und/oder Copyright eines der großen Tagesthemen, nicht zuletzt dank der Erdrutsch artigen Gewinne der Piraten in den verschiedenen Meinungsumfragen. Ich bin juristisch komplett ungebildet und habe selbst auch kein Patentrezept dafür, wie man diesen Interessenkonflikt lösen kann. Weil ich aber Freunde im Verlagswesen habe, Komponisten kenne, die in der GEMA sind und mich auch manchmal schon selbst über kopierte Inhalte von meiner Seite in fremden Webauftritten geärgert habe, lässt mich das Thema durchaus nicht kalt.

Ziemlich schockierend finde ich die Selbstverständlichkeit, mit der alles mögliche ständig kostenlos gefordert und erwartet wird. Als Beispiel möchte ich hier mal auf das Ratgeberportal www.gutefrage.net verweisen. Ich bin da verschiedentlich über meinen Google Alert “Querflöte” gelandet und habe auch die eine oder andere Frage beantwortet. Wenn man allerdings die Fragen anschaut, so sind ca. 70-80% der Fragen zum Thema Querflöte: “Ich brauche kostenlose Noten”. Es variiert das gesuchte Lied oder Genre, aber kostenlos ist immer ein Muss. Wie kommt so was? Keiner sucht kostenlose Autos, Schuhe oder Makeup. Aber Noten sollen kostenlos sein?

Hat einer von Euch Suchenden schon mal eine gut lesbare Notenseite auch nur durch Abschreiben produziert? Ich habe verschiedentlich Noten mit Capella zusammengeschrieben, entweder, weil das Original schlecht leserlich war, weil ich nur eine Partitur hatte, aus der ich eine Stimme benötigte, weil ich mehrere Stimmen zusammenführen wollte oder was zu transponieren hatte. Und ich kann Euch sagen, dass das bei einem umfangreicheren Stück auch schon Arbeit macht. Wenn ich jetzt auch noch selbst komponieren oder arrangieren würde, also neben der Handarbeit auch noch Grips investiert hätte, dann bräuchte ich ja noch viel mehr Zeit. Wenn man das gut und für viele Stücke machen möchte, dann muss man auch irgendwann auch davon leben können. Also muss es auch was kosten. Alle schimpfen über zu niedrige Löhne und Menschen, die arbeiten und davon nicht leben können. Aber warum soll dann ein Autor, Komponist, Arrangeur oder auch Übersetzer, Setzer und Publisher für seine Arbeit kein Geld bekommen? Wollt Ihr wirklich alles mit Werbung zugepflaster haben? Ich kann das ehrlich gesagt nicht verstehen. Ich denke schon, dass die aktuelle Abrechnungsform für die meisten Medien nicht mehr praxisgerecht ist, weil moderne Medien und Techniken einfach nicht kontrollierbar sind wie Hardcopies. Aber ich bin der Meinung, dass geistige Leistungen, Kunst, Bildung und Musik ein wertvolles Gut sind. Vermutlich sogar das wertvollste überhaupt. Und wertvoll ist eben nicht zwingend kostenlos. Wenn Ihr ein Lied unbedingt haben wollt (in Noten), dann setzt Euch hin und hört es raus. Das könnt ihr nicht? Vielleicht versteht ihr dann, dass es Geld wert ist, wenn sich jemand die Mühe macht und das aufschreibt?

Ich bekomme auch erschreckend häufig Emails, in denen ich gebeten (in guten Fällen) oder aufgefordert (in den auch nicht seltenen weniger Guten Fällen), Material oder Informationen für eine Schularbeit oder ein Referat zusammenzustellen. Hallo? Auf meiner Seite finden sich Informationen ohne Ende. Diese stammen aus dutzenden von Büchern, Artikeln. Booklets, Notenausgaben und Gesprächen. Ich habe die hier öffentlich gemacht, für lau und weil es mir Freude macht. Da kann sich jeder bedienen. Aber ich bin nicht die Bedienung. Fragen beantworte ich immer gerne, aber diese “Fütter-mich-Mentalität” geht mir wirklich so was von auf den Nerv. Nie gab es so viel Information und Möglichkeiten in Griffweite und nie war das Anspruchsdenken größer. Das ist sehr traurig und sehr bedenklich, finde ich.

