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Vergangenes Wochenende war es so weit. An der Hochschule für Musik Mainz startete das “Mainzer Flötenfestival”, organisiert von Flutissimo. Beim Start der Anmeldephase vor ca. einem halben Jahr überraschte (und erfreute) schon mal die Preisbildung. Konzerte, Instrumentenausstellung und Vorträge konnten kostenfrei besucht werden, die so genannte Bronze-Karte für Schnupper- und Kinderkurse zusätzlich konnte für Kinder bis 12 Jahre bereits für 30 Euro (ein Tag) bzw. 50 Euro für beide Tage erworben werden. Mit einer Silberkarte zu 60, respektive 90 Euro, die ich mir gegönnt habe, waren dann zusätzliche alle Workshops inbegriffen. Nicht schwer zu erraten: All inclusive verhieß die Goldkarte, das schloss dann auch aktiven oder passiven Besuch der Meisterkurse, Teilnahme an Professional-Workshops und das Probespieltraining ein und kostete 100 bzw. 150 Euro. Alles in allem durchaus erschwinglich und eine sehr familienfreundliche Preisstruktur.

Dies und das breite Kursangebot zeigten, was für Flutissimo seit ich sie kenne typisch ist: das Anliegen lautet “Flöte für alle”. Nicht die Profis stehen im Vordergrund sondern Amateure, Jugendliche und späte Anfänger werden ernst genommen und gefördert. Damit werden gerade für den erwachsenen Anfänger Lücken im Bildungsangebot geschlossen und viele Anregungen gegeben. Ein weiteres Charakteristikum für das Flutissimo-Angebot: die großen Flöten. Als vehementer Unterstützer jeder Art von Flötenorchester ermöglicht Flutissimo jedem Kursteilnehmer, Alt- oder Bassflöten kennenzulernen, indem man sich für einen Workshop einfach ein Instrument aus dem Bestand des “Ladens” borgt. Das nenne ich hohes Vertrauen und Großzügigkeit.

So standen wir also zu zweit Samstag morgen noch vor Beginn der offiziellen Veranstaltung in Mainz auf der Matte, nachdem mein japanisches Navi die Führung verweigert hatte, da die Hochschule leider auf einem “nur eingeschränkt befahrbaren” Universitätsgelände liegt, was dazu führt, dass die vertrauenserweckende Automarke, die mal mit einem rufenden Affen geworben hat, einfach 500 m Luftlinie vom Ziel verkünden lässt: “Sie befinden sich in unmittelbarer Nähe Ihres Ziels, die Führung endet hier”. Danke fürs Gespräch…. was wäre ich nur ohne Smartphone.

Bei Ankunft vor Ort erhielt jeder Teilnehmer ein Batch mit Namen und Zugangsberechtigung in Form einer weißen, bronzenen, silbernen oder goldenen Karte hinter dem Namen. Dazu gab es eine Tüte mit Goodies vom Flutissimo-Bleistift über die aktuelle Ausgabe von “Flöte aktuell” und ein komplettes Festivalprogramm bis hin zu einer Sammlung Prospekte. Auffallend bereits am frühen Morgen die Vielzahl freudig erregter Helferlein in schwarzen Flutissimo-Shirts und die ausführliche Beschilderung zu den unterschiedlichen Räumen der Veranstaltung. Daneben Stellwände mit Hochglanzfotos der Mitwirkenden Musiker (sehr erfreulich: Pianisten gleichberechtigt neben dem flötenden Volk). Im Innenhof und an einer improvisierten Theke die Verpflegungsmannschaft (sehr beruhigend, nachdem wir in Freiburg beinahe Hungers gestorben wären).

Da es für Konzerte und Workshops noch zu früh war, führte uns der erste Gang über die Flöten- und Notenmesse. In Mainz war diese erfreulicherweise in einem Raum untergebracht, so dass die Geräuschkulisse weniger intensiv war als beim Freiburger Festival. Die Ausstellung war auch deutlich kleiner, aber durchaus interessant besetzt. Auf der Notenseite hätte für mich etwas mehr Auswahl sein können, aber da bin ich wohl auch etwas eigen :).

Es zeigte sich schnell, dass die freudige Erregung der helfenden Hände während der zwei Tage kein bisschen nachließ oder gar einer leichten Gereiztheit wich. Nein, wo immer man mit auf den Veranstaltungsplan gesenktem Blick länger als eine Minute verweilte, wurde man gefragt, ob einem geholfen werden könne. In jedem Workshop-Raum waren helfende Hände versammelt, um Bestuhlung, Notenpulte und gegebenenfalls Leihinstrumente vorzubereiten, die Raumbeschriftung zu aktualisieren etc. Sehr durchdacht und komfortabel. Die einzige Verbesserung, die mir nachlaufend noch eingefallen ist, wäre, die raumweisen Spalten auf dem Veranstaltungsplan irgendwie zu beschriften (z. B. A, B, C) und auf den Wegweisern neben der für die Art der Veranstaltung kennzeichnenden Farben auch diese Beschriftungen auszuweisen.

Was wurde nun geboten? Beinahe alles, was einem zum Thema Querflöte einfällt. Workshops für Piccolo, für Alt- und Bassflöte, Zirkuläratmung, freie Atmung, körperliche Übungen zur Lockerung in Flöte und Fitness, Flöte im Blasorchester, ein Festival-Flötenorchester, Tango und Klezmer im Flötenorchester, Improvisation und erweiterte Spieltechniken, ein Vibratokurs, ein Kinderorchester, Fluteboxing, Haltung und Technik und Schnupperkurse für Kinder und für Erwachsene. Daneben Profikurse bei Gergely Ittzes (Multiphonics und Zirkularatmung) und Daniel Agi (Neue Musik), Meisterkurse mit Anne-Catherine Heinzmann, Dejan Gavric, Carlo Jans und Christina Fassbender. Probespieltraining mit Thomas von Lüdinghausen, zahlreiche Vorträge (teilweise gesponsert oder durchgeführt von Anbietern der Flötenmesse) zu Atmung, Flötenbau, Fingertechnik etc. Und natürlich ein permanent parallel laufendes Konzertprogramm.

Besonders erfreulich bei letzterem: Vor der Tür wurde dafür gesorgt, dass nur zwischen den Stücken zu- und abströmender Verkehr möglich war und keiner an  die Tür klopfte (leidvoll erfahren ebenfalls in Freiburg). Auch die Verzögerungen im Konzertprogramm waren marginal, so dass der Plan eigentlich nicht wesentlich verlassen wurde und jeder tatsächlich die Konzerte besuchen konnte, die er hören wollte. Verschiebungen gab es schon eher im Workshop-Ablauf, da der eine oder andere Dozent in seiner Begeisterung schon heftig überzog (ich habe von 45 Minuten gehört).

Auf dem Konzertprogramm stand eigentlich fast ausschließlich die Besetzung Flöte und Klavier mit eingeschobenen Solowerken für Flöte, dazu zwei Flötenquartette (das Mainzer und VerQuer) sowie das Abschlusskonzert des Ehepaars Lüdinghausen mit Harfe (sehr schöne Kombination, die man eigentlich viel zu selten hört/sieht). Wünschenswert wäre an dieser Stelle noch etwas mehr Bandbreite, auch um exotischere Besetzungen wie beispielsweise Flöte, Klarinette und Klavier oder Flöte mit Percussion bekannter zu machen. Natürlich ist das nochmal ein größerer Organisations- (und Überredungs- oder Gagen-)aufwand.

Ich hatte folgende Workshops gebucht: Zirkuläratmung, Improvisation und erweiterte Spieltechniken, Freier Atem – freier Ton, Piccolo Basics und Alt- und Bassquerflöte für Fortgeschrittene.

Zirkuläratmung bei Krzysztof Kazcka, den ich ja schon kannte, war höchst unterhaltsam und auch sehr informativ. Natürlich lernt man das nicht aus dem Stand in einer Stunde. Aber wir haben erfahren, worum es geht, wie es gehen könnte und wie man das üben sollte. Ich gestehe, mir ist das vermutlich zu viel Arbeit, als dass ich mich jetzt konsequent daran geben würde.