Wie wäre es denn mit einem Tauschsystem? Wer ein Buch oder ein Musikstück in Noten oder gespielt für lau haben möchte, der gibt dafür ein analoges Werk aus eigener Feder. Das würde wenigstens den Kulturbetrieb beflügeln. Macht doch mal was selber, ehe ihr von anderen immer nur haben wollt, wie wäre es damit?

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Abschiede

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Ich fürchte, das ist nicht meine Stärke… das Abschiednehmen. Heute war es aber wieder mal soweit. Seit ca. 15 Jahren spiele ich mit und für Thomas Pehlken, mein längster musikalischer Kontakt im Rheinland, eine feste Größe für mich. Auch wenn wir nicht soooooo oft zusammen spielen, ist es doch eine musikalische Freundschaft für mich geworden, zumal ich seine Eigenkompositionen sehr schätze.

Am häufigsten haben wir in der Nathanaelkirche in Köln-Bilderstöckchen gespielt. Das war “seine” Gemeinde, da war er Kirchenmusiker, schon seit Beginn des Studiums (einige Jahre, bevor wir uns kennengelernt haben). Wenn ich sage, dass er Kirchenmusiker dort war, heißt das eine Neun-Stunden-Anstellung als C-Musiker. Die Vergangenheitsform ergibt sich, weil ab Mai dort jemand anders an der Orgel sitzen wird. Thomas wechselt nach Bergheim. Das ist ein wirklich guter Schritt für ihn und ich glaube auch, dass wir weiterhin miteinander musizieren werden. Und trotzdem war der heutige Abschiedsgottesdienst mit anschließendem Matineekonzert für mich sehr emotional.

Das war meine einzige musikalische “Heimat” in Köln, alles andere spielt sich im Umland ab. Es war so was wie meine Heimgemeinde (auch wenn ich aus der Kirche ausgetreten bin). Es waren viele zumindest vom Sehen bekannte Menschen, die mich auch kannten, es war ein lieb gewordenes Stückchen Köln, eine Kirche, die ich für einen Gottesdienst in nur höchstens 10 Minuten erreichen konnte. Die einzige Größe, die fast meine komplette Zeit hier im Rheinland konstant geblieben ist. Alles vorbei…. schon schade. Natürlich freue ich mich für Thomas und auch auf neue Konstellationen in Bergheim. Aber das Abschiedsgefühl ist da, ein Tränchen habe ich heute morgen verdrückt und traurig bin ich, dass nun Köln ein musikalischer weißer Fleck auf meiner privaten Landkarte wird. Ist da vielleicht ein Leser, der hier irgendwo orgelt und gelegentlich eine Flöte brauchen kann? Die Hoffnung stirbt zuletzt  :-D

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Ein Kessel Buntes

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Es nimmt kein Ende, Konzerte…. alles was das Herz begehrt:

Außerdem gibt es tatsächlich ein paar freie Stellen für Flötisten:

 

 

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Hier zwei erschreckende Beiträge zum Thema Bezahlung bei den wenigen, die überhaupt eine Anstellung im Kulturbereich finden:

Lehrbeauftragte an Musikhochschulen

http://www.fr-online.de/wissenschaft/billig-dozenten-an-musikhochschulen-der-lautlose-skandal-im-land-der-musik,1472788,14842400.html

oder auch Schauspieler

http://www.aachener-zeitung.de/artikel/2273361

ganz schön erschreckend…..

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Blog-Empfehlung

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bin ich gerade drüber gestolpert. Skurrile Todesarten von Komponisten durch die Jahrhunderte:

http://www.limelightmagazine.com.au/Article/296833,the-13-strangest-composer-deaths-in-classical-music.aspx/0

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…. und das wird keine Konzertkritik. Ich bin eben nach Hause gekommen, habe das “große Fussballspiel” komplett verpasst und kann gar nicht so recht sagen, wo diese drei Stunden eigentlich geblieben sind. Wie so was geht? Ein Besuch bei Flutissimo. Das ist eine unauffällige Adresse in Sankt Augustin (wo ich ja auch mal gewohnt habe, sozusagen ein Besuch in meiner Vergangenheit). Zu meiner Zeit war da flötistisch nicht besonders viel los (ich bin schon seit 2005 oder 2006 weg). Heutzutage ist das aber eine Lokalität, die sich der flötende Mitmensch merken sollte.