Freier Atem – freier Ton bei Gordana Crnkovic konnte ebenfalls nur einen kurzen Einblick in die Prinzipien einer entspannten und effektiven Atmung geben, da es hier vor allem darum gehen muss, “schlechte” Gewohnheiten umzulernen…. ein langwieriger Prozess. Zudem ist Atmung naturgemäß etwas sehr persönliches und individuelles und bedarf einer ebenso persönlichen Betreuung durch einen entsprechen geschulten Coach. Aber auch hier bot der Workshop einen guten Startpunkt.

Improvisation und erweiterte Spieltechniken behandelte vor allem letzteres und traf damit nicht ganz meine Erwartungen (und ich glaube, auch die der anderen nicht so ganz). Wir erzeugten Zisch- und Popplaute auf der Flöte mit und ohne Kopfstück, versuchten ein Alphabet ins Rohr zu sprechen oder zu spielen und spielten am Ende gar unsere Namen auf diese Weise. Bei der Kursleiterin Ulrike Lentz war das alles recht klangvoll, ich habe kaum einen hörbaren Klang erzeugen können, da ich es schwer fand, in so kurzer Zeit Winkel und Position der Flöte zu finden, so dass eine gute Resonanz möglich ist. Für mich vielleicht der “schwächste” Kurs meiner Buchungen, da ich einfach etwas anderes erwartet hatte.

Die beiden Kurse am Sonntag, Piccolo bei Udo Mertens und Alt- und Bassflöte bei Ramón Lazzaroni, standen dann unter ganz anderen Vorzeichen. Hier wurde aktiv gespielt und das nicht zu wenig. Es gab Praxistipps und Hinweise zum Umgang mit dem jeweiligen Instrument, die wirklich die jeweiligen Eigenheiten handhabbar machen. Es ist ein Trugschluss, anzunehmen, Piccolo sei einfach eine kleinere und die Alt- und Bassflöte eine größere Querflöte. Beide benötigen für ihre tatsächliche Beherrschung Techniken und Denkweisen, die von den Reflexen des Konzertflötisten abweichen. Und in beiden Fällen konnten die Kursleiter wesentliche Impulse geben, gingen auf den Stand der Teilnehmer sehr individuell ein und lieferten sogar Literaturtipps oder gar Putzlappen. Ganz Praxisbezogen und wirklich sehr anregend. Ich war und bin sehr begeistert.

Zwischen den Kursen habe ich sonst nur Konzerte besucht, für mehr war einfach keine Zeit. Gleich zur Eröffnung gab es das Mainzer Flötenquartett mit Dubois, Bozza und zweimal Mendelssohn. Es folgte Seya Ueno, von dem ich nur die abschließende Mignon-Fantasie hörte und dann einer meiner Favoriten: Gergely Ittzes mit CPE Bach, Doppler und einem eigenen Solowerk. Die ersten beiden komplett auswendig, Bach mit Holzkopf.  Die Eigenkomposition mit Multiphonics und sonstigen neuen Spieltechniken war inspiriert von indischer Musik und durch den Komponist/Interpreten kurz erläutert. Wie von den Aufnahmen und aus Freiburg gewohnt: das Konzert fesselte von der ersten Minute. Hier erzählt jemand wirklich Geschichten…. wunderbar.

Die nächsten Konzerte hörte ich erst am Abend: Esti Rofé-Zisu und Dejan Gavric. Beide begleitet von Manami Sano, die kurzfristig wegen Erkrankung der vorgesehenen Pianistin einspringen musste und das Programm mit Morlacchi, Debussy, Rodrigo, Dvorak, Mozart und Taffanel bravourös meisterte. Wenig überraschend, wenn man sie wie ich aus Düsseldorf und Georgsmarienhütte kennt…. schön, wieder einmal zusammen zu treffen.

Der Sonntag brachte für mich nur das Abschlusskonzert unter dem Titel “Frankophonie” mit einer Version des Faun für Flöte und Harfe, eingebettet zwischen mittelalterliche Tänze von Lauber (den ich ohnehin sehr schätze) und ein spannendes Werk neuer Musik von Bernard Andrés, seines Zeichens Harfenist, was man an den eingesetzten Spieltechniken bei der Harfe merken konnte. Sehr spannend und kurzweilig. Ein sehr würdiger Abschluss für ein tolles Wochenende.

Alle Konzertbesuche zusammenfassend scheint es einen flötistischen Trend zur technischen Perfektion zu geben, der einen immer glatteren  und kräftigeren Ton und unfassbare Technik bedeutet, gleichmäßig über alle Lagen und Dynamikstufen. Absolut makellos und atemberaubend, für mich aber leider wenig anrührend. Ich kann das schwer erfassen oder gar in Worte verpacken, aber irgendwie vermisste ich gerade bei den jüngeren Flötisten das Mitgenommenwerden, vielleicht ein bisschen mehr Risiko oder Spielfreude, ein bisschen weniger Perfektion und dafür ein wenig mehr Farben. Weniger Power und mehr Gefühl? Wie gesagt, mir fehlen die Worte und ich bin wohl noch immer durch Flötenspiel a la Graf oder Nicolet geprägt. Gerade in dieser Hinsicht fand ich  insbesonders Ittzes und Gavric aus den von mir gehörten herausragend.

Hinsichtlich der Programme würde ich mir auch hier noch mehr unbekannteres wünschen, weniger Virtuosentum des 19. Jahrhunderts, weniger sich präsentieren als Vorstellung besonderer Werke (die vereinzelt gab und auch in speziellen Programmen).

Wenn ich wetten sollte, würde ich sagen, das war nicht das letzte Mal, dass wir so ein Festival in Organisation von Flutissimo erlebt haben…… Und wenn ich Recht behalten sollte, würde ich nächstes Mal vermutlich meinen Mut zusammen nehmen und auch einen Professional Kurs buchen und mal einen Meisterkurs (passiv) besuchen….. besser wäre noch, sich rechtzeitig klonen zu lassen, um auch Vorträge und Konzerte komplett mitnehmen zu können :)

Bis dahin aber bleibt uns nur ein großes Dankeschön zu sagen an alle, die hier viel, viel Zeit und Kraft investiert haben (ganz besonders natürlich an Bernd, Herz und Kopf des Ganzen). Erholt Euch alle Gut und behaltet euren Enthusiasmus!

Der NDR sucht eine koord. 1. Solo-Flöte. Vorspieltermin ist am 24. Februar 2015. Alle weiteren Informationen für eine Bewerbung finden sich auf der Website des Senders.

Ebenfalls im Norden, am Theater Kiel wird ab dem 1. November für die Spielzeit 2014/2015 eine 2. Flöte für das Philharmonische Orchester Kiel gesucht. Alle Infos online.

In der St. Antonius Kirche in Fintel spielen am 26. September 2014 um 19 Uhr Martina Kunkel (Quer- und Blockflöte) und Harald Wießner (Orgel und Klavier) Werke der Kirchenmusiker Michael Schütz und Hans-André Stamm. Der Eintritt ist frei.

Am 26. September 2014 um 21 Uhr findet im Jazzclub Ludwigsburg ein besonderes Konzert statt:  “Stephanie Wagners Quinsch“, ein Quintett in der Besetzung Querflöte, Saxofon, Klavier, Kontrabass und Schlagzeug.

Am 27. September 2014 um 15 Uhr spielen Annegret Rutenberg und Sabine Chmura mit Flöte und Klavier im Teezimmer im Kartausgarten in Eisenach unter dem Motto “Tête à Tee mit Flöte”. Zur Musik wird Tee nach russischer Art serviert.

Lang, lang ist’s her, dass ich hier zuletzt geschrieben habe, noch länger, dass es sich dabei um eine Buchbesprechung handelte. An dem heute hier zu besprechenden Werk liegt es aber nicht, das hat mich schon sehr begeistert. Manchmal reicht eben die Zeit einfach nicht….

Erschienen im Verlag Artemis & Winkler ist “Musiker und Mächtige” von Veronika Beci eigentlich eine gut gemachte Vermischung von Musik- und Weltgeschichte. Biographien von Komponisten werden in den zeitlichen und politisch-gesellschaftlichen Kontext gestellt, Werke vor dem Hintergrund von Zeitgeist und Weltlage dargestellt, analysiert und interpretiert. Dabei kommt die persönliche Meinung der Autorin nicht zu kurz und das ist in meiner Wahrnehmung gerade eine Stärke des Buchs.