Ich habe heute zum ersten Mal live Querflöten aus Kunststoff bzw. Grenadit (“Kunstholz?”) gesehen bzw. in Händen gehalten oder sogar gespielt. Ich konnte eine Azumi-Wave-Line-Flöte anspielen (das ist die mit dem “Plub”). Auch die Flötenmarke Koge war mir bis heute kein Begriff. Von der Flute d’amor in G (irgendwo zwischen Piccolo und Flöte) habe ich gehört, gelesen und geschrieben. Heute habe ich sie gehört. Daneben viele Geschichten und Informationen und die Bekanntschaft eines sehr sympathischen Flötenbekloppten. Ich bin begeistert.

Bisher musste man für eine gute Auswahl von Instrumenten zum Anspielen recht weit fahren (Bertram in Freiburg oder Adams in Holland). In Sankt Augustin findet der Interessierte vom Piccolo der günstigen bis mittelteuren Klasse bis zu hochklassigen Flöten, Altflöten und Bassflöten alles wünschenswerte vor (heute drei verschiedene Bassflöten, was ich viel fand, für Flutissimo wohl aber eher Ebbe auf der Basslinie bedeutet). Termin vereinbaren und eventuell noch spezielle Wünsche absprechen und es kann losgehen.  Auf keinen Fall vollständig, aber hier ein Ausschnitt aus dem Angebot: Bassflöten von Jupiter, Pearl, Guo, Koge, Altflöten von Pearl, Miyazawa und ich weiß nicht wem, Flöten von Miyazawa, Sankyo, Powell, Sonarè, Yamaha, Pearl, Azumi, Altus, Trevor James, Viento, Koge, Piccoli (auch Hammig), Köpfe, Flötenständer, sonstiges Zubehör. Alles was Sinn macht und Qualität darstellt und dazu ausführliche Beratung, Probespielen (auch mit Mitnehmen und mehrere Tage testen). Eine echte Empfehlung für jeden, der gerne quer pfeift. Vom Anfängerschüler bis zum Profi kann hier jeder das passende finden.

Der Service wird ergänzt durch Kursangebote, Flötenorchesterprojekte und die Tatsache, dass da einer aus innerem Antrieb und eigener Leidenschaft werkelt und nicht um möglichst viel Geld am Ende übrig zu behalten (das wird durch die nebenberufliche Selbständigkeit und ein festes Gehalt sozusagen garantiert).

Irgendwie finde ich es jetzt schon wieder ganz schön schade, dass ich schon wirklich gut mit Instrumenten bestückt bin. So viele Möglichkeiten und Klänge, wirklich beeindruckend.

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Fast ein Happy End

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Ich hatte ja kürzlich von meinem enttäuschenden Probenabend berichtet. Ostermontag kam dann die Stunde der Wahrheit….. die eigentliche Mugge. Als Viertel vor acht mein Wecker klingelte war ich nicht gerade begeistert. Während Badbesuch, Kaffe kochen und trinken und Schuhe anziehen nahm ich mir fest vor, direkt nach Noten zu fragen, das Mitspielen aus Chorpartituren mit dem Umblätterproblem vorneweg zu verweigern und in dem Fall, dass keine Noten da sein sollten, mein Instrument gar nicht erst auszupacken. Ich sammelte also meine Anspannung und den Rest meines Dienstags-Zorns und latschte die (glücklicherweise nur) zwei Straßen durch den österlichen Nieselregen zur Kirche. So ein Vorsatz jetzt aber mal durchzugreifen macht mich immer recht nervös, nervöser als das Musizieren in jedem Fall.

Ich schlug da also auf, wackelte auf meinen Dirigenten los und fragte mit strenger Stimme, ob er denn Noten für mich hätte. Und er? Sagt “Nö” und lacht. Scherzkeks. Ich mit meiner Vorspannung kam mir ganz gut verarscht vor. War dann aber doch erleichtert, als er die Notenausgabe rauszog. Es war die zweite Flöte, die erste ist wohl mit der Stammbesetzung im Urlaub. Cheffe hatte aber, und das hat mich sehr versöhnt, mit Bleistift an einigen Stellen die erste Stimme aus der Partitur in die Noten abgeschrieben. Das nenne ich Einsatz.