Die Hardcover Ausgabe im DIN A 5-Format umfasst über 380 Seiten inkl. Literaturverzeichnis und Personenregister. Erstmals 2001 erschienen, ist die Ausgabe unter der ISBN 3-538-07126-8 zu finden.

Die chronologischen Darstellungen sind in achtzehn Kapitel gegliedert:

  • Immer schon: Musik und Politik – Eine spannungsvolle Beziehung
  • Musiker und Mächtige – Ein Blick durch die Jahrhunderte
  • An den Höfen der Großen – Mittelalter, Renaissance, Barock
  • Fürstendienst und Bürgerstolz – Mozart, Haydn, Gluck
  • Der vergessene Jakobiner – Johann Friedrich Reichardt
  • Schreckensoper – Die Große Revolution und ihre Musik
  • Napolen, Viktoria! Beethoven, Gloria! – Ludwig van Beethoven
  • Idyllisches Biedermeier? – Schubert, Mendelssohn, Silcher, Lortzing
  • Zwischen Emanzipation und Resignation – Die Zeit nach 1848
  • Davidsbündler – Robert Schumann
  • Das Judentum in der Musik – Jüdische Komponisten und ihre Gegner
  • Pomp and Circumstance – Musiker und ihr Vaterland
  • Siegesfanfaren und Zwischentöne – Musiker zwischen Kaiserreich, Belle Époque und Erstem Weltkrieg
  • Tonkunst unterm Hakenkreuz – Das Dritte Reich der Musik
  • Entartete Musiker – Verfolgung, Exil und Widerstand
  • Wir sind die Moorsoldaten – Musik im Konzentrationslager
  • Zwischen Staatspreis und Gulag – Schostakowitsch: eine Gratwanderung
  • Nichts ist in einem Gemeinwesen so förderlich wie die Musik – Musiker und Mächte der Gegenwart

Der Titel, der vielleicht eher auf Beziehungen zwischen Musikern und Machtträgern hinweist, ist vielleicht ein wenig irreführend. Das Buch stellt vielmehr dar, wie sich Komponisten und Musiker mit Systemen und Regimen arrangiert haben oder auch nicht. Dabei wird unvermeidlich auch jeweils ein Bild der Gesellschaftsstrukturen und Nöte gezeichnet. Geschichtliches und Politisches wird dabei mit Musikalischem eng verwoben. Einzelne Biographien werden recht ausführlich dargestellt, andere Namen nur im Kontext oder bezüglich einzelner Werke oder Ereignisse angesprochen. Die Wahl der Schwerpunkte ist dabei klar an der Komplexität der Beziehung der jeweiligen Person zu den Machtstrukturen orientiert. So wird beispielsweise Schostakowitsch‘ wechselhafte Beziehung zur sowjetischen Führung ausführlich behandelt. Das Dritte Reich nimmt natürlich einen großen Abschnitt in Anspruch, da hier sowohl die Seite derer, die sich mit der Führung arrangiert hatten oder es zumindestens versuchten, als auch die Emigranten und auch die Opfer, Lagerhäftlinge, behandelt werden.

Beci gelingt es gut, für jede behandelte Epoche eine passende Form und Sprache zu wählen. Ihre persönliche Meinung sowohl zu gängigen Interpretationen und Einordnungen als auch zu geschichtlichen/musikgeschichtlichen Vorgängen ist immer spürbar. Gerade das finde ich beim Lesen besonders angenehm. Wie könnte man zum Dritten Reich auch nicht Position beziehen?

Für mich ein sehr spannendes, informatives und lesenswertes Buch, das beschreibt, was mich mit am meisten fasziniert: die Verwebung des Lebens mit der Musik und umgekehrt.