Mein forscher Vorstoß, die Sopranstimmen zu verweigern, wurde verständnisvoll aufgenommen und akzeptiert. Damit hatte ich meine Durchsetzungs-Vorsätze umgesetzt und wars zufrieden. Das frühe Aufstehen war gerechtfertigt und mein Tag schon fast gerettet.

Das Einspielen umfasste glücklicherweise auch das Anspielen der fraglichen zwei Nummern aus der Schöpfung. In der nackigen Flötenstimme stellte sich das Mitspielen zunächst ganz fremd dar (da hatte die Probe vom Dienstag mit Spiel aus der Partitur nun wirklich nix geholfen). Das Vivace war so langsam, dass ich anfangs dachte, er gäbe Halbe, nicht Viertel und gar nicht erst reingefunden habe. Nachdem Vorzähler und Einheit geklärt waren, klappte das aber und so musste ich nur jeweils die zweite Hälfte jedes Satzes im Gottesdienst vom Blatt spielen.

Als Tüpfelchen auf dem i wurden die Solisten aus dem Chor, das heißt hinter mir, wegen der Akustik zwischen die Streicher, das heißt vor mich, postiert, was mein Gehör noch zusätzlich entspannt hat. Alles in allem also ein tatsächlich versöhnliches Ende des Dramas.

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Als kleines Osterpräsent gibt’s mal wieder neue Termine:

  • 20. + 21. April jeweils um 20 Uhr in der Kirche St. Laurenzen in St Gallen spielen Sir James und Lady Jeanne Galway
  • 22. April 17 Uhr: Flöte und Orgel in der römisch katholischen Kirche in Neustrelitz. Sowohl Werke für Flöte solo, Orgel Solo als auch für beide zusammen zu jeweils gleichen Teilen. Es spielen Klaudia-Friederike Holdefleiß (Orgel) und Zoltan Jeney (Flöte)
  • 28. April 19.30 Uhr in der in der St. Johannes Nepomuk Kapelle in Wien: Frühlingsfest mit Flöte und Orgel (10 Euro Eintritt)
  • 6. Mai 19.30 Uhr, Apostelkirche Miesbach: Flöte, Sopran und Orgel
  • 4. August, Uhrzeit unbekannt, in der Fallmeisterei in Kirchschönbach: 25-jähriges Jubiläum des Turmmuseums mit der Schauspielerin Nicole Heesters und dem Duo Leccornia (Siggi Schwab (Gitarre) und Willy Freivogel (Flöte))

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Musiksendungen nehme ich gerne mal auf. So auch diese hier: Der Taktstock. Das kam irgendwann im vergangenen Monat auf SWR-BW. Momentan bin ich beim Gucken irgendwo in Minute 13 und bereits jetzt von der Machart und em Humor schon so begeistert, dass ich Euch dieses tolle Filmchen unbedingt empfehlen möchte.

Eröffnet wird das ganze von einem “Taktstockmacher”. Er ist gezeichnet und mit der Stimme von Herbert Feuerstein versehen. Einen Eindruck dieser absolut erstaunlichen und so ausdrucksreichen Figur (zu der die Stimme einfach perfekt passt) erhält man auf der zum Film gehörigen Homepage: www.wendeseite.de. Michael Wende ist nämlich der Grafiker und Regisseur. Kopf, Quelle und Herz des Films.

Es geht um einen Dirigierwettbewerb und um Sinn und Zweck des Dirigierens wohl auch. Und wie lernt man das? Und, es ist alles, aber sicher nicht langweilig. Glücklicherweise kommt der Streifen wieder, im Mai. Seht es Euch an. Ein wahrer Genuss:

Am 12. Mai um 22.15 Uhr auf 3sat.

UNBEDINGT NICHT VERPASSEN!

Viel Spaß, ich freue mich auf Kommentare. Hier noch der Trailer als Appetitanreger:

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“Soviel Musik war nie” das ist der Titel eines Buches aus dem Jahr 1997. Der Autor ist Klaus Peter Richter, Lehrbeauftragter am musikwissenschaftlichen Institut der Universität München. Als Untertitel steht da “Von Mozart zum digitalen Sound – eine musikalische Kulturgeschichte”. Nachdem ich es gelesen habe, finde ich den zweiten Teil dieses Untertitels etwas irreführend.

Schon die letzten Tage habe ich mich immer wieder gefragt, wie ich dieses Buch hier besprechen kann oder soll. Schwierig wird das zum einen dadurch, dass ich es nicht vollständig verstanden habe. Zum anderen ist es ein ungewöhnliches Buch (jedenfalls nach meinen Lesererfahrungen) und ich möchte vermeiden, dem Autor irgendetwas zu unterstellen. Also vorbeugend: was ich schreibe ist das, was ich gedacht und empfunden habe bei der Lektüre. Gut möglich, dass es nicht das ist, was der Autor beabsichtigt hat.

Also, zum Buch. Der Titel “Soviel Musik war nie” beschreibt zum einen die Allgegenwart der Musik im heutigen Alltag (vom Kaufhaus über öffentliche Toiletten, Autoradio, Walkman, Mp3-Player etc.). Musik ist immer und überall für jeden verfügbar, der das möchte. Auf einer anderen Ebene spricht es aber auch von der verfügbaren Bandbreite von Musik. Nicht nur stilistisch (Klassik, Pop, Rock, Folk, Jazz etc.) sondern auch bezüglich der zeitlichen Bandbreite (Renaissance bis Zeitgenossen, die Hits der 50s, 60s, 70s, 80s, 90s). Aktuell hören und spielen wir die Musik der kompletten Menschheitsgeschichte, aller Regionen und Zeiten. Das ist schon ziemlich ungewöhnlich und rechtfertigt die Aussage “Soviel Musik war nie”.

Richter teilt sein Buch in zwei Hauptabschnitte, von denen der zweite deutlich der bei weitem längere ist:

  1. Eine Bestandsaufnahme
  2. Wie es dazu kam

Was mich an diesem Buch so irritiert hat, ist die Aufeinanderfolge von Aufzählungen und Beispielen. Ich verliere dabei gelegentlich ein wenig den Faden. Der Autor spricht eigentlich keine Wertung aus zu dem was er beschreibt. Seine Sprache ist aber für mein Empfinden wertend. Ich hatte den Eindruck, dass die von ihm beschriebene Entwicklung ihm nicht behagt. Er erscheint mir deutlich kritisch, ohne dass er dies explizit ausspricht. Sprachlich ist das Werk sehr anspruchsvoll, wie ich finde. Der Stil erinnert an eine Konzertkritik oder einen anspruchsvollen Feuilleton. Es würde mich nicht wundern, wenn Herr Richter sich auch in diesem Bereich betätigen würde.

Was ich definitiv mitgenommen habe, ist eine für mich nachvollziehbare Erklärung dafür, warum sich in unserer Zeit die E-Musik so weit von der U-Musik entfernt hat und warum die Musik der aktuellen, noch lebenden Komponisten von E-Musik nicht unser Musikleben dominiert, sondern viel mehr die Hits der vergangenen Jahrhunderte von Bach bis Schubert. Richter beschreibt hier die Entwicklung von der Ordnung der Kontrapunktzeit, die er als “übergeordnete” Ordnung bezeichnet, über die individuellere, menschlichere, subjektive Form bei Mozart oder Beethoven (hier steht das “ich” mehr im Vordergrund, die Musik wird zum Dialog, individualisiert und vermenschlicht), weiter über die harmonischen Erweiterungen der Romantik (Chromatisierung), die zu einer Auflösung und Ausdehnung des harmonisch zulässigen führte (Wagner als Extrem) bis zur neuen Konstruktionsmethode der Zwölftontechnik, in der die Harmonie in den Hintergrund tritt. Und etwa ab diesem Punkt haben die Komponisten dann einen großen Teil ihrer Zuhörerschaft verloren, weil ab hier die emotionale Seite des Musikhörens eingeschränkt wurde. Die Musik wurde zu einer durchkonstruierten Kunst. Die Option, eigene Gefühlszustände zu unterstützen oder auch zu verändern durch die Musik, die man hört, ist bei diesen Konstrukten kaum noch gegeben. Der Zugang erfolgt eher intellektuell. Dem Konzert geht eine Erläuterung voran, die den Bauplan der Werke offenbart. Man folgt der Musik dann mehr mit dem Gehirn als mit dem Herz. Für mich beschreibt das meine Hörerfahrung in vielen Konzerten zeitgenössischer Musik ganz gut. Häufig fasziniert mich die technische Seite, das was die Interpreten so mit ihren Instrumenten anstellen, interessante Instrumentierungen und ähnliches. Aber diese Faszination ist eine intellektuelle.