Passend zum Urlaub hier eine Menge internationaler Kurse und Konzerte. Dafür also ist Facebook wirklich ganz gut zu gebrauchen:

  • Am 5. Juli 2014um 17.30 Uhr  feiert das Trio d’Argent (3 Querflöten: François Daudin Clavaud, Michel Boizot und Xavier Saint-Bonne) im Le Triton in Les Lilas sein 30-jähriges Bestehen. Der Eintritt kostet zwischen 8 und 20 Euro.
  • In San Gemini (Terni) findet am 14. Juli 2014 ein Meisterkurs mit der Dozentin Monica Finco statt. Das Flötenorchester wird von Katalin Gajdos geleitet. Alle Informationen sind auf www.acart.it zu finden.
  • Ebenfalls in Italien, diesmal in Masera steigt vom 18.-20. Juli zum sechsten Mal der Jazz Flute Summer Workshop. Die Dozenten sind Michele Gori und Stefano Benini. Eine Teilnahme an allen drei Tagen kostet 150 Euro, es sind auch kürzere Dauern buchbar. Alle Infos sowie die Anmeldung unter info@jazzflutemusic.net.
  • Ein spezielles Piccolo Camp kann man in Italien auch besuchen. Vom 22. bis 24. Juli 2014 lehren Nicola Mazzanti & Matjaz Debeljak in Grado. Infos und/oder Buchung unter ottavinopiccolo20@hotmail.com.
  • Vom 25. Juli bis 3. August 2014 findet in in Diekirch (Luxemburg) das 26. Forum für Flöte und Klavier statt. Organisiert wird das Ganze von Carlo Jans, der auch unterrichtet. Weitere Mitwirkende sind die Flötisten Davide Formisano, Gaby Pas-Van Riet, Wally Hase, Alan Weiss, Qiling Chen, Sanqing Chen, Sergej Tikhonov und Piccolist Peter Verhoyen, am Cembalo Ewa Rzetecka, die Klavierbegleiter Cordula Hacke, Katrin Reifenrath, Michael Zieschang und Klavier-Professor Daniel Blumenthal. Als Aussteller werden Adams European Flute Centre, Mancke Flutes, Haynes Flutes und Parmenon Flutes vor Ort sein. Anmeldungen sind noch die nächsten 20 Tage im Internet möglich.

Die ungewöhnliche Besetzung Querflöte, Cello und Gitarre ist heute, am 16. Mai 2014 in der Laurentiuskirche in Usingen zu hören. Um 21 Uhr beginnt das Nachtkonzert des Lenz-Trios. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Das hochkarätige Duo Emmanuel Pahud und Khatia Buniatishvili tritt am 21. Mai 2014 um 20 Uhr im Trifolion Echternach auf. Gespielt werden Schubert, Schumann und Faure (Bearbeitung der Violinsonate).

Das Musikhaus Knopp in Saarbrücken bietet am 24. Mai 2014 einen Workshop für Flöte und Gitarre an. Für 25 Euro kann man nach Voranmeldung mitmachen. Die Dozenten sind Burdette Becks (Flöte) und Bo Gebhardts (Gitarre).

Am 15. Dezember 2014 um 20 Uhr spielt in Luxemburg in der Philharmonie Emmanuel Pahud mit “Les vents francais” ein Quintett-Konzert in der Reihe “Soirées de Luxembourg”.

Dieses Wochenende, 10. und 11. Mai 2014 finden an der Musikhochschule Würzburg die Flute Days 2014 statt. Geboten werden Meisterklassen, Konzerte, Workshops und ein Flötenorchester. Veranstalter sind die Deutsche Gesellschaft für Flöte e.V. und die Musikhochschule Würzburg.

An der Musikhochschule Rostock gibt es am Montag Abend, 12. Mai 2014, ab 17 Uhr ein Flötenvorspiel. Der Eintritt ist frei.

Im Konzertsaal der Hochschule für Musik in Saarbrücken spielen am 18. Mai 2014 um 18 Uhr Grigory Mordashov (Flöte) und Grigor Asmaryan (Klavier) Werke von C. Ph. E. Bach, Sancan, Taffanel und Prokofiew.

Flutissimo und Hochschule für Musik in Mainz veranstalten am 11. und 12. Oktober 2014 das erste Mainzer Flötenfestival. Auch hier gibt es Meisterkurse, Konzerte und Workshops, dazu aber auch Kinderkurse und eine große Instrumenten- und Notenausstellung.

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