Richter sagt, dass die emotionale Seite der Musik daher heute durch ältere Musik oder eben durch U-Musik bedient wird. Ein Grundbedürfnis der Menschen beim Musikhören ist die emotionale Wirkung. Die ergibt sich aus Struktur, Melodie und Harmonie. Wiedererkennen und verstehen sind wichtig und befriedigend. Ich finde, das trifft es ganz gut und die Entwicklung der Musik weg von diesen Strukturen finde ich auch erkennbar und nachvollziehbar.

Die Musikszene hat parallel zum “Verlust” der Publikumswirksamkeit der aktuellen ernsten Werke einen Kult um die Interpreten entwickelt. Auch hier kann ich Herrn Richter zustimmen. Heute sind Solisten und Dirigenten die modernen Stars. Klassische aktuelle Komponisten sind selten in Person bekannt (eine Ausnahme ist hier vielleicht Stockhausen gewesen). Diejenigen, die bekannt sind, sind dies häufig durch ihre Dirigiertätigkeit (Boulez oder Holliger). Mozart oder Beethoven waren dagegen nicht nur aufgrund ihrer Interpretentätigkeit Stars sondern gerade aufgrund ihrer Kompositionen (sehr gut in Ortloffs Roman zur Uraufführung des Don Giovanni in Prag beschrieben).

Richters Buch beschreibt ausführlich die Entwicklungen seit Erfindung des Recording, den CD- und Video-Wahn der Branche, die Verfügbarkeit von Musik und den Anspruch, der aus den perfekten Aufnahmen auch an Live-Veranstaltungen gerichtet wird. Auch hier hat er überall recht. Was mir fehlt ist aber die Seite der nicht-professionellen Musikausführung. Das Hausmusizieren, das von der Verfügbarkeit von Musik aller Zeiten und auch von wenig bekannten Komponisten profitiert, spielt in seiner Betrachtung keine Rolle. Im Buch geht es um Konzerte und Aufnahmen, um Kommerz und Musik. Ich glaube aber, dass wir heute auch so viel Musiktreibende wie noch nie haben und dass dies ein Luxus ist, der auch der Gesellschaft nutzt.

Ich denke, die Beobachtungen sind alle richtig und auch gut beschrieben (obwohl mich die Aufzählungen und die teils ziemlich hochgeschraubten Formulierungen dabei etwas irritieren). Nur die für mich immer mitschwingende Kritik teile ich nicht. Ich glaube, jede Gesellschaft hat ihre eigene Form mit Kunst, Musik und Kultur umzugehen. All das ist ja Teil der Gesellschaft. Es macht keinen Sinn, sich daneben zu stellen und zu kritisieren. Beobachten finde ich gut und selbst gestalten ist toll. Nörgeln ist sinnlos.

Besonders amüsant an der Lektüre war für mich die “Aktualität”. Das Buch ist mittlerweile 15 Jahre alt (steht schon eine Weile in meinem Regal und stammte auch aus irgendeinem Wühltisch oder Antiquariat). Alle monetären Zahlen sind noch in DM und die Verfügbarkeit von Musik über den PC wird als Prognose oder aller jüngste Entwicklung beschrieben. Eine Beispiel-Interpretin für “Crossover” ist Vanessa Mae, von der man heute schon fast nichts mehr hört.

Ich bin schon lange sehr fasziniert von der Wechselwirkung zwischen politischen, technischen und sozialen Entwicklungen und Musik. Daher war das Buch für mich sehr spannend. Ich finde allerdings auch, dass zwischen all den Beispielen und Aufzählungen eine wirkliche Aussage ein wenig untergeht. Ich fände eine eigene Meinung oder Bewertung des Autors in Klartext nicht schlecht. Insgesamt bleibt für mich das gelesene, die unendlich vielen Fakten, Zahlen und Namen, wenig greifbar und diffus. Overload oder so ähnlich. Hier für alle, die es selbst mal lesen möchten die exakten bibliographischen Angaben:

Klaus Peter Richter: Soviel Musik war nie.

Von Mozart zum digitalen Sound. Eine musikalische Kulturgeschichte.

Luchterhand Literaturverlag 1997,

ISBN 3-630-87989-6

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Flop der Woche

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Zweimal an einem Tag bloggen ist normalerweise gar nicht meine Art (schon mangels Ideen und Zeit). Aber eben habe ich mich echt geärgert und weil es noch so grummelt, muss ich nun Dampf ablassen.

Ich habe Urlaub diese Woche (ein Glück, war und ist bitter nötig). Im Allgemeinen bemühe ich mich da, den Schwerpunkt auf für mich befriedigende Tätigkeiten zu legen. Dazu kann schon auch Bügeln und Putzen gehören, weil ich den Dreck irgendwann nicht mehr ertrage und nach der Arbeit oft nicht so gut den Hintern hoch bekomme (wenn ich nicht sowieso bei irgendeiner Probe bin). Bisher war dieser Urlaub diesbezüglich sehr angenehm. Bügeln, bisschen staubsaugen, mal wieder was richtig schönes kochen, schön Essen gehen, üben, homepageln, gestern der bisherige Höhepunkt: Flötenunterricht :)

Heute dann Reifen wechseln, Auto waschen, ein paar Erledigungen machen, bloggen… alles ganz ok und Teil meiner Planung. Heute Abend stand dann eine Probe auf dem Zettel. Ich helfe Ostermontag bei meinem ehemaligen Orchester im Gottesdienst aus. Irgendwelche Ausschnitte aus der Schöpfung. Mache ich kostenlos, war ja mal meine musikalische Heimat, da ist das selbstverständlich. Probe war schon in der Kirche für Montag, fern der Orchesterräume. Um halb acht sollte es losgehen und darum habe ich heute mittag sicherheitshalber meinen Dirigenten angerufen, bestätigt, dass ich komme, wo und wann das ganze stattfindet, gefragt, ob ich einen Notenständer brauche und erinnert, dass er bitte die Noten mitbringen soll.

Beim Packen meiner Tasche habe ich in weiser Voraussicht schon mal meine aktuelle Lektüre mit eingesteckt, ich kenne den Laden ja. Es ging los, wie es immer ist, das erste Stück ohne Flöte. Na gut, Buch raus und gelesen (hat mich mein Instinkt doch wieder ganz gut geführt). Das nächste Stück…. ohne Flöte. Sie fangen an, Chef bricht ab: “Claudia, spiel doch mal den Sopran mit, das ist mir wichtig”. Man reicht mir einen handgeschriebenen Zettel, irgendwas choralartiges. Mitgespielt. Ist ok (begeistert mich nicht, aber wenn ich schon da bin…..).

Nächstes Stück: Keine Flöte. Frau Haider zückt ihr Buch und bemüht sich, den Inhalt zu verstehen, obwohl der Sopran mir direkt ins Genick singt. Wieder ein Abbruch, wieder der Dirigent: “Claudia, spiel doch mal den Sopran mit.” Hinter mir wird gesucht, ich erhalte eine Chorpartitur. Das ist schon schlecht, da muss man alle fünf Takte blättern und dann klappt der Schinken auf dem Notenständer alle Nase lang zu. Ätzend. Aber, die Schöpfung steht mir ja noch bevor und da gibt es Flötennoten.

Das nächste Stück: Hurra, die Schöpfung! Und…… der Dirigent hat die Noten vergessen. Wollen wir raten? “Claudia, spiel doch einstweilen mal den Sopran mit.” Ja super. Jetzt komme ich mir ziemlich verarscht vor. Beim Blick in die Noten stelle ich fest, dass der Klavierauszug unterhalb der Chorstimmen auch Eintragungen wie Fl.Ob. enthält. Dieser “Flob” meint offensichtlich die Bläser, ich lasse mir also das OK geben, lieber das zu spielen, als neben den fünf verschiedenen Tönen des Sopran noch einen sechsten mit der Flöte zu setzen. Ist ja toll, nur auch hier muss man alle drei Takte blättern, das Buch schlägt zu, solche Besetzungs-Eintragungen sind spärlich und eine vierstimmige Klavierstimme vom Blatt für mich nicht die angenehmste Vorlage. Und dann kommt: “Claudia, in Takt soundso wäre schön, wenn Du das spielst.” Ich hatte es gespielt und mir platzt der Kragen. “Hier steht alles durcheinander. Wenn Du Noten bringst, dann spiele ich die. Wenn nicht, stehe ich Montag nicht extra so früh auf.” “Ja, wir gehen gleich rüber, dann gebe ich die Dir.” “Nein, ich gehe gleich heim. Bring sie am Montag mit, üben werde ich die ohnehin bis dahin nicht mehr.” Grummel.

Super. Ich kann meine Abende auch netter verbringen als in einer kalten Kirche bei schiefer Musik und mit dem Chor im Genick. Schon gar, wenn ich Urlaub habe. Offensichtlich heißt “kostenlos” auch gleich “wertlos”. Da ärgere ich mich über meine Gutmütigkeit. Ich bin nicht der musikalische Mülleimer für West-Köln, der alles spielt, was übrig ist. Grrrrrrrrrr

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Der erst 2011 gegründete Verein InterArtes e. V. hat Ende März die ersten Stipendiaten für einen dreimonatigen Aufenthalt im Haus der Künstler im Castello di Gargonza benannt. Damit wird die Idee des Flötisten Michael Faust, Professor an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf und Soloflötist des WDR-Sinfonieorchesters in Köln, Realität. Die Kuratoren Mary Bauermeister (Bildende Kunst), Anthony Cragg (Bildhauer), Herbert Molderings (Kunsthistoriker), Karlheinz Petzinka (Architekt), Hanns-Josef Ortheil (Schriftsteller), Peter Eötvös, Heinz Holliger und Robert HP Platz (alle Komponisten) haben folgende Stipendiaten für dieses Jahr ausgewählt:

  • Malerei: Sandra Schlipkoeter (* 1979 Solingen), 
    ab 2004 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, seit 2011 Meisterschülerin von Eberhard Havekost
  • Architektur: Mickey Damm (*1983 München)
    Bachelor Innenarchitektur und Architektur an der FH in Düsseldorf, im Anschluss freie Kunst und Baukunst an der Kunsthochschule Düsseldorf, Meisterschüler von Karl-Heinz Petzinka
  • Fotografie: Isaak Broder (*1979 Karlsruhe)
    Zimmermanns-Lehre, Studium der Freien Kunst bei Bogomir Ecker in Braunschweig
  • Komposition: Genoël Lilienstern (*1979 Monschau)
    Studium der Komposition bei Younghi Pagh-Paan in Bremen und bei Hanspeter Kyburz in Berlin, Orchestration bei Fabien Levy, Studium der Musikinformatik in Den Haag
  • Literatur: Kevin Kuhn (*1981 Göttingen)
    Studium  Philosophie,  Kunstgeschichte, Vergleichende Religionswissenschaften in Tübingen, seit 2008 Lehrender in Hildesheim, Stipendiat des textwerk-Romanautorenseminars des Literaturhauses München.

Informationen zu Gargonza Arts und dem Verein InterArtes e. V. gibt es aus erster Hand bzw. aus berufenem Mund am 19.4.2012 im Radio. Um 15.00 Uhr bringt WDR3 in der Sendung TonArt ein Live-Interview mit Michael Faust.

An alle, die die gegenseitige Befruchtung der Künste und die Förderung von Nachwuchstalenten unterstützen wollen, geht hiermit die Ermunterung: informiert Euch, bringt Euch ein! Alle Infos und direkten Kontakt unter www.gargonza-arts.com

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